Philippinen, Indien

HONGKONG - Das starke Wachstum des Welthandels und bessere Aussichten in China sorgen für stabiles Wachstum in den Ländern Asiens.

26.09.2017 - 14:33:25

Asiatische Länder profitieren von Welthandel und neuer Kraft Chinas. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) hielt am Dienstag in Hongkong ihre Prognose aufrecht, dass die asiatischen Volkswirtschaften im laufenden Jahr um 5,9 Prozent wachsen werden. Für 2018 rechneten die Ökonomen mit 5,8 Prozent. Die Wirtschaft der Eurozone war zuletzt um 2,1 Prozent gewachsen.

"Die Wachstumsaussichten für Asien haben sich verbessert, bedingt durch eine Wiederbelebung des Welthandels und starke Impulse aus China", sagte ADB-Chefvolkswirt Yasuyuki Sawada. Ihre Wachstumsprognose für China hoben die Ökonomen auf 6,7 Prozent im laufenden Jahr an. China habe vor allem von mehr Staatsausgaben und einer unerwarteten Zunahme der weltweiten Nachfrage nach chinesischen Waren profitiert.

Im April hatte die Bank das Wachstum von allen asiatischen Ländern für 2017 und 2018 noch bei 5,7 Prozent gesehen. Nun hob sie hervor, dass die Exporte der asiatischen Länder allein von Januar bis Mai um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt hätten. Die Importe seien im selben Zeitraum sogar um 17 Prozent gestiegen. Zuvor seien die Exporte zwei Jahre in Folge zurückgegangen, während zugleich die Rohstoffpreise gesunken und die Nachfrage von außen gedämpft gewesen sei.

"Die asiatischen Länder sollten die guten kurzfristigen Aussichten nun ausnutzen, um mit Reformen die Produktivität ihrer Volkswirtschaften zu steigern", sagte Sawada weiter. Insbesondere würden Investitionen in Infrastruktur "dringend benötigt".

Die ADB mit Sitz in der philippinischen Hauptstadt Manila ist die zentrale Entwicklungsbank für Asien und den Pazifikraum. Mit Krediten und Finanzhilfen ist ihr Ziel, die Armut in der Region zu verringern. Die Bank gehört 67 Ländern gemeinsam, 48 davon in Ost-, Süd- und Zentralasien sowie dem Pazifik. Für 45 dieser Länder veröffentlicht sie regelmäßig Konjunkturzahlen, darunter sind China, Indien, Indonesien und die Philippinen.

@ dpa.de

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