vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

München - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.

29.08.2017 - 17:51:27

Zur Forderung von Bundesfamilienministerin Barley nach einer familienfreundlicheren Unternehmenskultur - vbw: Familienfreundlichkeit für Unternehmen selbstverständlich. V. weist die Aussage von Bundesfamilienministerin Katarina Barley zurück, wonach in Unternehmen Defizite bei der Familienfreundlichkeit herrschten.

München - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. weist die Aussage von Bundesfamilienministerin Katarina Barley zurück, wonach in Unternehmen Defizite bei der Familienfreundlichkeit herrschten. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt stellt klar: "Der jüngsten Befragung ihres eigenen Ministeriums zufolge bezeichnen 84 Prozent der Unternehmen und 68 Prozent der Beschäftigten in Deutschland ihren Betrieb als familienfreundlich. Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache und bestätigen das Ergebnis des 'Unternehmensmonitors Familienfreundlichkeit 2016'." Dort hatten über 60 Prozent der Beschäftigten bestätigt, dass Familienfreundlichkeit eine Selbstverständlichkeit in ihrem Unternehmen darstellt.

Die vbw betont, dass die Unternehmen in Bayern bei der Familienfreundlichkeit besonders gut dastehen. "Das liegt auch an zahlreichen Initiativen unserer Unternehmen. Die Angebote reichen von vielfältigen Arbeitszeitmodellen über betriebliche Kinderbetreuung bis hin zu Beratungsmöglichkeiten über die praktische Umsetzung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf", erklärt Brossardt. "Individuelle, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer abgestimmte Angebote ermöglichen schon heute passgenaue Lösungen. Starre und teure gesetzliche Pauschallösungen wie die zuletzt diskutierte 'Familienarbeitszeit' belasten hingegen vor allem kleine Firmen und erschweren deren Personalplanung."

Statt Vorgaben für Arbeitszeitmodelle fordert Brossardt mehr staatliche Anstrengungen bei der Betreuungsinfrastruktur: "Damit Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbart werden können, braucht es einen weiteren Ausbau der staatlichen Betreuungsangebote für Kinder, Jugendliche und pflegebedürftige Angehörige. Dabei müssen auch die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen lebensnah gestaltet werden. Solche Maßnahmen helfen Familien dauerhaft mehr als z.B. eine Reduzierung der Arbeitszeit um einige Wochenstunden."

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