Regierungen, Deutschland

POTSDAM - Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder geht an diesem Freitag (10.00 Uhr) in die entscheidende Phase.

17.02.2017 - 05:36:24

Tarifstreit im öffentlichen Dienst geht in die entscheidende Phase. Die Arbeitgeber hatten am Donnerstag erstmals Angebote zu den rund ein Dutzend Einzelforderungen der Gewerkschaften vorgelegt. Die Gewerkschaften verlangen sowohl strukturelle Änderungen als auch finanzielle Verbesserungen. Ihr gesamtes Forderungspaket beläuft sich auf ein Plus von sechs Prozent oder sieben Milliarden Euro. Die Gesamtforderung lehnen die Arbeitgeber als zu hoch ab.

Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde zeigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften dennoch zuversichtlich, zu einem Durchbruch zu kommen. In den vergangenen Wochen hatten die Gewerkschaften mit Warnstreiks an Schulen, in Straßenmeistereien oder an Universitätskliniken in ganz Deutschland ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Daran waren nach Verdi-Angaben mehrere zehntausend Beschäftigte beteiligt.

Verdi, der Beamtenbund dbb und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verhandeln mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) über das Gehalt und die Arbeitsbedingungen von rund einer Million Angestellten der Länder. Der Abschluss soll dann auf die 2,2 Millionen Beamten von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre übertragen werden. Hessen gehört nicht mehr der Tarifgemeinschaft an. In der Regel übernimmt das Land aber die Tarifabschlüsse.

Zu dem Forderungspaket der Gewerkschaften gehören unter anderem eine Aufstockung der Gehaltsstufen insbesondere für Lehrer, mehr Geld für Auszubildende und ein Ende für Arbeitsbefristungen ohne sachlichen Grund. Die unteren Gehaltsgruppen sollen eine Einmalzahlung bekommen. Auszubildende sollen 90 Euro mehr bekommen und eine Übernahmegarantie. Und auch die Bezahlung im Sozial- und Erziehungsdienst soll besser werden.

Die Gewerkschaften verweisen bei ihren Forderungen auf die günstigen Steuereinnahmen in den vergangenen und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren. Die Prognosen sehen bis 2021 ein Plus von 3,3 bis 3,8 Prozent.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Gaspreise sinken auf tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Das hat das Internetportal Verivox ermittelt. Auch mittelfristig können sich die Mieter und Eigentümer, deren Häuser und Wohnungen mit Gas beheizt werden, auf weiter sinkende Preise einrichten. "Das internationale Gasangebot ist groß und neue Akteure wie zum Beispiel die USA drängen auf den Markt", sagte Mathias Köster-Niechziol, Energieexperte von Verivox. HAMBURG - Die Preise für Erdgas sind in Deutschland auf den Stand vom Herbst 2005 gefallen. (Boerse, 18.08.2017 - 05:56) weiterlesen...

Eier-Skandal wird offizielles Thema bei Ministertreffen. BRÜSSEL - Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier wird offizielles Thema beim nächsten EU-Agrarministertreffen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat die estnische Ratspräsidentschaft die Tagesordnung für die Beratungen am 5. September entsprechend geändert. Zudem wurde zu dem Treffen in Tallinn formell der für Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis eingeladen. Er soll die Minister über die aktuelle Lage und die jüngsten Entwicklungen informieren. Eier-Skandal wird offizielles Thema bei Ministertreffen (Boerse, 18.08.2017 - 05:55) weiterlesen...

Rosneft-Debatte: Vorsitzender der NRW-SPD stellt sich hinter Schröder. "Man muss nicht alles gut finden, was der Privatmann Schröder macht, aber er ist einer wichtigsten Brückenbauer zwischen den Aufgeregtheiten in Deutschland und der russischen Politik", sagte Groschek der "Neuen Westfälischen" (Freitag). BERLIN - In der Debatte über die mögliche Annahme eines Aufsichtsratspostens beim russischen Staatskonzern Rosneft hat sich der nordrhein-westfälische SPD-Chef Michael Groschek hinter Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) gestellt. (Boerse, 18.08.2017 - 05:41) weiterlesen...

Grüne verlangen Informationen zum Air-Berlin-Deal fürs Parlament. In einem auf Freitag datierten Brief an Peter Ramsauer (CSU), den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses, bittet die Grünen-Obfrau Katharina Dröge um eine Unterrichtung durch die Bundesregierung "zum schnellstmöglichen Zeitpunkt, spätestens bis Mitte nächster Woche". Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. BERLIN - Die Grünen im Bundestag fordern von der Bundesregierung Informationen zum Umgang mit der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin . (Boerse, 18.08.2017 - 05:40) weiterlesen...

Debatte zu Berliner Flughäfen ohne Durchbruch vertagt. Bei dem Treffen der Flughafen-Eigentümer war es in der Nacht zu Donnerstag zu keinem Durchbruch gekommen, beide Seiten versuchten sich allerdings versöhnlich zu zeigen. Anlass des Streits war das massive Werben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) für den Weiterbetrieb von Tegel. Damit war er von der offiziellen Linie der Bundesregierung abgewichen und hatte auch die beiden Haupteigentümer, die Länder Berlin und Brandenburg, gegen sich aufgebracht. BERLIN/POTSDAM - Nach dem Spitzengespräch von Bund und Ländern zur Schließung des Flughafens Berlin-Tegel sehen sich Gegner als auch Befürworter bestätigt. (Boerse, 17.08.2017 - 16:01) weiterlesen...

Trumps Chefstratege Bannon: USA im Handelskrieg mit China. Und die USA werde diesen verlieren, wenn es keine politische Umkehr gebe. "Ich denke, wir sind fünf, höchstens zehn Jahre von einem Wendepunkt entfernt, von dem wir uns nicht mehr erholen können", sagte Bannon in einem Gespräch mit Robert Kuttner, dem Mitgründer des Informationsportals "The American Prospect". WASHINGTON - Die USA befinden sich nach den Worten des Chefstrategen im Weißen Haus, Stephen Bannon, in einem "Handelskrieg mit China". (Wirtschaft, 17.08.2017 - 15:39) weiterlesen...