Indikatoren, Deutschland

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Juni überraschend eingetrübt.

13.06.2017 - 17:13:38

Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen trüben sich überraschend ein. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 2,0 Punkte auf 18,6 Punkte, wie das ZEW am Dienstag in Mannheim mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Anstieg auf 21,7 Punkte erwartet. Der Vormonatswert von 20,6 Punkten war der höchste seit August 2015.

am Dienstag mit.

Die OECD - und das Rätsel der Zahlen

BERLIN - OECD-Generalsekretär Ángel Gurría zeigte sich alarmiert. Der Anteil der Jobs für mittelqualifizierte Arbeitskräfte sei zwischen 1995 und 2015 um 9,5 Prozentpunkte gefallen, sagte er am Dienstag bei einer Konferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Berlin. Doch im 187 Seiten starken OECD-Beschäftigungsausblick 2017, auf den sich Gurría bezieht, steht auf Seite 10: "Im OECD-Raum fiel der Anteil der Arbeitsplätze für Arbeitskräfte mit mittlerer Qualifikation zwischen 1995 und 2015 um 7,6 Prozentpunkte."

Schäuble rechnet mit Einigung zu Griechenland-Hilfen

BERLIN - Bundesfinanzminister Wolfgnag Schäuble (CDU) rechnet mit einem Kompromiss der Euro-Gruppe und des Internationalen Währungsfonds (IWF) über weitere Hilfen für Griechenland. Mit Blick auf das Treffen der Euro-Finanzminister diese Woche in Luxemburg sagte Schäuble: "Am Donnerstag kriegen wir es auch hin. Sie werden das sehen." Nähere Angaben machte er am Dienstag in Berlin nicht. An dem Treffen der Euro-Gruppe soll auch IWF-Chefin Christine Lagarde teilnehmen.

Noch kein Termin für Start der Brexit-Verhandlungen

BERLIN - Die Europäische Union und Großbritannien haben bei ersten Vorgesprächen in Brüssel noch kein Datum für den Beginn der Brexit-Verhandlungen festgelegt. Dies bestätigten EU-Diplomaten am Dienstag. Eigentlich sollte ab dem 19. Juni über die Bedingungen des britischen EU-Austritts geredet werden, doch der Termin wackelt wegen der schwierigen Regierungsbildung in London.

Frankreichs Regierung befürchtet höheres Defizit

PARIS - Frankreichs neue Regierung befürchtet für das laufende Jahr ein ausuferndes Staatsdefizit. Das Risiko sei "äußerst hoch", dass die von der Vorgängerregierung veranschlagten 2,8 Prozent überschritten würden. Das sagte der konservative Regierungschef Edouard Philippe am Dienstag dem Radio-Nachrichtensender Franceinfo. "Bevor ich Premierminister wurde, hatte ich Zweifel. Jetzt bin ich Premierminister, (und) ich habe noch ernstere Zweifel." Der Rechnungshof werde am 1. Juli darüber berichten, ob die Budgetpolitik auf dem richtigen Kurs sei. Philippe amtiert seit Mitte Mai.

RWI hebt Prognose für das Wirtschaftswachstum 2017 an

ESSEN - Das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,6 Prozent angehoben. Im März hatten die Forscher den erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) noch mit 1,3 Prozent beziffert. Die günstige Entwicklung der Exporte und der Inlandsnachfrage seien die treibenden Kräfte des Wirtschaftswachstums in Deutschland, teilte das Essener Institut am Dienstag mit. Dabei expandierten derzeit vor allem die privaten Konsumausgaben und Wohnungsbauinvestitionen.

OECD: Immer weniger Jobs für Menschen mit mittlerer Qualifikation

BERLIN - Immer weniger Menschen in den OECD-Staaten arbeiten in Jobs für Mittelqualifizierte und mit mittlerem Lohn. Der Anteil der Jobs für Arbeitskräfte mit mittlerer Qualifikation fiel zwischen 1995 und 2015 um knapp acht Prozentpunkte. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die an diesem Dienstag in Berlin präsentiert werden soll.

Spanien: Inflation schwächt sich spürbar ab

MADRID - Die Inflation in Spanien hat sich im Mai deutlich abgeschwächt. Nach Zahlen des Statistikamts INE vom Dienstag lagen die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) 2,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Damit bestätigte INE vorläufige Daten. Im April hatte die Teuerung 2,6 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stagnierten die Verbraucherpreise im Mai.

IPO: Irland hofft bei Börsengang von Ex-Krisenbank AIB auf 3,8 Milliarden Euro

DUBLIN - Der irische Staat will durch den Börsengang der einstigen Krisenbank AIB einen Teil der Steuergelder zurückbekommen, die in die Rettung des Instituts geflossen waren. Das Finanzministerium erhofft sich Einnahmen von zunächst bis zu 3,8 Milliarden Euro, wie es am Montagabend in Dublin mitteilte. Die Rückkehr der Bank aufs Börsenparkett ist um den 23. Juni herum geplant.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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