Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Knapp im Minus hat sich der deutsche Aktienmarkt vor dem «Hexensabbat» präsentiert.

15.09.2017 - 10:02:24

Börse in Frankfurt - Verschnaufpause im Dax vor dem «Hexensabbat»

Der «große Verfalltag», an dem gegen Mittag verschiedene termingebundene Geschäfte auf Indizes und Aktien auslaufen, kann für starke Kursausschläge sorgen, weshalb sich Investoren kurz zuvor lieber zurückhielten. Ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas löste zunächst keine größere Verunsicherung unter den Anlegern aus.

Der Dax notierte im frühen Handel 0,05 Prozent tiefer bei 12 534,64 Punkten. Für den MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, ging es um 0,08 Prozent auf 25 263,70 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,21 Prozent auf 2363,81 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,07 Prozent ein.

Aus Branchensicht fielen die Aktien der deutschen Energieversorger mit überdurchschnittlichen Einbußen auf, eine Studie der Société Générale fiel kritisch aus. Besonders unter Druck gerieten die Papiere von Innogy mit minus 1,5 Prozent. Uniper-Titel fielen um 1,2 Prozent, jene von Eon um 0,1 Prozent und RWE-Aktien am Dax-Ende um 0,9 Prozent.

Unter den Einzelwerten standen die Papiere von Aurubis mit einem Minus von 3,4 Prozent am MDax-Ende. Ob der Kupferproduzent seine starke operative Entwicklung 2018 fortsetzen könne, sei ungewiss, schrieb Analyst James Gurry und reduzierte seine Gewinnprognosen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hob das Kursziel für die Deutsche Post von 39 auf 47 Euro an. Papiere europäischer Anbieter von Geschäftsdienstleistungen dürften weiterhin ein hohes Ergebniswachstum aufweisen und attraktive Investments bleiben, schrieb Analyst Matija Gergolet. Für die Titel des Logistikkonzerns, die im frühen Handel an der Dax-Spitze 0,5 Prozent gewannen, wurde ein Kurspotenzial von rund 30 Prozent signalisiert. Aktuell stehen die Papiere mit 36,45 Euro kurz vor einem weiteren Rekordhoch.

Die zuletzt arg gebeutelten Aktien von Air Berlin setzten ihren Höhenflug am Freitag fort. Nachdem sie am Vortag bereits um 36 Prozent hochgeschossen waren, legten sie nun um weitere 16 Prozent zu. Einen Monat nach dem Insolvenzantrag endet bei der Fluggesellschaft am Freitag die Frist für Angebote. Air Berlin verhandelt seit Wochen mit der Lufthansa und weiteren Interessenten über den Verkauf von Unternehmensteilen. Eine Entscheidung soll am 25. September, dem Tag nach der Bundestagswahl, fallen.

@ dpa.de

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