Luftverkehr, Deutschland

Noch ist Frankfurt das wichtigste Drehkreuz für Fernflüge der Lufthansa.

13.06.2017 - 15:02:06

Nach Streit um Gebührenhöhe - Lufthansa verlegt fünf A380 von Frankfurt nach München. Auch wegen des Streits um hohe Passagiergebühren nutzt die Airline aber ihr zweites Zentrum in München immer stärker.

Frankfurt/München - Die Lufthansa verlegt fünf ihrer größten Flugzeuge von Frankfurt nach München. Die Maschinen vom Typ Airbus A380 sollen ab Ende März 2018 aus der bayerischen Landeshauptstadt nach Los Angeles, Hongkong und Peking starten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Konzern setzt damit seine Ankündigung um, internationale Umsteigerverkehre von Frankfurt auf seine anderen Drehkreuze München, Wien und Zürich umzuleiten. Hintergrund ist unter anderem ein Streit mit dem Frankfurter Betreiber Fraport über die aus Lufthansa-Sicht zu hohen Passagiergebühren am größten deutschen Flughafen. Die übrigen neun A380 will Lufthansa weiterhin in Frankfurt betreiben.

Die Riesen-Jets mit einer Kapazität von 509 Plätzen ersetzen kleinere Maschinen vom Typ Airbus A340-600, in der in der Lufthansa-Konfiguration 297 Passagiere Platz finden. Die Kapazität des in München angebotenen Fernverkehrs steige damit um 17 Prozent, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Die A340-Jets werden nach Frankfurt verlegt.

«Wir bedauern die Entscheidung der Lufthansa und halten sie für falsch», sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Die künftig eingesetzten A340 seien älter, kleiner und in Summe lauter als die A380. Es sei schon seit mehreren Jahren zu beobachten, dass Lufthansa Fernverbindungen auf ihre anderen Drehkreuze verlagere. Hier gehe es allerdings ausschließlich um Interkontinentalflüge, die mit den jüngsten Auseinandersetzungen um Gebührenrabatte für neue Anbieter nichts zu tun hätten. Die Entscheidung belege auch, dass sich Fraport für andere Anbieter öffnen müsse.

Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister verwies auf verbesserte interne Prozesse. «Das bedeutet, dass wir jetzt auch unsere Flugzeuge viel flexibler an unseren Standorten einsetzen können.» Die Fluggesellschaft will möglichst schnell in München Flugbegleiter und Piloten stationieren, die auf der A380 als größtem Passagierflugzeug der Welt zugelassen sind. In einer Übergangszeit würden Crews aus Frankfurt eingesetzt, erklärte ein Sprecher. Bis auf weiteres müssten die A380 zudem am Main gewartet werden, weil in München dazu die Infrastruktur fehlt.

Zusätzliche Verbindungen von München soll es nach Chicago und Singapur geben, wie Lufthansa weiterhin über den Kurznachrichtendienst Twitter ankündigte. In Frankfurt steht ab dem kommenden Frühjahr das kalifornische San Diego neu auf dem Lufthansa-Flugplan.

Im hessischen Landtag griff die oppositionelle SPD die schwarz-grüne Regierung an, die für den «massiven Arbeitsplatzabbau» in Frankfurt verantwortlich sei. Wirtschaftsminister Tarek al-Wazir habe eine Gebührenordnung genehmigt, die Ryanair hohe Rabatte einräumt und von Lufthansa wegen der Wettbewerbsverzerrung nur als Provokation verstanden werden konnte.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Lösung bis Jahresende nötig - Bieterfrist für Airline Niki gesetzt. Interessenten gibt es einige, sagt der Insolvenzverwalter. Er setzt eine Frist für Angebote. Auch unabhängig davon drängt die Zeit. Nach der gescheiterten Übernahme durch die Lufthansa soll schnell ein Käufer für die Airline Niki gefunden werden. (Wirtschaft, 18.12.2017 - 17:40) weiterlesen...

Streiks drohen - Piloten-Gewerkschaft verhandelt mit Ryanair Frankfurt/Main - Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wird an diesem Mittwoch erstmals mit Vertretern von Ryanair über die Arbeitsbedingungen der deutschen Piloten beim irischen Billigflieger sprechen. (Wirtschaft, 18.12.2017 - 16:20) weiterlesen...

Schnee am Montag - Flugreisende müssen mit Ausfällen rechnen. Vor allem am Montagvormittag könne es zu Flugausfällen und Verspätungen kommen. Das teilte Flughafenbetreiber Fraport mit. Fluggäste sollten deshalb vorab den Flugstatus auf den Internetseiten ihrer Fluggesellschaften prüfen und vom Online-Check-in am Vorabend Gebrauch machen. Frankfurt/Main - Angesichts der erwarteten Schneefälle müssen sich Reisende am Frankfurter Flughafen zu Wochenbeginn auf Behinderungen einstellen. (Politik, 17.12.2017 - 20:46) weiterlesen...

Verbraucherzentralen - Mehr Beschwerden über teure Inlandsflüge. Derzeit sei «eine deutliche Steigerung der Beschwerden über Ticketpreise» zu verzeichnen. Berlin - Die Verbraucherzentralen spüren wachsenden Kundenärger über starke Preissprünge bei Inlandsflügen nach der Pleite von Air Berlin. (Wirtschaft, 17.12.2017 - 11:10) weiterlesen...

Verbraucherzentralen: Mehr Kundenärger über teure Inlandsflüge. Derzeit sei «eine deutliche Steigerung der Beschwerden über Ticketpreise» zu verzeichnen, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der dpa. Er begrüßte, dass das Bundeskartellamt mit seinen Möglichkeiten, in Unterlagen einzusehen, die Preisgestaltung beim Branchenprimus Lufthansa überprüfe. Der Konzern betont, die Preisstruktur nicht verändert zu haben. Höhere Durchschnittspreise entstünden durch größere Nachfrage. Berlin - Die Verbraucherzentralen spüren wachsenden Kundenärger über starke Preissprünge bei Inlandsflügen nach der Pleite von Air Berlin. (Politik, 17.12.2017 - 05:58) weiterlesen...

Niki Lauda sieht kaum mehr Chancen auf Niki-Übernahme. Schuld daran ist seinen Aussagen zufolge die Lufthansa, die sich die noch verbliebenen Niki-Flieger zu eigen gemacht habe. «Die Lufthansa hat sich heimlich fast die gesamte Flotte geholt», sagte der 68-Jährige der Tageszeitung «Kurier». Ersatzmaschinen seien demnach in kurzer Zeit am Markt nicht zu erhalten. So würde die Fluglinie auch Start- und Landerechte an Airports verlieren und praktisch wertlos werden. Wien - Der ehemalige Rennfahrer und Unternehmer Niki Lauda sieht seine Chancen auf die Übernahme der insolventen und vom ihm gegründeten Fluglinie Niki schwinden. (Politik, 16.12.2017 - 19:46) weiterlesen...