Griechenland, Wirtschaftskrise

Griechenlands internationale Geldgeber bereiten mögliche Schuldenerleichterungen für das Krisenland vor.

04.05.2017 - 16:54:18

Zeitung: Griechenlands Geldgeber bereiten Schuldenerleichterungen vor

Dazu haben EU-Kommission, der Euro-Rettungsfonds ESM, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Papier verschiedene Schuldenmaßnahmen zusammengestellt, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit dem Schreiben vertraute Personen. Das Papier soll Grundlage für weitere Diskussionen sein und an die Euro-Finanzminister verschickt werden.

Ein Element in dem Papier ist ein milliardenschwerer Schuldentausch: Der Euro-Rettungsfonds ESM könnte die ausgezahlten IWF-Hilfskredite übernehmen. Dabei gehe es um 13 Milliarden Euro im Jahr 2019, heißt es in dem Papier. Der Vorteil der Aktion: Die Zinsen beim ESM sind deutlich niedriger, die Laufzeiten der Darlehen länger. Griechenland würde also entlastet. Der ESM könnte die frühzeitige Ablösung der IWF-Kredite mit ungenutzten Mitteln aus dem Hilfsprogramm finanzieren. Schon jetzt ist absehbar, dass Athen längst nicht alles Geld aus dem 86 Milliarden Euro schweren Rettungspaket braucht, schreibt das "Handelsblatt". Die Bundesregierung lehnt die Maßnahme der Zeitung zufolge nicht grundsätzlich ab. Es sei eine Option, hieß es demnach in Regierungskreisen. Allerdings werde darüber nach Ende des Hilfsprogramms Mitte kommenden Jahres entschieden, "nicht jetzt", wurde betont. Die Bundesregierung will nun zunächst über das Reformpaket für Griechenland und die vorrangigen Maßnahmen (prior actions), welche die Athener Regierung umsetzen soll, diskutieren. Erst danach könne die Schuldentragfähigkeit besser beurteilt werden, hieß es laut "Handelsblatt" in Regierungskreisen. Darüber wollten die Staatssekretäre der Euro-Staaten am Donnerstag beraten. Neben dem Schuldentausch werden in dem Papier der Geldgeber-Institutionen weitere Maßnahmen diskutiert. Eine Option ist es, die Laufzeiten der bisher ausgezahlten Rettungskredite zu verlängern, um zehn, 15 oder noch mehr Jahre. Zudem könnten EZB und die Euro-Notenbanken die Gewinne, die sie mit Griechenland-Anleihen erzielen, über die Euro-Mitgliedstaaten nach Athen zurückgeben. In einer Sitzung des IWF-Boards am Mittwoch soll die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, erneut deutlich gemacht haben, dass es noch Klarheit brauche, wie die Schuldentragfähigkeit Griechenlands sichergestellt werden soll. Das sei Voraussetzung für eine Beteiligung des IWF. Im Gespräch ist laut "Handelsblatt", dass der IWF Griechenland ein Hilfsprogramm mit einer Laufzeit von einem Jahr gewährt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Griechische Gewerkschaften planen umfassende Streiks. Unter anderem wollen die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes und die Seeleute für 24 Stunden in den Ausstand treten. Auch der öffentliche Nahverkehr soll lahmgelegt werden. Bereits am Montag gab es erste Demonstrationen in Athen und Thessaloniki. ATHEN - Aus Protest gegen die Liberalisierung des Arbeitsmarkts haben griechische Gewerkschaften für den kommenden Donnerstag zu groß angelegten Streiks aufgerufen. (Wirtschaft, 11.12.2017 - 10:27) weiterlesen...

Deutsche Anleihen bewegen sich kaum. Nach zwischenzeitlichen Kursgewinnen stand der richtungweisende Euro-Bund-Future gegen Mittag wieder nahezu unverändert bei 163,70 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 0,31 Prozent. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben sich am Donnerstag in einem ruhigen Umfeld nur wenig von der Stelle bewegt. (Sonstige, 07.12.2017 - 13:18) weiterlesen...

Deutsche Anleihen kaum bewegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future lag am Morgen bei 163,70 Punkten und damit in etwa auf dem Niveau vom Vortag. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 0,30 Prozent. FRANKFURT - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag nach Handelsstart wenig Regung gezeigt. (Sonstige, 07.12.2017 - 08:32) weiterlesen...

Deutsche Anleihen steigen moderat. Der richtungweisende Euro-Bund-Future lag am frühen Abend bei 163,80 Punkten und damit 0,13 Prozent über Vortagsniveau. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um zwei Basispunkte auf 0,29 Prozent. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch im Kurs moderat zugelegt. (Sonstige, 06.12.2017 - 17:35) weiterlesen...

Deutsche Anleihen geben Gewinne ab. Der richtungweisende Euro-Bund-Future lag zuletzt bei 163,61 Punkten und damit geringfügig über Vortagsniveau. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 0,31 Prozent. An anderen Anleihemärkten im Euroraum hielten sich die Kursausschläge meist in Grenzen. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben am Mittwoch ihre anfänglichen moderaten Gewinne bis zum Mittag fast vollständig wieder abgegeben. (Sonstige, 06.12.2017 - 13:05) weiterlesen...

Deutsche Anleihen gestärkt. Der für den deutschen Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Morgen um 0,07 Prozent auf 163,72 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag bei 0,30 Prozent. FRANKFURT - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Mittwoch nach Handelsstart etwas zugelegt. (Sonstige, 06.12.2017 - 08:38) weiterlesen...