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LONDON - Einen Tag vor Beginn der Brexit-Verhandlungen in Brüssel hat Schatzkanzler Philip Hammond vor einer Vereinbarung gewarnt, der die britische Wirtschaft "zerstören" könne.

18.06.2017 - 14:40:26

Schatzkanzler: Großbritannien verlässt Binnenmarkt und Zollunion. Großbritannien werde sowohl den EU-Binnenmarkt als auch die Zollunion verlassen, sagte Hammond im BBC-Fernsehen. Unklar sei aber noch, wodurch die Zollunion ersetzt werden könne, um den reibungslosen Grenzverkehr zwischen der Republik Irland und der britischen Region Nordirland nicht zu gefährden.

All das müsse aber schrittweise entschieden werden, sagte der Schatzkanzler. Es sei auch möglich, zunächst eine temporäre Lösung für einige Jahre zu finden und zu einem späteren Zeitpunkt eine neuen Status quo festzulegen.

Zwar sein keine Vereinbarung ein "sehr, sehr schlechtes Ergebnis", aber noch schlimmer wäre eine Vereinbarung, die die "Lebenssäfte aus unserer Wirtschaft" zöge, sagte Hammond. Damit bekräftigte der Schatzkanzler das Mantra von Premierministerin Theresa May, die im Wahlkampf wiederholt gesagt hatte: "Kein Deal ist besser als ein schlechter."

Hammonds Einschätzung widerspricht der Position der Labour-Partei. Der Labour-Sprecher für den Brexit, Keir Starmer, hatte zuvor gesagt, seine Partei werde für einen Verbleib Großbritanniens in der Zollunion kämpfen. Nach den EU-Regeln dürfte Großbritannien in diesem Fall aber keine eigenen Handelsverträge mit anderen Ländern abschließen. Deshalb beharrt May auf einem Austritt auch aus der Zollunion.

@ dpa.de

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