Regierungen, USA

NEW YORK - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht Mexikos Kreditwürdigkeit angesichts einer gesunkenen Wahrscheinlichkeit eines Handelskonflikts mit den USA und einer stabilen Entwicklung der Staatsfinanzen nicht mehr in Gefahr.

19.07.2017 - 12:09:25

RATING/Trump-Sorgen verflogen: S&P sieht Mexikos Rating nicht mehr in Gefahr. Der Ausblick für das langfristige Rating sei von negativ auf stabil angehoben worden, teilte S&P am Mittwoch mit. Die Bonitätseinschätzung selbst bleibe unverändert bei "BBB+" und damit im sogenannten Investmentbereich. Dies besagt, dass Mexiko nach wie vor als geeigneter Schuldner für eine sichere Geldanlage gilt.

Das Risiko einer steigenden Staatsverschuldung über die kommenden zwei Jahre sei zuletzt gesunken, so die Begründung zum geänderten Ausblick. Auf jüngste Schocks wie die deutliche Abwertung des mexikanischen Peso Ende 2016 habe die Regierung prompt reagiert. Positiv hoben die Analysten zudem hervor, dass Mexiko die Benzinpreise trotz Protesten wieder stärker an den Weltmarkt angepasst hat. Dies entlastet die Staatskasse, weil weniger Subventionen nötig sind, um den Spritpreis künstlich niedrig zu halten.

Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten im vergangenen November hatte Sorgen um Mexikos Zukunft entfacht und an den Finanzmärkten den Peso stark unter Druck gesetzt. Trump hatte angekündigt, das nordamerikanische Handelsabkommen Nafta aufzukündigen und Importe aus Mexiko mit hohen Strafzöllen zu belegen. Wenige Wochen vor der US-Wahl hatte S&P den Ausblick für das Mexiko-Rating auf negativ gesenkt und dabei unter anderem auf eine mögliche Abwertung des Peso verwiesen.

Inzwischen ist aber von einem Aus für Nafta nicht mehr die Rede. Stattdessen geht es um eine Überarbeitung. Man gehe inzwischen davon aus, dass sich die USA, Kanada und Mexiko auf ein neues Handelsabkommen einigen werden, das den bisherigen Austausch weitgehend erhalten werde, heißt es von S&P. Die Verhandlungen könnten demnach noch bis in das kommende Jahr hinein andauern. Der mexikanische Peso hat sich inzwischen sogar weit über das Niveau vor den US-Wahlen hinaus erholt und ist so stark wie seit über einem Jahr nicht mehr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

'Spiegel': Anträge für Jodtabletten in Region Aachen verdoppelt. Die Zahl habe sich seit vergangener Woche mehr als verdoppelt, berichtet das Nachrichtenmagazin. Anfang der Woche hatte der Betreiber mitgeteilt, dass ein Meiler in dem umstrittenen belgischen Kernkraftwerk Tihange länger abgeschaltet bleibt als ursprünglich geplant. AACHEN - In der Region Aachen haben laut "Spiegel" inzwischen mehr als 75 000 besorgte Bürger vorsorglich Jodtabletten für den atomaren Ernstfall beantragt. (Boerse, 23.09.2017 - 12:42) weiterlesen...

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister kritisiert dänische Maut-Überlegungen. "Ich würde Dänemark raten, das offene skandinavische Land zu bleiben, das es bisher war - mit offenen Grenzen und ohne Maut", sagte der Kieler Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) dem schleswig-holsteinischen Zeitungsverlag SHZ (Samstag). KIEL - Die dänischen Überlegungen zur Einführung einer Pkw-Maut stoßen im benachbarten Schleswig-Holstein auf Kritik. (Boerse, 23.09.2017 - 12:40) weiterlesen...

China meldet Erdbeben bei Atomtestgelände in Nordkorea. Die Behörden in Südkorea gehen allerdings von einer natürlichen Ursache aus, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag berichtete. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. PEKING/SEOUL - Nahe dem nordkoreanischen Atomtestgelände hat sich nach chinesischen Angaben ein Erdbeben der Stärke 3,4 ereignet. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 12:39) weiterlesen...

Gabriel: Merkel und Schäuble machen Verteidigungspolitik nach Trumps Vorbild. "Merkel und Schäuble machen Politik nach dem Vorbild Trumps", sagte Gabriel der "Huffington Post". Er bezog sich dabei auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. BERLIN - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) eine Politik der Aufrüstung vorgeworfen. (Boerse, 23.09.2017 - 12:01) weiterlesen...

Iran zeigt mit neuer Mittelstreckenrakete Muskeln. Die Rakete des neuen Typs Choramschahr kann nach iranischen Medienangaben mehrere Sprengköpfe tragen und damit mehrere Ziele gleichzeitig angreifen. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte am Samstag auch ein Video von dem Test, der erfolgreich verlaufen sein soll. TEHERAN - Ungeachtet amerikanischer Drohungen hat der Iran nach eigenen Angaben eine Mittelstreckenrakete mit 2000 Kilometern Reichweite getestet. (Wirtschaft, 23.09.2017 - 12:00) weiterlesen...

Presse: Air-Berlin-Verkauf soll bis zu 350 Millionen bringen. Wie die "Bild"-Zeitung und die Berliner "B.Z." am Samstag berichteten, geht der Gläubigerausschuss von Gesamteinnahmen zwischen 250 und 350 Millionen Euro aus. Damit solle der Kredit zurückgezahlt werden, den die Bundesregierung bereitgestellt hatte, um Air Berlin während der Verkaufsverhandlungen in der Luft zu halten. BERLIN - Der Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bringt wohl genug Geld in die Kasse, um den staatlichen Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro zurückzuzahlen. (Boerse, 23.09.2017 - 11:59) weiterlesen...