Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Hohe Verluste der US-Technologieaktien haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt aufgeschreckt.

12.06.2017 - 09:51:44

Börse in Frankfurt - Schwache US-Techwerte verhageln dem Dax den Wochenstart

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, sank um 0,49 Prozent auf 25 285,56 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel dagegen um deutliche 1,55 Prozent auf 2273,10 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,51 Prozent abwärts.

«Allerdings besteht die gute Chance darauf, dass sich im Laufe des Tages die Stimmung an den europäischen Börsen wieder aufhellt», sagte Analyst Milan Cutkovic vom Währungshändler AxiTrader. Dafür spreche der Erfolg der Partei des als europa- und wirtschaftsfreundlich geltenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der ersten Runde der Parlamentswahl. Zudem belaste die politische Situation in Großbritannien nach der Wahlschlappe von Großbritanniens Premierministerin Theresa May bisher nicht groß.

Das Hauptereignis der Woche steht ohnehin am Mittwoch mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Eine weitere Zinserhöhung gilt als ausgemachte Sache. Spannend wird daher die Frage über den weiteren geldpolitischen Kurs der Währungshüter.

Aus Branchensicht standen Technologieaktien am Montag europaweit klar unter Druck. Der entsprechende Branchenindex verlor 2,5 Prozent. Am Freitag hatte der technologielastige Nasdaq 100 in den USA rund zweieinhalb Prozent eingebüßt. Ein Experte vermutete dahinter eine Umschichtung aus Technologie- in Bankaktien.

Vor allem Papiere aus der Halbleiterbranche sackten ab. So lagen die Titel von Infineon mit einem Minus von 3,3 Prozent am Dax-Ende. Im TecDax nahmen die Anteilscheine des Wafer-Herstellers Siltronic, des Chip-Produzenten und Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor und des auf die Halbleiterbranche ausgerichteten Maschinenbauers Aixtron mit Abschlägen zwischen 3,5 und 4,9 Prozent die letzten Plätze ein.

Die Aktien von K+S reagierten mit einem Kursgewinn von 1,8 Prozent an der MDax-Spitze auf Berichte über Kooperationsgespräche zwischen dem russischen Konkurrenten Uralkali und dem weißrussischen Unternehmen Belaruskali. Den Medienberichten zufolge steht eine Wiederaufnahme der 2013 zerfallenen Vertriebsgesellschaft zwischen den beiden Düngerproduzenten im Raum, was die Preise treiben könnte. Bereits auf Freitag waren die K+S-Aktien um mehr als 3 Prozent gestiegen.

Im SDax zogen die Papiere der Hornbach Holding nach der Vorlage von Geschäftszahlen um knapp 2 Prozent an. Die Dachgesellschaft des Baumarktbetreibers steigerte den Nettoumsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 um 7 Prozent. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um rund 21 Prozent.

@ dpa.de

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