Regierungen, Japan

FUKUSHIMA - Bei einem neuen schweren Erdbeben in der japanischen Katastrophenregion Fukushima sind die Einwohner von verheerenden Folgen verschont geblieben.

22.11.2016 - 15:55:24

Nach schwerem Beben in Fukushima-Region bleibt Katastrophe aus

Die nationale Wetterbehörde bezifferte das Beben, das sich am Dienstagmorgen um 5.59 Uhr Ortszeit ereignete, mit einer Stärke von 7,4. Es traf jene Region, die am 11. März 2011 von einem deutlich schwereren Beben der Stärke 9,0 und einem gewaltigen Tsunami verwüstet worden war. 18 500 Menschen kamen damals ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu Kernschmelzen gekommen.

Am Dienstagmorgen brachten sich Tausende Menschen in der Region im Nordosten Japans in Sicherheit, als die Behörden eine Tsunami-Warnung ausgaben. Aber die Flutwellen erreichten lediglich eine Höhe von stellenweise über einem Meter. Größere Schäden blieben aus. Im Lauf des Tages folgten mehrere schwächere Nachbeben.

In der Atomruine Fukushima sowie anderen Reaktoren in der Region, die alle abgeschaltet sind, gab es nach Angaben der Betreiber keine weiteren Unregelmäßigkeiten. Die vorübergehend abgeschaltete Kühlung in einem Abklingbecken des Atomkraftwerks Fukushima Daini zwölf Kilometer südlich der Atomruine nahm laut dem japanischen Fernsehsender NHK wieder den Betrieb auf.

"Das Geräusch der Sirenen hat die Erinnerungen an das schwere Erdbeben (von 2011) wieder wachgerufen", sagte die Japanerin Tomomi Nagakubo. Sie brachte sich und ihren 13-jährigen Sohn in der angrenzenden Provinz Ibaraki in Sicherheit. Auch andernorts fuhren Bewohner der Region in ihren Autos schnell weg von der Küste. Auch in der rund 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio gerieten Häuser ins Schwanken.

Der Nachrichtensprecher beim Sender NHK hatte die Bewohner der Region an der Pazifikküste am Morgen wiederholt mit erregter Stimme aufgefordert, sich sofort auf Anhöhen in Sicherheit zu bringen und noch Schlafende zu wecken. Rund 13 000 Menschen folgten der Aufforderung und suchten sofort Schutz in Schulen und anderen Notunterkünften. Man habe aus der Katastrophe von 2011 gelernt, hieß es in lokalen Medienberichten. Panik brach auch diesmal nicht aus.

Insgesamt wurden bislang 17 Verletzte gemeldet. Ein Brand in einer Forschungsanlage des Chemieunternehmens Kureha konnte schnell gelöscht werden. Das japanische Fernsehen zeigte zudem aus den Regalen gefallene Waren eines Geschäfts. Einige Unternehmen, darunter einzelne Supermärkte stellten vorübergehend den Betrieb ein, andere öffneten später. Auch der Autokonzern Nissan ließ die Fertigung in einem Motorenwerk ruhen, da sich die Arbeiter in Sicherheit brachten. Das Verteidigungsministerium in Tokio schickte Flugzeuge und Hubschrauber in die Region, um nach Schäden Ausschau zu halten.

Der regionale Bahn- und Flugverkehr wurde vorübergehend beeinträchtigt. Dutzende Schulen blieben sicherheitshalber geschlossen. Es gab Berichte, wonach einzelne kleinere Boote gekentert sein sollen. Die Zentralregierung in Tokio richtete einen Krisenstab ein. Nach Angaben der Wetterbehörde handelte es sich um ein Nachbeben der Erschütterung von 2011. Auch der Sektionsleiter des Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam, Torsten Dahm, ging davon aus, dass sich das Beben durch eine Spannungsumlagerung durch frühere starke Beben in der Erdoberkruste aufgebaut haben könnte.

Japans Behörde warnte vor möglichen weiteren Nachbeben von ähnlicher Intensität in den nächsten Tagen. Etwa eine Woche lang sollten die Bewohner der Küstenregion weiter erhöhte Wachsamkeit üben. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von 25 Kilometern unter dem Meer vor der Küste Fukushimas. Erst im Frühjahr war der Süden des fernöstlichen Inselreiches getroffen worden. Dabei hatte es Tote und schwere Schäden gegeben.

Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben betroffenen Länder der Welt. Die Erschütterungen bilden sich, weil sich die Pazifische Platte auf Japan zubewegt und unter dem Land abtaucht. Dadurch entstehen immer wieder Spannungen, die regelmäßig durch Beben abgebaut werden.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Behörde: Amazon legt Steuerstreit in Italien mit Millionenzahlung bei. Dies teilte die zuständige Agenzia delle Entrate am Freitag mit. Die Vereinbarung werde die laufenden Steuerermittlungen von Staatsanwälten in Mailand sowie bei der Finanzpolizei beenden. Diese hätten sich auf den Zeitraum von 2011 bis 2015 erstreckt, hieß es. ROM - Der Online-Versandhandelskonzern Amazon will nach Angaben der italienischen Steuerbehörde seinen Streit mit Rom mit einer Zahlung von 100 Millionen Euro beilegen. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 21:00) weiterlesen...

BER-Aufsichtsrat legt sich auf Flughafen-Eröffnung 2020 fest. Nach einer Serie geplatzter Eröffnungstermine soll der drittgrößte deutsche Airport im Oktober des Jahres in Betrieb gehen. BERLIN - Der Warten auf den neuen Hauptstadtflughafen BER soll 2020 ein Ende haben. (Boerse, 15.12.2017 - 19:25) weiterlesen...

Merkel und CSU lehnen SPD-Forderung nach Bürgerversicherung ab. "Ich glaube nicht, dass das Gesundheitssystem dadurch besser wird, dass wir das einigermaßen funktionierende System der privaten Krankenkassen mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenlegen und dann hoffen, dass dann alles besser wird. Das wird nicht klappen, so schön wie der Ausdruck auch ist", sagte die CDU-Chefin am Freitag auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg. NÜRNBERG - Kanzlerin Angela Merkel hat der SPD-Forderung nach Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung eine klare Absage erteilt. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 18:21) weiterlesen...

BER braucht mehr Geld. "Aus der Eröffnung im Oktober 2020 ergibt sich ein zusätzlicher Finanzbedarf", erklärte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag. Er hatte bislang einen Start 2018 angestrebt. Der Aufsichtsrat werde im März darüber beraten, wie die Fertigstellung finanziert werden kann. Man wolle "alle Möglichkeiten zur Eigen- und Fremdfinanzierung nutzen", sagte Lütke Daldrup. BERLIN - Durch die abermals verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens braucht die Betreibergesellschaft des BER zusätzliches Geld für das Projekt. (Boerse, 15.12.2017 - 17:41) weiterlesen...

Merkel erteilt SPD-Forderung nach Bürgerversicherung klare Absage. "Ich glaube nicht, dass das Gesundheitssystem dadurch besser wird, dass wir das einigermaßen funktionierende System der privaten Krankenkassen mit den gesetzlichen Krankenkassen zusammenlegen und dann hoffen, dass dann alles besser wird. Das wird nicht klappen, so schön wie der Ausdruck auch ist", sagte die CDU-Chefin am Freitag auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg. Die SPD fordert vor den anstehenden Sondierungen mit der Union zur Aufnahme einer neuen großen Koalition eine Neustrukturierung der Krankenversicherung in Deutschland. NÜRNBERG - Kanzlerin Angela Merkel hat der SPD-Forderung nach Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung eine klare Absage erteilt. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 17:37) weiterlesen...

Merkel: Bis März mit Frankreich über Euro-Reformen verständigen. "Ich habe gestern mit dem französischen Präsidenten darüber gesprochen, dass wir bis März hier unsere Haltungen auch zusammenbringen werden", sagte Merkel bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach dem EU-Gipfel am Freitag in Brüssel. Zur Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Währungsunion lägen eine Reihe von Vorschlägen auf dem Tisch, sagte Merkel weiter. BRÜSSEL - Deutschland und Frankreich wollen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis März über die Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion verständigen. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 15:38) weiterlesen...