Produktion, Absatz

KÖLN - Die Einstufung von Styropor als gefährlicher Abfall verurteilt derzeit tausende Dachdecker zur Untätigkeit.

22.11.2016 - 15:47:24

Styropor-Verordnung legt Baustellen still. Bundesweit seien mehrere hundert Baustellen deswegen stillgelegt, teilte der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) am Dienstag mit. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. "Erste Betriebe melden, dass sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder sogar entlassen müssen, wenn es nicht bald eine Lösung gibt", sagte Dachdeckerpräsident Ulrich Marx.

Der Grund: Seit 1. Oktober darf Styropor, das das gesundheitsschädliche Brandschutzmittel HBCD enthält, nicht mehr mit sonstigem Bauschutt zusammen entsorgt werden. Stattdessen müssen die alten Dämmplatten separat verbrannt werden, der Großteil der Müllverbrennungsanlagen hat aber gar keine Zulassung für die Verbrennung von HBCD.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wies in Berlin die Verantwortung von sich: "Diese Notlage ist durch den Bundesrat veranlasst", sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Der habe "gegen unsere Empfehlung" gehandelt. Nun stiegen die Preise bei den Müllverbrennungsanlagen "ins Unermessliche".

Hendricks Kritik bezieht sich darauf, dass eine Mehrheit der Bundesländer im vergangenen Jahr die Abfallkennzeichnungsverordnung per Bundesratsbeschluss geändert hatten. Das wiederum geht auf Brüssel zurück. Ein Bestandteil von HBCD ist das giftige Brom, das die EU auf die Liste gefährlicher Stoffe gesetzt hatte. Deswegen musste auch das deutsche Umweltrecht angepasst werden. Die Bauhandwerker aber werfen der Politik vor, bei der Umsetzung der Brüsseler Vorgaben über das Ziel hinausgeschossen zu sein. In der Tat haben manche Bundesländer inzwischen Erlasse herausgegeben, die die Regelung wieder aufweichen.

@ dpa.de

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