Indikatoren, Deutschland

NÜRNBERG - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will Flüchtlinge künftig mit einer engen Verzahnung von Sprachkursen, Betriebspraktika und berufsbegleitender Fortbildung schneller ins Arbeitsleben bringen.

24.10.2016 - 16:13:24

Bundesagentur setzt bei Flüchtlings-Integration auf frühe Job-Praxis. Die Jobcenter sollen dazu eng mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften zusammenarbeiten, teilte die Bundesagentur am Montag mit. Das Modell setzt darauf, die Flüchtlinge frühzeitig mit dem Berufsalltag in deutschen Betrieben vertraut zu machen.

In der Zeit, in der die von ihnen beschäftigten Ausländer an einer Fortbildung teilnehmen, könnten Arbeitgeber einen finanziellen Zuschuss von der Bundesagentur erhalten, betonte die Bundesagentur. Ziel sei es, "Geflüchtete und auch Geringqualifizierte dauerhaft und möglichst als Fachkräfte zu beschäftigen", erklärte BA-Vorstandsmitglied Detlef Scheele in einer Mitteilung.

Die Bundesagentur strebe dabei eine Schritt-für-Schritt-Integration der Flüchtlinge in vier Phasen an. In Phase 1 gehe es zunächst um die Erlernung der deutschen Sprache. An den Sprachkursen sollten auch gering qualifizierte Ausländer teilnehmen, die schon länger in Deutschland lebten. In Phase 2 solle der Sprachkurs mit erster Praxiserfahrung in einem Betrieb ergänzt werden.

Ziel der Phase 3 sei schließlich die Vermittlung der Betroffenen in einen sozialversicherungspflichtigen Job. Mit Einverständnis des Arbeitgebers solle aber in dieser Zeit berufsbegleitend die Qualifikation des Flüchtlings weiter verbessert werden. In Phase 4 gehe es schließlich darum, den Zuwanderer dauerhaft fit für den deutschen Arbeitsmarkt zu machen - entweder mit einer Teilqualifikation, einer Berufsausbildung oder einer betrieblichen Umschulung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

OECD: Konjunktur im Eurogebiet läuft besser als erwartet. Das Wachstum dürfte im laufenden Jahr 2,1 Prozent erreichen, das seien 0,3 Punkte mehr als noch im Juni angenommen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit. Für das kommende Jahr sagen die Experten ein Plus von 1,9 Prozent vorher, 0,1 Punkte mehr als noch vor drei Monaten. PARIS - Die Wirtschaft im Eurogebiet mit 19 Ländern läuft nach Einschätzung der OECD besser als erwartet. (Wirtschaft, 20.09.2017 - 11:20) weiterlesen...

Großbritannien: Umsätze im Einzelhandel legen stärker als erwartet zu. Die Umsätze seien im Monatsvergleich um 1,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch mit. Erwartet wurde lediglich ein Zuwachs um 0,2 Prozent. Im Vormonat waren die Umsätze um revidiert 0,6 (zuvor 0,3 Prozent) gestiegen. Der August-Anstieg war bereits der dritte in Folge. LONDON - Der britische Einzelhandel hat im August weiter Fahrt aufgenommen. (Boerse, 20.09.2017 - 10:49) weiterlesen...

Japans Exporte mit höchstem Wachstum seit fast vier Jahren. Im August stiegen die Ausfuhren nicht nur zum neunten Mal in Folge - das Wachstum von 18,1 Prozent war zudem das höchste seit November 2013. Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in Tokio mit. Experten hatten mit einem Anstieg der Exporte gerechnet, dabei aber ein Plus von rund 14 Prozent erwartet. TOKIO - Der schwache Yen und die hohe Nachfrage aus den USA halten Japans Exportwirtschaft weiter am Laufen. (Wirtschaft, 20.09.2017 - 06:11) weiterlesen...

Niederlande erwarten hohes Wirtschaftswachstum. Die Entwicklung der Wirtschaft und der Staatsfinanzen sei positiver als erwartet, stellte der amtierende Finanzminister Jeroen Dijsselbloem bei der Vorlage des Haushaltes in Den Haag fest. Den Haag will im kommenden Jahr vor allem in Gesundheit, Bildung sowie Sicherheit investieren. DEN HAAG - Die Niederlande erwarten ein starkes Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 2,5 Prozent 2018. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 16:45) weiterlesen...

USA: Leistungsbilanzdefizit höher als erwartet. Der Fehlbetrag habe 123,1 Milliarden US-Dollar betragen, teilte das amerikanische Handelsministerium am Dienstag in Washington mit. Das ist das größte Defizite seit Ende 2008. Bankvolkswirte hatten im Mittel nur ein Minus von 116,0 Milliarden Dollar erwartet. Das Defizit im ersten Quartal wurde allerdings von 116,8 auf 113,5 Milliarden Dollar nach unten korrigiert. WASHINGTON - Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal höher als erwartet ausgefallen. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 15:18) weiterlesen...

USA: Entwicklung in der US-Bauwirtschaft im August uneinheitlich. So sind die Baubeginne überraschend gefallen, während die Baugenehmigungen unerwartet zulegten. Dies geht aus Zahlen des Handelsministeriums vom Dienstag hervor. WASHINGTON - Die US-Bauwirtschaft hat sich im August uneinheitlich entwickelt. (Wirtschaft, 19.09.2017 - 15:08) weiterlesen...