Indikatoren, China

PEKING - Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal stärker als erwartet gewachsen.

17.07.2017 - 06:40:24

Chinas Wirtschaft wächst mit 6,9 Prozent schneller als erwartet. Wie das Statistikamt am Montag in Peking mitteilte, legte die zweitgrößte Volkswirtschaft im zweiten Quartal um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu und wuchs damit genauso schnell wie in den ersten drei Monaten des Jahres. Das teilte das Pekinger Statistikamt am Montag mit. Ökonomen waren von einer leichten Abkühlung auf 6,8 Prozent ausgegangen.

"Die Daten sind besser, als die meisten Analysten vermutet haben", sagte der Pekinger Wirtschaftsprofessor Huang Weiping. Der zuletzt starke Außenhandel habe sich als Stütze erwiesen. Allein im Juni hatten die Exporte um 11,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, die Ausfuhren stiegen sogar um 17,2 Prozent. Auch andere Konjunkturdaten zeigten nach oben.

'ALLE DATEN SEHEN GUT AUS'

Die Anlageinvestitionen legten im ersten Halbjahr um 8,6 Prozent zu, während die Einzelhandelsumsätze sich um 10,4 Prozent verbesserten, wie das Statistikamt mitteilte. Die Industrieproduktion im Juni stieg im Jahresvergleich um 7,6 Prozent. Experten hatten weniger erwartet. "Zumindest momentan sehen alle Daten gut aus", sagte Huang Weiping. Langfristig seien aber durchaus Zweifel angebracht. "China hat noch immer keinen nachhaltigen Wachstumspfad eingeschlagen." Viele Stimulus-Maßnahmen des Staates hätten dazu beigetragen, dass sich die Wirtschaft zuletzt so robust entwickelt habe.

Andere Experten sahen nach wie vor die steigenden Schulden von chinesischen Unternehmen als größte Gefahr für die Wirtschaft. Im Mai hatte die US-Ratingagentur Moody's Chinas Kreditwürdigkeit schlechter eingeschätzt und das Rating des Landes um eine Stufe gesenkt. Grund waren Befürchtungen, Chinas bisherige finanzielle Stärke könnte in den kommenden Jahren leiden. Erwartet würden steigende Schulden bei zugleich abnehmenden Wachstumsraten.

ABBAU VON SCHULDEN IN STAATSUNTERNEHMEN HABE "HOHE PRIORITÄT"

Staatsmedien zitierten am Wochenende Chinas Präsidenten Xi Jinping mit den Worten, dass der Abbau der Schulden in den Staatsunternehmen "hohe Priorität" habe. Auch müssten Behörden entschiedener gegen "Zombie-Firmen" vorgehen, die ausschließlich mit neuen Krediten künstlich am Leben gehalten werden.

Obwohl erste Maßnahmen im Kampf gegen die Schulden zu erkennen seien, gingen Beobachter davon aus, dass Peking schmerzhafte aber notwendige Reformen weiter aufschieben wird. Vor dem großen Parteikongress im Herbst, bei dem Chinas Präsident Xi Jinping seine Macht weiter ausbauen will und sich aller Voraussicht nach seine zweiten Amtszeit sichern wird, sollen schlechte Nachrichten nicht auf die Stimmung drücken.

Im vergangenen Jahr war Chinas Wirtschaft nur um 6,7 Prozent gewachsen - so langsam wie seit 26 Jahren nicht mehr. Für dieses Jahr hatte die Regierung ein Ziel von "rund 6,5 Prozent" oder wenn möglich auch mehr vorgegeben.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend deutlich. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 2,0 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Dienstag in Washington mit. Erwartet wurde lediglich ein Zuwachs von 0,2 Prozent. Allerdings wurde der Zuwachs im Vormonat von ursprünglich 0,7 Prozent auf 0,4 Prozent nach unten revidiert. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Oktober 5,48 Millionen Häuser verkauft. Erwartet wurden 5,40 Millionen Häuser. WASHINGTON - In den USA haben die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend deutlich zugelegt. (Wirtschaft, 21.11.2017 - 16:13) weiterlesen...

USA: Frühindikatoren steigen überraschend stark. Er habe um 1,2 Prozent zum Vormonat zugelegt, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet. WASHINGTON - In den USA ist der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im Oktober stärker als erwartet gestiegen. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 16:13) weiterlesen...

OECD warnt vor Verschärfung des Fachkräftemangels in Großbritannien. Obwohl es im Vereinigten Königreich einen starken Aufschwung mit einer rekordhohen Beschäftigung gebe, bleibe die Produktivität der britischen Arbeitnehmer nach wie vor schwach, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der OECD zur Lage auf dem britischen Arbeitsmarkt. Im Zuge des Brexits könnte sich der Mangel an Fachkräften in der britischen Wirtschaft weiter verstärken. PARIS - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in Großbritannien eine Verbesserung der beruflichen Ausbildung angemahnt. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 14:18) weiterlesen...

Japans Exporte laufen 2017 so gut wie seit 2008 nicht mehr. Im Oktober legten die Ausfuhren zum vierten Mal hintereinander zweistellig zu. Es war zudem der elfte Monat in Folge, in dem die Exporte stiegen. In den ersten zehn Monaten exportierte das Land nach Angaben der Regierung vom Montag Waren im Wert von 64 Billionen Yen (487 Mrd Euro) - dies ist der höchste Wert seit dem Jahr 2008, also vor der Finanzkrise. TOKIO - Der schwache Yen, der Smartphone-Boom und die deshalb rege Nachfrage nach Halbleiterprodukten sowie die stark gestiegenen Ausfuhren nach China halten Japans Exportwirtschaft weiter am Laufen. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 08:37) weiterlesen...

Deutschland: Erzeugerpreise steigen schwächer. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Montag lagen die Erzeugerpreise 2,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im September hatte die Jahresrate 3,1 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 0,3 Prozent. Analysten hatten mit der aktuellen Entwicklung gerechnet. WIESBADEN - In Deutschland sind die Preise auf Unternehmensebene im Oktober schwächer gestiegen als im Vormonat. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 08:02) weiterlesen...

Weniger Wohnungen in Deutschland genehmigt. Die Zahl der Baugenehmigungen sank um fast 20 000 oder 7,0 Prozent auf knapp 257 000, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. In knapp 226 000 Fällen ging es dabei um Neubauten (minus 4,8 Prozent). WIESBADEN - Trotz hoher Nachfrage in den Ballungsgebieten wurden in Deutschland in den ersten drei Quartalen deutlich weniger Wohnungen genehmigt als im gleichen Vorjahreszeitraum. (Wirtschaft, 17.11.2017 - 11:53) weiterlesen...