Haushalt, Steuern

PARIS - Die hochentwickelten Länder kassieren so viele Steuern wie noch nie in den vergangenen fünf Jahrzehnten.

30.11.2016 - 18:24:24

Steuerquote in OECD-Ländern auf neuem Höchststand. Die Steuerquote stieg im vergangenen Jahr laut einer Statistik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf ein neues Rekordhoch. Im Durchschnitt erhob der Staat in 32 OECD-Ländern Steuern und Sozialabgaben in Höhe von 34,3 Prozent der Wirtschaftskraft. Das sei so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1965, teilte die OECD am Mittwoch mit.

Die Steuerquote in Deutschland liegt demnach etwas über dem OECD-Durchschnitt. Der Staat erhielt im vergangenen Jahr 36,9 Prozent der Wirtschaftskraft (plus 0,3 Prozentpunkte gegenüber 2014).

International hat sich die Steuerlast in den vergangenen Jahren verschoben, vor allem Arbeit und Konsum werden stärker besteuert. Einkommensteuer, Sozialabgaben und Verbrauchssteuern (wie die Mehrwertsteuer) lagen laut OECD 2014 bei 24,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dagegen liegt das Aufkommen an Unternehmenssteuern deutlich niedriger als vor der Finanzkrise: Während die Unternehmen 2007 noch Steuern in Höhe von 11,2 Prozent der Wirtschaftskraft zahlten, waren es 2014 nur noch 8,8 Prozent.

Am vergangenen Freitag hatte die europäische Statistikbehörde Eurostat bereits aktuelle Steuerquoten für die EU-Länder veröffentlicht. Diese weichen wegen einer unterschiedlichen Methodik von den OECD-Angaben ab - Deutschlands Quote liegt demnach etwa bei 40 Prozent der Wirtschaftsleistung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

IWF und G20 bekennen sich zu Globalisierung und Kampf gegen Armut. Mit Spannung wird ein Aufeinandertreffen von IWF-Chefin Christine Lagarde und US-Finanzminister Steven Mnuchin erwartet. Lagarde ist eine glühende Verfechterin einer wirtschaftlich vernetzten Welt, die aus ihrer Sicht Wohlstand auch für arme Länder bringt. Mnuchin ist ein Vertreter von Präsident Donald Trumps "America First"-Politik, mit der sich die weltgrößte Volkswirtschaft abzuschotten droht. WASHINGTON - Mit einem klaren Bekenntnis zur Fortsetzung der Globalisierung sowie zum Kampf gegen Armut und Ungleichheit geht am Samstag die Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds und Weltbank auf die Zielgerade. (Wirtschaft, 23.04.2017 - 16:08) weiterlesen...

US-Finanzminister fordert Deutschland zu Überschuss-Abbau auf. "Nach unserer Ansicht sind exzessiv hohe Exportüberschüsse, genauso wie Exportdefizite, nicht dienlich, um ein freies und faires Handelssystem zu unterstützen", heißt es in einem Statement Mnuchins, dass er am Samstag bei der Sitzung des Steuerungskomitees des Internationalen Währungsfonds einbrachte. WASHINGTON - US-Finanzminister Steven Mnuchin hat Deutschland bei der IWF-Frühjahrstagung in Washington mit deutlichen Worten zum Abbau seiner Exportüberschüsse aufgefordert. (Wirtschaft, 23.04.2017 - 16:07) weiterlesen...

Schäuble: Müssen Lücke zwischen reichen und armen Staaten schließen. "Wenn wir langfristige Stabilität und Sicherheit sicherstellen wollen, müssen wir die Vermögenslücke zwischen den reichen Ländern und den armen Ländern dieser Welt schließen", sagte Schäuble am Samstag in Washington. WASHINGTON - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor den Risiken einer wachsenden Kluft zwischen reichen und armen Staaten gewarnt. (Wirtschaft, 23.04.2017 - 16:07) weiterlesen...

Trump stellt Finanzregeln und Steuergesetze auf Prüfstand. Mit der Unterzeichnung von zwei Erlassen ordnete Trump am Freitag die Überprüfung von Teilen der Gesetzesreform Dodd-Frank an. Die Reform war unter Trumps Vorgänger Barack Obama beschlossen worden, um die USA besser vor Finanzkrisen zu schützen. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat weitere Schritte zum Regelabbau im Finanzsektor eingeleitet. (Wirtschaft, 21.04.2017 - 22:08) weiterlesen...

Trump stellt weitere Finanzregeln auf den Prüfstand. Mit der Unterzeichnung von zwei Erlassen bei einem Besuch im Finanzministerium will der US-Präsident am Freitag die Überprüfung von Teilen der Gesetzesreform Dodd-Frank anordnen. Das sagte Finanzminister Steven Mnuchin Reportern in Washington. Die Reform war unter Trumps Vorgänger Barack Obama beschlossen worden, um die USA besser vor Finanzkrisen zu schützen. WASHINGTON - Donald Trump leitet weitere Schritte zum Regelabbau im Finanzsektor ein. (Wirtschaft, 21.04.2017 - 18:45) weiterlesen...

IWF zurückhaltend bei neuen Griechenland-Zahlen. Die Zahlen seien nicht auf der gleichen Berechnungsbasis zustande gekommen, wie sie der Internationale Währungsfonds anwendet. Dennoch sei der geschätzte Primärüberschuss von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes sehr viel höher als noch vor wenigen Monaten für möglich gehalten. "Er liegt deutlich über dem, was alle vorhergesagt haben", sagte Thomsen. Der sogenannte Primärüberschuss blendet den - im Falle Athens immensen - Schuldendienst aus, um Fortschritte bei den laufenden Ausgaben und Einnahmen besser erkennen zu können. WASHINGTON - Der IWF-Europachef Poul Thomsen hat zurückhaltend auf den aus Athen gemeldeten hohen Primärüberschuss im griechischen Haushalt reagiert. (Wirtschaft, 21.04.2017 - 18:26) weiterlesen...