Prozesse, Banken

Karlsruhe - Beim Online-Banking lassen sich etliche Kunden ihre Transaktionsnummern (TAN) per SMS aufs Handy schicken - der Bundesgerichtshof (BGH) klärt ab heute, ob Institute dafür extra kassieren dürfen.

13.06.2017 - 05:26:24

Klage von Verbraucherzentralen - BGH klärt: Müssen Bankkunden für SMS-TAN extra bezahlen?. Geklagt haben die Verbraucherzentralen, der Bundesverband hofft auf ein Grundsatzurteil.

Denn wer seine Überweisungen online macht, muss jeden Auftrag aus Sicherheitsgründen zwingend mit einer TAN bestätigen. Aus Sicht der Verbraucherschützer müsste der Service deshalb inklusive sein. (Az. XI ZR 260/15)

Die beklagte Kreissparkasse Groß-Gerau hatte für das Online-Konto monatlich zwei Euro und dazu noch einmal zehn Cent je SMS-TAN verlangt. Auch anderswo ist das Verfahren nicht immer gratis: Nach Auskunft der Dachverbände kommt es öfter vor, dass Institute für jede verschickte TAN einen Cent-Betrag kassieren oder beispielsweise nur fünf Frei-SMS im Monat anbieten. Das Karlsruher Urteil wird entweder am Dienstagnachmittag oder zu einem späteren Termin verkündet.

@ dpa.de