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Siltronic, Tochter der im MDAX notierten Wacker Chemie, ist einer der ganz großen Hersteller von Wafern, das sind die Plattformen für Chips aller Art ? einfach formuliert.

21.02.2017 - 12:03:10

Siltronic: Heißer Ritt ohne Sattel?. Die Umsätze ziehen an, die Preise ziehen an, die Gewinne ebenso. 2016 stehen nach jahrelangen Verlusten schwarze Zahlen zu Buche.

Siltronic, Tochter der im MDAX notierten Wacker Chemie, ist einer der ganz großen Hersteller von Wafern, das sind die Plattformen für Chips aller Art ? einfach formuliert. Die Umsätze ziehen an, die Preise ziehen an, die Gewinne ebenso. 2016 stehen nach jahrelangen Verlusten schwarze Zahlen zu Buche. Und wenn nichts schiefgeht, sollen diese Gewinne 2017 sehr deutlich steigen. Wenn.

Denn das wird sich eben erst erweisen müssen. Und Zulieferer von Zulieferern, die wiederum vor allem konsumnahe Unternehmen beliefern, sind nun wirklich ein heißes Eisen. Ja, da können die Gewinne durch die Decke gehen, wenn das Wirtschaftswachstum sich belebt, die Menschen mehr Geld für Handys, Autos, Unterhaltungselektronik ausgeben. Aber wenn nicht, kriegen die Zulieferer Preisdruck zu spüren ? und das nicht zu knapp. Daher wirkt diese so mühelos wirkende Hausse der Siltronic-Aktie (ISIN DE000WAF3001) wie ein Ritt auf einem Wildpferd ? und das ohne Sattel. Sehen wir uns mal den Chart an:

 

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Es fehlt nicht mehr viel, dann hätte sich die Aktie seit Oktober verdreifacht. Wobei auch immer ein wenig Übernahmephantasie mitspielt. Natürlich würden z.B. Chiphersteller einen eigenen Wafer-Produzenten gut gebrauchen können. Aber würden sie auch Preise zahlen, die noch über dem aktuellen Kursniveau liegen? Auf Basis dessen, was Siltronic 2016 an Gewinn erzielt hat, liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis über 100. Und selbst das KGV um 25, das dann zu Buche stünde, wenn Siltronic 2017 verdient, was Analysten schätzen, wäre nicht billig ? und das setzt ja voraus, dass der Kurs bliebe, wo er ist. Das ist also alles gar nicht so ohne, daher:

Jetzt immer noch weiter zuzukaufen, wäre höchst gewagt. Was man hat, kann und sollte man behalten, aber in jedem Fall müssen da konsequente Stoppkurse unter das aktuelle, neu erreichte Rekordlevel. Dazu würden sich 53 Euro für aggressive, kurzfristige Positionen anbieten; wer mittelfristiger denkt und handelt, wäre mit einem Stoppkurs um 45 Euro gut bedient.

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