Mittelamerika, Deutschland

PORT-AU-PRINCE - Hurrikan "Irma" hat in Haiti und der Dominikanischen Republik nach ersten Einschätzungen von Hilfsorganisationen weniger Schäden verursacht als befürchtet.

08.09.2017 - 12:29:24

Hilfswerke: Haiti übersteht 'Irma' mit weniger Schäden als befürchtet. "Hätte "Irma" einen südlicheren Weg eingeschlagen, wäre es zur Katastrophe gekommen", sagte Martin van de Locht, Leiter der Internationalen Programme von World Vision laut Mitteilung vom Freitag.

Auch bei Caritas International gab man sich vorerst erleichtert. In der Dominikanischen Republik gebe es nach ersten Berichten keine Toten, sagte ein Sprecher. Etwa 200 Häuser seien vollständig zerstört. Eine komplette Entwarnung für die Region wollte Caritas international aber noch längst nicht geben. Vor allem der tiefer gelegene Norden Haitis könne noch von Überschwemmungen bedroht sein.

Solche Überschwemmungen können laut dem Arbeiter Samariterbund langfristige Folgen für das Land haben. Meerwasser könne Brunnen versalzen, Trümmer auf Feldern der Bauern hinterlassen und Erdrutsche verursachen, sagte eine Sprecherin der Hilfsorganisation.

Die Menschen auf Haiti, einem der ärmsten Länder der Region, leiden noch immer unter den Auswirkungen des Erdbebens von 2010 und des Hurrikans "Matthew" 2016. "Das Grundproblem der Haitianer ist, dass sie sich nicht auf ihren teils dysfunktionalen Staat verlassen können", sagte Caritas international-Sprecher Achim Reinke.

Gerade für solche Länder, die dann Wirbelstürmen regelrecht ausgeliefert seien, müsse viel mehr in Katastrophenvorsorge investiert werden. "Pi mal Daumen erspart ein Euro Vorsorge sieben Euro in der Nothilfe", sagt Reinke.

Der inzwischen von der höchsten Stärke 5 auf 4 herabgestufte Wirbelsturm "Irma" hatte in der Nacht zum Freitag Haiti passiert. Zwei Menschen wurden dem britischen "Guardian" zufolge in der Hafenstadt Cap-Haïtien verletzt, als ein Baum auf ihr Haus stürzte. Außerdem zerstörte der Sturm eine Brücke zum Nachbarland Dominikanische Republik.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Enorme Hurrikan-Schäden in Puerto Rico - Sorge um Staudamm. Wie Gouverneur Ricardo Rosselló Nevares mitteilte, sei mit höheren Summen als durch Hurrikan "Georges" im Jahr 1998 zu rechnen. ""Georges" verursachte Kosten von sieben bis zehn Milliarden Dollar (5,8 bis 8,4 Mrd Euro), jetzt ist mit weit höheren Zahlen zu rechnen", sagte er. Wie die Zeitung "El nuevo día" berichtete, gibt es bisher offiziell zehn Todesopfer. Nach noch unbestätigten Berichten könnten es bis zu 16 Tote sein. SAN JUAN - Auf der Karibikinsel Puerto Rico sind durch den Hurrikan "Maria" mindestens zehn Menschen getötet und Schäden in Milliardenhöhe verursacht worden. (Boerse, 24.09.2017 - 15:57) weiterlesen...

Hurrikan 'Maria' weiter abgeschwächt - Kurs Richtung US-Ostküste. Das US-Hurrikanzentrum führte ihn am Sonntagmorgen (Ortszeit) als Sturm der Kategorie zwei, was Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometer pro Stunde entsprach. Am Samstag hatte er noch der Kategorie drei von insgesamt fünf angehört. "Maria" befand sich über dem Atlantik, etwa 855 Kilometer süd-südöstlich von Cape Hatteras im US-Staat North Carolina, und bewegte sich Richtung Norden. Seine Ausläufer könnten damit auch die Ostküste der USA erreichen. MIAMI - Hurrikan "Maria" hat sich nach seinem Zug durch die Karibik und den dort angerichteten Verwüstungen weiter abgeschwächt. (Boerse, 24.09.2017 - 15:11) weiterlesen...

'Maria' verursacht große Schäden - USA helfen Puerto Rico (Boerse, 22.09.2017 - 19:27) weiterlesen...

'Maria' verursacht große Schäden - USA helfen Puerto Rico. Bisher starben infolge des Wirbelsturms auf den Karibikinseln Dominica, Guadalupe und Puerto Rico mindestens 18 Menschen. Rund 20 Menschen werden noch vermisst. Tausende deutsche Touristen blieben nach Angaben führender Reiseveranstalter aber unbeschadet und sind wohlauf. SANTO DOMINGO/SAN JUAN - Der Hurrikan "Maria" hat auf seinem Weg durch die Karibik schwere Schäden angerichtet. (Boerse, 22.09.2017 - 16:27) weiterlesen...

'Ein Monster-Hurrikan' - Wirbelsturm 'Maria' verwüstet Puerto Rico (Wirtschaft, 21.09.2017 - 14:36) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: Puerto Rico ohne Strom - Hurrikan 'Maria' verwüstet Karibikinsel (Im dritten Absatz wurde der zweite Satz umformuliert. (Boerse, 21.09.2017 - 13:25) weiterlesen...