Japan, Deutschland

PARIS - Im Fahrlässigkeitsprozess gegen IWF-Chefin Christine Lagarde hat ein Schlüsselzeuge die Aussage vor Gericht verweigert.

14.12.2016 - 12:49:24

Früherer Büroleiter von Lagarde sagt nicht vor Gericht aus. Lagardes früherer Büroleiter im Pariser Finanz- und Wirtschaftsministerium, Stéphane Richard, kam am Mittwoch nicht zu seiner Zeugenvernehmung am Gerichtshof der Republik. Sein Anwalt begründete dies damit, dass gegen Richard wegen seiner Rolle in der Affäre um eine umstrittene Millionenzahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie ein eigenes Ermittlungsverfahren läuft.

"Er wollte kommen, aber ich habe ihm erklärt, dass das nicht möglich ist", sagte der Anwalt dem Sender BFMTV. Richard ist heute Chef des Telekommunikationskonzerns Orange.

Lagarde, die den Internationalen Währungsfonds (IWF) leitet, wird vorgeworfen, in ihrer Zeit als französische Ministerin durch fahrlässiges Handeln eine Veruntreuung öffentlicher Gelder ermöglicht zu haben. Sie gab 2007 grünes Licht für ein Schiedsverfahren, das dem Geschäftsmann Tapie mehr als 400 Millionen Euro Entschädigung zusprach - inzwischen ermittelt die Justiz unter anderem wegen Betrugs-Verdachts gegen mehrere Beteiligte, darunter Richard.

"Ich kann nur bedauern, dass Stéphane Richard nicht da ist", sagte Lagardes Anwalt Patrick Maisonneuve vor Journalisten. Dies sei aber das Risiko, wenn man einen Prozess ansetze, obwohl nebenher noch weitere Ermittlungsverfahren liefen. Lagarde hatte den Vorwurf der Nachlässigkeit zum Prozessauftakt am Montag zurückgewiesen. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu ein Jahr Haft und 15 000 Euro Strafe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Letztes Autowerk in Australien macht dicht - 'Markt zu klein'. Das Aus für die Autoindustrie "Down Under" war Experten zufolge ein Niedergang mit Ansage. Die Regierung zielt nun auf einen Strukturwandel. ADELAIDE - Nach 69 Jahren Autobau hat am Freitag das letzte Autowerk Australiens seine Pforten geschlossen. (Boerse, 20.10.2017 - 12:07) weiterlesen...

Razzia bei Kobe Steel wegen Fälschungsskandal. Wie japanische Medien am Freitag berichteten, durchsuchten Vertreter einer Kommission für die Einhaltung der Japanischen Industriestandards (JIS) Büroräume von Kobe Steel. Die Nummer drei der Branche hatte eingeräumt, dass Mitarbeiter bei Aluminium-, Kupfer- und Eisenpulverprodukten zur Verwendung in Autos, Zügen, Flugzeugen sowie militärischer Ausrüstung Inspektionsdaten etwa zur Materialstärke gefälscht hatten. TOKIO - Wegen eines Skandals um gefälschte Inspektionsdaten ist der japanische Stahlriese Kobe Steel Ziel einer Razzia geworden. (Boerse, 20.10.2017 - 11:08) weiterlesen...

Letzte Autofabrik in Australien schließt. Der zum General Motors-Konzern gehörende Autobauer Holden baut seine Autos künftig in anderen Ländern, unter anderem in Europa, wie die Firma am Freitag auf Twitter schrieb. Wie die australische Nachrichtenagentur AAP und lokale Medien berichteten, kommen sie künftig unter anderem aus Deutschland. Das letzte Auto, ein roter Viertürer mit Stufenheck, rollte am Freitag vom Band. Er soll in ein Museum kommen. GM verkauft die Holden-Modelle in anderen Ländern unter der Marke Chevrolet. ADELAIDE - Nach 69 Jahren Autobau schließt in der australischen Stadt Adelaide das letzte Autowerk des Landes. (Boerse, 20.10.2017 - 11:04) weiterlesen...

Aktien Asien: Nikkei baut Gewinnserie auf vierzehn Tage aus. An seinem vierzehnten positiven Handelstag in Folge stieg der Leitindex um 0,04 Prozent 21 457,64 Punkte. Tags zuvor hatte er es erstmals seit 1996 wieder über die Marke von 21 500 Punkten geschafft. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI - Der japanische Nikkei hat seine Gewinnserie am Freitag fortgesetzt - wenn auch nur noch hauchdünn. (Boerse, 20.10.2017 - 09:00) weiterlesen...

Aktien Asien: Nikkei-Rally erreicht 21 500 Punkte. Letztlich gewann der Leitindex am Donnerstag dann noch 0,40 Prozent auf 21 448,52 Punkte. TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI - Der japanische Nikkei hat an seinem dreizehnten Gewinntag in Serie erstmals seit 1996 wieder 21 500 Punkte erreicht. (Boerse, 19.10.2017 - 09:23) weiterlesen...

Japans Exporte legen weiter kräftig zu - allerdings nicht so stark wie erwartet. Im September legten die Ausfuhren zum dritten Mal in Folge zweistellig zu - allerdings war das Tempo nicht mehr so schnell wie im August und nicht ganz so hoch wie Experten erwartet hatten. TOKIO - Der schwache Yen und die hohe Nachfrage aus China halten Japans Exportwirtschaft weiter am Laufen. (Wirtschaft, 19.10.2017 - 06:21) weiterlesen...