Deutschland

Nach dem ereignisreichen Vortag hat sich der Dax wieder ins Plus gearbeitet.

18.01.2017 - 10:34:24

Börse Frankfurt - Dax hält sich knapp im Plus. Groß sind die Sprünge aber nicht, der wieder stärkere Euro belastet.

Frankfurt/Main - Der Dax hat sich nach dem schwankungsreichen Vortag wieder in die Gewinnzone vorgearbeitet. Allzu große Sprünge nach oben verhinderte aber der wieder stärkere Euro, der Exporte von Unternehmen in Länder außerhalb der Europäischen Union erschweren kann.

Im frühen Handel rückte der deutsche Leitindex um 0,15 Prozent auf 11 556,84 Punkte vor. Tags zuvor war das Börsenbarometer vor der Grundsatzrede der britischen Premierministerin Theresa May zum Brexit zunächst bis auf 11 425 Punkte eingeknickt, bevor es sich erholte und nur leicht im Minus schloss.

May hatte positiv überrascht und auch das zuletzt schwer angeschlagene britische Pfund um bis zu 3 Prozent nach oben getrieben. May habe in Aussicht gestellt, dass sie sich um ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union bemühen werde, schrieb Analyst Jan Bottermann von der Essener National-Bank. Das habe die Investoren ein wenig beruhigt.

Für den MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, ging es derweil am Mittwoch um 0,13 Prozent auf 22 506,69 Zähler nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax legte um 0,10 Prozent auf 1837,82 Punkte zu. Weitere Unterstützung erhielt der deutsche Aktienmarkt vom überwiegend freundlichen Handel in Asien.

Unter den Einzelwerten büßten die Aktien der Lufthansa einen Teil ihre deutlichen Vortagesgewinne wieder ein und fielen um 0,64 Prozent. Börsianer verwiesen auf Geschäftszahlen und Aussagen des Branchenkollegen United Continental.

Zudem bewegten Analystenkommentare die Kurse. So stiegen die Aktien von Eon an der Dax-Spitze um rund 1,5 Prozent und notieren damit wieder auf dem Niveau von September letzten Jahres. Die britische Bank Barclays hatte sich positiv zu den Papieren des Versorgers geäußert.

Schlusslicht im SDax der gering kapitalisierten Werte waren die Aktien von SAF Holland mit einem Minus von rund 4,5 Prozent. Der Lkw-Zulieferer hatte am Vorabend angekündigt, wegen der fortgesetzt schwachen Entwicklung der nordamerikanischen Truck- und Trailermärkte Produktionsstandorte in den USA zusammenlegen zu wollen.

@ dpa.de

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