Vermischtes, LEO Pharma GmbH

LEO Pharma würdigt Thrombose-Pionier Armand Trousseau

13.10.2017 - 12:06:44

LEO Pharma würdigt Thrombose-Pionier Armand Trousseau. Neu-Isenburg - Anlässlich des Welt-Thrombose-Tages am 13. Oktober 2017 möchte LEO Pharma an Armand Trousseau (1801-1867) erinnern. Als einer der ersten Mediziner überhaupt beschrieb er das klinische Bild der Lungenembolie. Er war Genie, Gentleman und ein ...

Neu-Isenburg - Anlässlich des Welt-Thrombose-Tages am 13. Oktober 2017 möchte LEO Pharma an Armand Trousseau (1801-1867) erinnern. Als einer der ersten Mediziner überhaupt beschrieb er das klinische Bild der Lungenembolie.

Er war Genie, Gentleman und ein begnadeter Redner, dem seine Zuhörer wie gebannt an den Lippen hingen. Vor allem aber war er ein außergewöhnlicher Arzt mit einem ausgeprägten diagnostischen Spürsinn. Für ihn, den Chefarzt des ältesten Pariser Krankenhauses "Hôtel Dieu", war Medizin nicht mehr und nicht weniger als eine Kunst.

Armand Trousseau verfasste zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher. In seinem medizinischen Standardwerk, der "Clinique Medicale", stellte er die Symptome der Thrombose genau dar. Er kannte die Arbeiten seines deutschen Kollegen Rudolf Virchow und führte dessen Arbeit konsequent fort. Unter anderem beschrieb er bis ins Detail das klinische Bild der Phlegmasia alba dolens, einer schmerzhaften thrombotischen Oberschenkelschwellung, und er erkannte, dass Patienten mit Krebsleiden besonders häufig zu Thrombosen neigen. Dieser Zusammenhang ging als Trousseau-Syndrom in die medizinischen Lehrbücher ein.

"Trousseau gilt als einer der Thrombose-Pioniere. Deshalb wollen wir im Rahmen des Welt-Thrombose-Tages 2017 auf diesen bedeutenden Mediziner aufmerksam machen, der vor 150 Jahren die unheilige Allianz zwischen Thrombose und Krebs entdeckte", erklärt Thomas Schick, Pressesprecher der LEO Pharma GmbH. Aufgrund von Studien wissen Mediziner inzwischen recht genau, dass Tumorpatienten ein vielfach höheres Thromboserisiko haben als der Schnitt der Bevölkerung. Auch weiß man heute, welche Faktoren Thrombosen begünstigen. Das Gros der Laien hingegen ist weit weniger gut informiert, und die meisten können die Risiken einer Thrombose nicht richtig einschätzen.

Laut einer Umfrage der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung (ISTH) hat jeder zweite Befragte den Begriff Lungenembolie noch nie gehört. "Daher unterstützen wir seit vielen Jahren das Aktionsbündnis Thrombose und nutzen den Welt-Thrombose-Tag, den Fachgesellschaften Jahr für Jahr ausrufen, um die Bevölkerung und Akteure des Gesundheitswesens aufzuklären. Wir wollen damit in erster Linie das Bewusstsein für die Erkrankung erhöhen und auf diese Weise Todesfälle verhindern", erläutert Thomas Schick. Der Welt-Thrombose-Tag wurde 2014 von der Internationalen Gesellschaft für Thrombose und Hämostase (ISTH) ins Leben gerufen. Das Aktionsbündnis Thrombose ist der offizielle Partner des ISTH in Deutschland. In diesem Jahr übernimmt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe die Schirmherrschaft über die Veranstaltung.

Das zeigt den hohen Stellenwert, den man der Thrombose beimisst. Zu Recht, denn Venenleiden, die eine Thrombose auslösen können, nehmen zu. Das bestätigte die Bonner Venenstudie aus dem Jahr 2013. Sie zeigt: Jeder vierte Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 79 Jahren hat Krampfadern, und jeder fünfte leidet an geschwollenen Beinen oder Hautveränderungen. Zwar liegt die Umfrage, die im Rahmen der Bonner Venenstudie gemacht wurde, bereits einige Jahre zurück. Aber die Ergebnisse haben nach wie vor Gültigkeit. Mediziner sprechen bei Venenleiden mittlerweile sogar von einem Volksleiden.

Natürlich führen starke Krampfadern oder entzündete Venen nicht automatisch zu einer Thrombose. Aber wer solche Symptome ignoriert und obendrein noch ein Bewegungsmuffel ist, riskiert lebensgefährliche Lungenembolien. Tatsächlich ist die Gefahr, die von Thrombosen ausgeht, nicht zu unterschätzen. Denn die Symptome, etwa Beinschwellungen und -schmerzen - sind von Patient zu Patient anders ausgeprägt und werden oft falsch gedeutet. Viele Betroffene trifft es dann aus heiterem Himmel. Da sich Thrombosen also oft schleichend entwickeln, ist es wichtig zu verstehen, wie eine Thrombose entsteht und was dabei passiert.

Auslöser sind kleine Blutgerinnsel, sogenannte Thromben, die sich vor allem in den Beinvenen bilden - und zwar vorzugsweise dann, wenn der Blutfluss in den Venen stockt, etwa aufgrund mangelnder Bewegung oder wenn im Alter die Stabilität der Venengefäße nachlässt. Löst sich ein solches Gerinnsel und wird mit dem Blutstrom in ein Lungengefäß gespült, werden dort der Blutfluss und damit die Sauerstoffzufuhr unterbrochen, und es kommt zu einer potenziell lebensbedrohlichen Lungenembolie.

Armand Trousseau wusste schon damals um diese Gefahr. Als er am Morgen des Neujahrstags an seinem linken Arm eine Venenentzündung entdeckte, schrieb er einem Freund von seinem bevorstehenden Tod. Sechs Monate später starb er - an einem Magenkarzinom.

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