Italien, Deutschland

Frankfurt / Main - Nach dem schleppenden Wochenstart ist der Dax zunächst nicht vorangekommen.

08.03.2017 - 10:36:06

Börse Frankfurt - Dax nur dank Adidas nicht im Minus. Im frühen Handel notierte der deutsche Leitindex prozentual unverändert bei 11 966,11 Punkten.

Es ist dem hohen Kurszuwachs der Adidas-Aktien zu verdanken, dass der Leitindex nicht tiefer stand.

Gründe für den mauen Aktienmarkt sind schwächere Überseebörsen sowie die Zurückhaltung der Anleger vor den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Händler verwiesen zudem auf die gesunkenen Ölpreise. An diesem Nachmittag werden noch ADP-Beschäftigungsdaten aus dem Privatsektor der USA Beachtung finden - als Indikator für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax sank zur Wochenmitte um 0,28 Prozent auf 23 208,19 Punkte. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,22 Prozent nach unten auf 1937,75 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,06 Prozent schwächer.

Aus dem Dax stehen Adidas und die Deutsche Post mit frischen Geschäftszahlen im Fokus. Für den Herzogenauracher Sportartikelkonzern läuft es zur Zeit richtig gut. So gut, dass der seit rund einem halben Jahr amtierende Vorstandschef Kasper Rorsted nun die Ziele für 2020 anhob. Händler sprachen zudem von sehr guten Zahlen für 2016. Die Begeisterung der Anleger drückte sich in dem Kursanstieg von zuletzt knapp 7 Prozent auf 171,05 Euro entsprechend aus. In der Spitze legten die Papiere bis auf ein neues Rekordhoch von 174,50 Euro zu.

Die Adidas-Aktien laufen nun schon seit mehr als zwei Jahren ungemein stark. 2015 und 2016 waren sie mit einem Kurszuwachs von 56 beziehungsweise 67 Prozent der jeweils beste Wert im Dax. 2017 beläuft sich das Plus bereits auf rund 14 Prozent.

Die Titel der Post rutschten kurzzeitig um 5 Prozent unter ihr Februartief ab, was einige Anleger aber sofort zum Wiedereinstieg nutzten und somit die Kursverluste auf zuletzt 2,24 Prozent begrenzten. Der Jahresbericht der Bonner sei zwar solide, aber letztlich doch wenig inspirierend, hieß es aus dem Handel. Die Konzernziele für 2017 veranlassten Investoren zu Gewinnmitnahmen.

Aus der zweiten Reihe stehen die Deutsche Pfandbriefbank sowie der Autozulieferer Schaeffler mit Geschäftszahlen im Blick. Die Titel der Pfandbriefbank eroberten mit einem Plus von rund sechseinhalb Prozent die MDax-Spitze. Analyst Michael Dunst von der Commerzbank sah sowohl das Ergebnis für das vierte Quartal als auch den Dividendenvorschlag für 2016 über den Erwartungen.

Die Schaeffler-Anteile drehten zuletzt ins Minus und verloren ein gutes halbes Prozent. Händler sprachen von einem insgesamt soliden Abschneiden des Autozulieferers. In ersten Analysen hatte das Zahlenwerk für 2016 aber sowohl positive als auch negative Abweichungen zu bieten.

@ dpa.de

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