Transport, Verkehr

Schweres Beben erschüttert Fukushima - Keine größeren Schäden

22.11.2016 - 10:10:24

Schweres Beben erschüttert Fukushima - Keine größeren Schäden. FUKUSHIMA - Ein erneut schweres Erdbeben in der japanischen Katastrophenregion Fukushima ist glimpflich verlaufen. Tausende von Menschen brachten sich am Dienstagmorgen (Ortszeit) in Sicherheit, als die Behörden eine Tsunami-Warnung ausgaben. Das Beben der Stärke 7,4 traf dieselbe Region, die am 11. März 2011 von einem deutlich schwereren Beben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Tsunami verwüstet worden war. 18 500 Menschen kamen damals ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu Kernschmelzen gekommen. Diesmal erreichten die Flutwellen lediglich eine Höhe von stellenweise über einem Meter. Größere Schäden blieben diesmal aus.

ließ die Fertigung in einem Motorenwerk ruhen, da sich die Arbeiter in Sicherheit brachten. Das Verteidigungsministerium in Tokio schickte Flugzeuge und Hubschrauber in die Region, um nach Schäden Ausschau zu halten.

Der regionale Bahn- und Flugverkehr wurde vorübergehend beeinträchtigt. Dutzende Schulen blieben sicherheitshalber geschlossen. Es gab Berichte, wonach einzelne kleinere Boote gekentert sein sollen. Die Zentralregierung in Tokio richtete einen Krisenstab ein. Nach Angaben der nationalen Wetterbehörde handelte es sich um ein Nachbeben der Erschütterung von 2011. Die Behörde warnte, dass es auch in den nächsten Tagen zu weiteren Nachbeben von ähnlicher Intensität kommen könne. Etwa eine Woche lang sollten die Bewohner der Küstenregion weiter erhöhte Wachsamkeit üben.

Auch in der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt des Landes gerieten Häuser ins Schwanken. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 25 Kilometern unter dem Meer vor der Küste Fukushimas. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben betroffenen Länder der Welt. Im Frühjahr war erst der Süden des fernöstlichen Inselreiches getroffen worden. Dabei hatte es Tote und schwere Schäden gegeben.

@ dpa.de

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