Indikatoren, Zusammenfassung

PEKING - Die Industriestimmung in China hat sich im Oktober deutlich verbessert.

01.11.2016 - 10:39:24

Industriestimmung auf höchstem Stand seit gut zwei Jahren. Sowohl der von der Regierung erhobene Einkaufsmanagerindex als auch ein vom Wirtschaftsmagazin Caixin erfasstes Konjunkturbarometer stiegen auf den höchsten Stand seit Juli 2014, wie aus Zahlen vom Dienstag hervorgeht. Volkswirte werteten die Aufhellung als Beleg für eine stabilere Wirtschaftsentwicklung. Gleichwohl bleiben große Risiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Der Industrieindikator der Regierung (CFLP), der die Stimmung in den großen Staatsunternehmen misst, stieg im Oktober um 0,8 Punkte auf 51,2 Zähler. Der von Caixin erhobene Indikator, der sich eher auf kleinere und mittelgroße Privatunternehmen bezieht, erhöhte sich um 1,1 Punkte auf ebenfalls 51,2 Zähler. Die Erwartungen von Analysten wurden jeweils klar übertroffen. Werte über 50 Punkten deuten auf wirtschaftliches Wachstum hin, Werte darunter signalisieren eine Schrumpfung.

BINNENNACHFRAGE STÜTZT

Deutlich verbesserten sich die Werte für die Neuaufträge aus dem Inland und die laufende Produktion. Noch stärker stiegen die Unterindikatoren für die Preise von Vorleistungsgütern. Dies könnte ein Hinweis auf künftig höhere Inflationsraten sein, was der Notenbank in die Hände spielen würde. Zuletzt hatten auch leicht steigende Erzeugerpreise in diese Richtung gedeutet. Wie in fast allen wirtschaftsstarken Ländern ist die Inflation auch in China seit längerem ungewöhnlich schwach. Einige Ökonomen sehen darin vor allem ein Symptom der Wirtschaftsschwäche, andere jedoch auch die Gefahr einer noch stärkeren konjunkturellen Abkühlung

Fachleute von der NordLB sahen den aktuellen Stimmungsaufschwung vor allem durch die Binnennachfrage getrieben. Dazu passt, dass der von der Regierung erhobene Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister, ebenfalls nach Zahlen vom Dienstag, weiter anstieg. Im Gegensatz dazu haben die Industrieunternehmen im Oktober weniger Neuanträge aus dem Ausland erhalten, was auf ein anhaltend schwieriges Außenhandelsgeschäft - dem einstigen Wachstumstreiber Chinas - hindeutet.

RISIKEN BLEIBEN

An den grundsätzlichen Gefahren für die chinesische Wirtschaft ändern die neuen Zahlen wenig. Nach wie vor wird das Wirtschaftswachstum stark durch die immer weiter steigende Kreditvergabe getrieben. Hinzu kommen hohe Überkapazitäten in der chinesischen Schwerindustrie. Die Lage am Immobilienmarkt gilt als kritisch, weil die Preise besonders in den Metropolen wieder stark steigen. Der angestrebte Umbau des Wirtschaftsmodells hin zu qualitativ hochwertigeren Gütern und Dienstleistungen stockt, weil die Regierung der kurzfristigen Konjunkturstützung Vorrang einzuräumen scheint.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Starker Arbeitsmarkt spricht für weitere US-Zinserhöhungen - Coba. "Die Fed will eine Überhitzung des Arbeitsmarktes verhindern", schreibt Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank am Mittwoch. Daher seien Zinserhöhungen trotz der immer noch schwachen Inflation eine Vorsichtsmaßnahme. Die Fed erwarte weiterhin, dass die Engpässe am Arbeitsmarkt und das hohe Wachstum die Inflation antreiben würden. FRANKFURT - Die US-Notenbank wird laut Commerzbank angesichts des starken Arbeitsmarktes die Zinsen weiter anheben. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 22:25) weiterlesen...

Inflation legt in den USA zu - Kernrate überraschend gesunken. Die viel beachtete Kerninflationsrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, gab hingegen etwas nach. Die US-Notenbank dürfte sich daher bei ihrer vorsichtigen Zinserhöhungspolitik bestätigt sehen. WASHINGTON - In den USA hat der Preisauftrieb im November wie erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 17:10) weiterlesen...

USA: Inflation legt wie erwartet zu. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit dieser Rate gerechnet. Im Oktober hatte die Inflation bei 2,0 Prozent gelegen. WASHINGTON - In den USA hat der Preisauftrieb im November wie erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 14:51) weiterlesen...

EU verzeichnet Beschäftigungsrekord. Nach Schätzungen des europäischen Statistikamtes Eurostat waren im dritten Quartal dieses Jahres insgesamt 236,3 Millionen Männer und Frauen erwerbstätig. Dies sei der höchste Wert, der jemals verzeichnet wurde, teilte die Behörde am Mittwoch mit. LUXEMBURG - Die Zahl der Beschäftigten in der EU ist auf ein Rekordhoch gestiegen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 14:27) weiterlesen...

Deutsche Inflation zieht etwas an - Energie im November teurer. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Oktober hatte die Rate bei 1,6 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im November um 0,3 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. WIESBADEN - Getrieben von höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen hat die Inflation in Deutschland im November etwas angezogen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:51) weiterlesen...

DIW: Aufschwung in Deutschland gewinnt an Breite. Neben dem privaten Konsum und der Exportstärke nehmen auch die Investitionen der Unternehmen zu. Die Beschäftigung steigt weiter, die Einkommen der Arbeitnehmer ziehen an. Das sind Kernpunkte einer am Mittwoch in Berlin vorgelegten aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Deutschland sei auf dem Weg in die Hochkonjunktur, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. BERLIN - Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hält aus Sicht des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW an und gewinnt an Breite. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:14) weiterlesen...