Deutschland, Volkswirtschaft

Gesundheitsreform jetzt oder nie

24.03.2017 - 17:08:24

dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 24.03.2017

WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will seiner Partei Medienberichten zufolge nur noch eine Chance geben, einen Ersatz für "Obamacare" im Repräsentantenhaus zu verabschieden. Die für Donnerstag geplante Abstimmung über einen Entwurf für ein neues Gesetz zur Gesundheitsversorgung war wegen fehlender Stimmen bei den Republikanern auf diesen Freitag verschoben worden.

ROUNDUP/Eurozone: Beste Unternehmensstimmung seit 2011

LONDON - In der Eurozone hat sich die Stimmung in den Unternehmen überraschend aufgehellt und den besten Wert seit knapp sechs Jahren erreicht. Der Einkaufsmanagerindex stieg im März um 0,7 Punkte auf 56,7 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen IHS Markit am Freitag mitteilte. Damit erreichte der Stimmungsindikator das höchste Niveau seit April 2011. Volkswirte hatten hingegen mit einer Abschwächung auf 55,8 Punkte gerechnet.

ROUNDUP: Finanzmärkte reagieren gelassen auf verschobene 'Obamacare'-Abstimmung

FRANKFURT - Die Finanzmärkte haben zunächst besonnen auf die Verschiebung einer wichtigen Abstimmung zur US-Gesundheitspolitik reagiert. An den US-Börsen ging es nur geringfügig bergab. Auch am Frankfurter Aktienmarkt hielten sich am Freitag nach Handelsstart die Verluste in Grenzen. Der US-Dollar und die Renditen auf US-Staatsanleihen legten zu, der Goldpreis ist gefallen. Unsicherheit rund um die Abstimmung hatte an den Vortagen die Stimmung an den Finanzmärkten deutlich gedämpft. Jetzt warte man das Abstimmungsergebnis am Freitag ab, sagen Experten. Die Risiken bleiben demnach weiter groß.

USA: Aufträge für langlebige Güter steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im Februar stärker gestiegen als erwartet. Die Aufträge seien um 1,7 Prozent zum Vormonat geklettert, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg um nur 1,4 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Anstieg im Januar von zunächst 2,0 auf 2,3 Prozent revidiert.

ROUNDUP 2: 'Schwarzes Kabinett' im Élysée? - Aufruhr um Fillon-Vorwürfe

PARIS - Der wegen Finanzvorwürfen geschwächte französische Präsidentschaftskandidat François Fillon hat sich mit einer scharfen Attacke auf Staatschef François Hollande zur Wehr gesetzt. Der Konservative beschuldigte den sozialistischen Präsidenten der Beteiligung an einer Intrige: Fillon machte Hollande dafür verantwortlich, dass zahlreiche Details über die Justizermittlungen gegen ihn an die Presse durchgesickert waren. Fillon sprach von einem "schwarzen Kabinett" im Élyséepalast und einem "Staatsskandal".

Russische Notenbank senkt Leitzins

MOSKAU - Die russische Notenbank hat zur Überraschung vieler Experten ihren Leitzins gesenkt. Wie die Währungshüter am Freitag mitteilten, fällt der Zins für einwöchiges Zentralbankgeld von 10,0 auf 9,75 Prozent. Es ist die erste Zinssenkung seit September. Analysten hatten zwar vermutet, dass die Notenbank demnächst tätig werden könnte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hatten die meisten Fachleute aber nicht mit einem Zinsschritt gerechnet.

EZB-Chefvolkswirt: Noch kein Ende der Geldflut in Sicht

ROM/FRANKFURT - In der Eurozone ist nach Einschätzung des EZB-Chefvolkswirts Peter Praet noch kein Ende der Geldflut in Sicht. Derzeit seien Diskussionen über einen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik verfrüht, sagte Praet in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Il Sole 24 Ore". Die Notenbank müsse nach wie vor Bedingungen für nachhaltiges Wachstum schaffen.

ROUNDUP 2: Schäuble und Gabriel streiten vor Jubiläumsgipfel über EU-Zahlungen

BERLIN/ROM - Unmittelbar vor dem EU-Jubiläumsgipfel in Rom streitet die Bundesregierung offen über die deutschen Zahlungen an Brüssel. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reagierte verärgert auf die Forderung seines Kabinettskollegen Sigmar Gabriel, Deutschland solle mehr Geld in die EU-Kasse überweisen. Vor allem in Richtung Griechenland sende der SPD-Außenminister damit "eine ganz falsche Botschaft", sagte er am Freitag im Deutschlandfunk.

ROUNDUP 2/Kreise: 625 Millionen Euro Steuermehreinnahmen durch Rentenerhöhung

BERLIN - Die bevorstehende Rentenerhöhung spült in diesem und im nächsten Jahr zusätzliche Steuereinnahmen von 625 Millionen Euro in die Staatskassen. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Berechnungen des Bundesfinanzministeriums hervor.

Frankreich: Wirtschaft kommt stärker in Schwung

PARIS - Die Wirtschaft Frankreichs ist im vierten Quartal wieder etwas stärker gewachsen als zuletzt. In den Monaten Oktober bis Dezember habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Insee am Freitag nach einer zweiten Schätzung mit. Damit bestätigte die Behörde, wie von Experten erwartet, ihre erste Schätzung.

Japans Notenbankchef sieht keinen Grund für Ende der lockeren Geldpolitik

TOKIO - Der Chef der japanischen Notenbank, Haruhiko Kuroda, sieht derzeit keinen Grund zur Straffung der extrem lockeren Geldpolitik in Japan. Bloß weil es Zinsanhebungen andernorts gebe, werde man den Zielwert für die langfristigen Zinsen nicht anheben, sagte Kuroda am Freitag bei einer Konferenz in Tokio. Es gebe derzeit auch keinen Grund, die kurzfristigen Zinsen zu erhöhen.

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