Regierungen, Großbritannien

Mindestens 19 Tote bei Explosion auf Popkonzert in Manchester

23.05.2017 - 04:00:25

MANCHESTER - Bei einer Explosion auf einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande sind im britischen Manchester am Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere verletzt worden. Das teilte die Polizei am frühen Dienstagmorgen mit. Der Vorfall werde vorerst wie ein Terrorfall behandelt. Dies gelte, bis andere Erkenntnisse vorlägen. Der Sender BBC berichtete, Experten zur Terrorbekämpfung hätten bereits Kontakt mit dem Innenministerium in London aufgenommen. Auch Sprengstoffspezialisten waren im Einsatz.

In der betroffenen Manchester Arena, einer Multifunktionshalle, hatte die US-Schauspielerin und Sängerin ein Konzert gegeben. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 MESZ). Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt.

EXPLOSION IM FOYER

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion im Foyer, wie der Sender BBC berichtete. Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle. Die Ursache war zunächst unklar. Die Spekulationen darüber reichten von einem Terroranschlag bis hin zu geplatzten riesigen Gasballons.

Die Polizei forderte die Menschen via Kurznachrichtendienst Twitter auf, sich aus der Gegend um die Manchester Arena fernzuhalten. Krankenwagen rasten zur Halle. Hubschrauber kreisten über dem Areal. Notfalldienste und Feuerwehr baten die Bevölkerung über Twitter, sie wegen des Einsatzes nur bei lebensbedrohlichen Angelegenheiten zu kontaktieren.

DRAMATISCHE SZENEN

In der Konzerthalle, die bis zu 21 000 Besuchern Platz bietet, spielten sich nach der Explosion dramatische Szenen ab. "Der Knall hallte durch das Foyer der Arena und die Leute fingen an zu laufen", berichtete ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester das Popkonzert besucht hatte. "Ich sah, wie die Leute schreiend in eine Richtung rannten und sich plötzlich viele umdrehten und wieder in die andere Richtung liefen", sagte der Jugendliche dem Nachrichtensender Sky News.

Andere Augenzeugen berichteten von Menschen, die blutüberströmt auf dem Boden lagen. Auf Bildern waren Konzertbesucher mit Beinverletzungen zu sehen. Menschen flohen in Panik und mit Tränen in den Augen aus der Halle, wie Augenzeugen in britischen Medien berichteten. Das Konzert der angesagten Sängerin hatten besonders viele Kinder und Jugendliche besucht. Anwohner boten den Betroffenen Unterschlupf an.

LABOUR-CHEF JEREMY CORBYN BESTÜRZT

"Zuerst dachten wir, dass einer der riesigen Gasballons auf dem Konzert geplatzt sei. Aber als wir draußen waren, sahen wir, dass es etwas Ernsteres gewesen sein muss", zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine Besucherin.

Eine Konzertbesucherin berichtete der BBC, sie sei von Polizisten aufgefordert worden wegzurennen, nachdem sie die Halle verlassen habe. Per Alarmaufruf sei das Publikum aufgefordert worden, Ruhe zu bewahren, aber so schnell wie möglich hinauszukommen.

Labour-Chef Jeremy Corbyn zeigte sich bestürzt. Auf Twitter schrieb er: "Furchtbarer Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Weltweit Millionen junge Arbeitslose - Drang zur Migration riesig. Das entspricht einer Quote von 13,1 Prozent, etwa so hoch wie im vergangenen Jahr, wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) am Montag in Genf mitteilte. Am höchsten sei die Quote in arabischen Ländern mit 30 Prozent. Bis 2030 drängten zusätzlich 25,6 Millionen Menschen zwischen 15 und 29 auf den Arbeitsmarkt - und das fast ausschließlich in Afrika. Wenn die heimischen Arbeitsmärkte keine Chancen böten, versuchten es viele im Ausland. GENF - Weltweit sind nach einer neuen UN-Analyse 70,9 Millionen junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. (Wirtschaft, 20.11.2017 - 23:02) weiterlesen...

Kreise: Kartellwächter wollen Time-Warner-Kauf durch AT&T mit Klage verhindern. Das US-Justizministerium werde wegen kartellrechtlicher Bedenken Klage einreichen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Zuvor hatte die Behörde eine "bedeutende kartellrechtliche Bekanntmachung" angekündigt, ohne ins Detail zu gehen. NEW YORK - Die milliardenschwere Übernahme des US-Medienkonzerns Time Warner durch den Mobilfunkriesen AT&T droht Kreisen zufolge in heftige Turbulenzen zu geraten. (Boerse, 20.11.2017 - 21:47) weiterlesen...

'Glücklich und stolz': Macron begrüßt EU-Beschluss für Paris. "Glücklich und stolz für unser Land", teilte der Staatschef am Montagabend via Twitter mit. Es handele sich um die "Anerkennung der Attraktivität und des europäischen Engagements Frankreichs". Die EU hatte zuvor entschieden, dass die europäischen Bankenaufsichtsbehörde wegen des Brexits von London aus in die französische Hauptstadt umziehen wird. PARIS - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den EU-Beschluss für Paris als neuen Standort der europäischen Bankenaufsicht euphorisch begrüßt. (Boerse, 20.11.2017 - 20:27) weiterlesen...

Landesregierung bedauert Entscheidung zur EU-Bankenaufsicht. "Die Bundesregierung hat mit Frankfurt eine sehr gute Bewerbung abgegeben, die wir gern und nach Kräften unterstützt haben. Nun gratulieren wir Paris, das den Zuschlag erhalten hat. Der Finanzplatz Frankfurt wird auch ohne EBA nach dem Brexit der bedeutendste Finanzplatz auf dem europäischen Kontinent sein", sagten die beiden Politiker laut einer Mitteilung der hessischen Landesregierung in Wiesbaden am Montagabend. BRÜSSEL/WIESBADEN - Mit Bedauern haben Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne) auf die Entscheidung gegen Frankfurt als neuen Sitz der EU-Bankenaufsicht EBA reagiert. (Boerse, 20.11.2017 - 20:26) weiterlesen...

Auch Frankfurt scheitert bei Vergabe von EU-Behörden. Nach der Kandidatur von Bonn für die Arzneimittelagentur EMA fiel auch die von Frankfurt am Main für den Standort der Bankenaufsicht EBA durch, wie Diplomaten am Montagabend nach der ersten Runde einer geheimen Wahl berichteten. BRÜSSEL - Deutschland ist mit seinen Bewerbungen um den Sitz einer weiteren EU-Behörde gescheitert. (Boerse, 20.11.2017 - 20:21) weiterlesen...

KORREKTUR: Auch Frankfurt scheitert bei Vergabe von EU-Behörden (Im 1. (Boerse, 20.11.2017 - 20:05) weiterlesen...