Indikatoren, Deutschland

MÜNCHEN - In Deutschland kommt der Aufschwung stärker in Fahrt und immer mehr Konjunkturexperten erhöhen ihre Wachstumsprognosen.

20.06.2017 - 11:44:25

Konjunktur in Deutschland gewinnt Stärke - Ifo-Institut erhöht Prognose. Am Dienstag hat auch das Ifo-Institut die Konjunkturerwartungen spürbar nach oben geschraubt. In diesem Jahr erwarten die Ifo-Forscher ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, nachdem sie zuvor nur mit 1,5 Prozent gerechnet hatten. Für 2018 erhöhte das Institut die Prognose auf 2,0 Prozent, nach zuvor 1,7 Prozent.

"Der Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr 2013 befindet, gewinnt an Stärke und Breite", hieß es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Als Wachstumstreiber sehen die Forscher die lebhafte Konsumnachfrage der privaten Haushalte und die rege Bautätigkeit. Ein zunehmender Beitrag am robusten Aufschwung komme aber auch von der Exportwirtschaft, die von besseren Konjunkturaussichten in der Eurozone profitiere. Außerdem werde der Export durch eine anziehende Weltwirtschaft gestützt.

Im "Windschatten" der starken Konjunktur rechnen die Ifo-Ökonomen auch mit einer weiter dynamischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Demnach dürfte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2017 stärker zulegen als im Jahr zuvor.

In der zuletzt enttäuschenden Entwicklung in der Industrie sehen die Ifo-Experten kein Problem. Wegen der vergleichsweise starken Exportwirtschaft dürften auch die bisher etwas schleppende Industriekonjunktur und die ebenfalls enttäuschenden Unternehmensinvestitionen anziehen, hieß es.

Mit ihrer Prognose folgen die Ifo-Ökonomen Einschätzungen aus anderen führenden Forschungsinstituten. Zuvor hatte bereits das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI seine Wachstumsprognose 2017 angehoben, auf 1,6 Prozent nach zuvor 1,3 Prozent. Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hatten in ihrer Prognose sogar vor einer konjunkturelle Überhitzung gewarnt. Sie rechnen mit der stärksten gesamtwirtschaftliche Überauslastung seit dem Boom-Jahr 2007.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die deutsche Wirtschaft auf einem robusten Wachstumskurs. Die OECD-Ökonomen hatten zuletzt für dieses Jahr ein Plus von 1,7 Prozent und von 2,0 Prozent im kommenden Jahr erwartet. Sie waren damit optimistischer eingestellt als die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Ifo-Geschäftsklima steigt erneut auf Rekordhoch (Wirtschaft, 24.11.2017 - 10:55) weiterlesen...

Ifo-Geschäftsklima steigt erneut auf Rekordhoch. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Frühindikator, stieg im November auf ein neues Rekordhoch. Das Klima erhöhte sich um 0,7 Punkte auf 117,5 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Damit wurde der jüngste Rekord vom Vormonat übertroffen. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einer Stagnation gerechnet. MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen scheint derzeit keine Grenzen zu kennen. (Wirtschaft, 24.11.2017 - 10:31) weiterlesen...

Deutschland: Ifo-Geschäftsklima steigt erneut auf Rekordhoch. Das Geschäftsklima erhöhte sich um 0,7 Punkte auf 117,5 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag mitteilte. Damit wurde der jüngste Rekord vom Vormonat übertroffen. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einer Stagnation gerechnet. Die Erwartung für das kommende halbe Jahr verbesserten sich deutlich, die Bewertung der aktuellen Lage verschlechterte sich jedoch. MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen ist im November abermals auf ein Rekordhoch gestiegen. (Wirtschaft, 24.11.2017 - 10:09) weiterlesen...

Immobilienboom treibt Neugeschäft am Bau auf Hoch seit 1999. Im September verzeichnete die Branche das stärkste Neugeschäft seit 18 Jahren, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. WIESBADEN - Die niedrigen Zinsen und die starke Nachfrage nach Immobilien bescheren dem Bauhauptgewerbe Rekorde. (Boerse, 24.11.2017 - 09:49) weiterlesen...

Belgien: Geschäftsklima hellt sich überraschend stark auf. Der Indikator sei zum Vormonat von 0,5 Punkte auf 1,6 Punkte gestiegen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Donnerstag in Brüssel mit. Das ist der höchste Wert seit April 2011. Volkswirte hatten nur eine Aufhellung auf 0,8 Punkte erwartet. BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im November überraschend stark verbessert. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 15:17) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP: Deutsche Wirtschaft unter Volldampf - 'Erfolgsstory geht weiter'. Nach einem starken dritten Quartal steuert Europas größte Volkswirtschaft 2017 auf das höchste Wachstum seit sechs Jahren zu - ungeachtet der politischen Turbulenzen in Berlin. Angetrieben vom Exportboom und von steigenden Investitionen vieler Unternehmen stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. WIESBADEN/FRANKFURT - Die deutsche Wirtschaft geht mit Tempo in den Jahresendspurt. (Wirtschaft, 23.11.2017 - 14:45) weiterlesen...