Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Die Unsicherheit über die amerikanische Geldpolitik hat dem deutschen Aktienmarkt am Montag zu schaffen gemacht.

29.08.2016 - 15:27:24

Mögliche US-Zinserhöhung bremst Dax aus

Allerdings dämmte der Dax seine zwischenzeitlich deutlicheren Verluste etwas ein: Am Nachmittag stand der Leitindex noch 0,54 Prozent im Minus bei 10 530,60 Punkten.

Die Anleger blieben mit Blick auf eine mögliche Zinsanhebung der US-Notenbank Fed in Wartestellung, kommentierte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Nach Angaben von anderen Börsianern bremste ein Feiertag in Großbritannien den ohnehin ruhigen Handel zusätzlich aus.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor zuletzt 0,56 Prozent auf 21 438,55 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,28 Prozent auf 1718,31 Punkte. Ähnlich mau sah der Wochenstart an Europas Börsen aus: Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,60 Prozent auf 2992,44 Punkte abwärts.

Nach Einschätzung von Experten hat Fed-Chefin Janet Yellen auf der Notenbankkonferenz in Jackson Hole in der vergangenen Woche die Tür für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr geöffnet. Aussagen von Fed-Vizepräsident Stanley Fischer wurden sogar dahingehend gedeutet, dass der Leitzins noch zwei Mal in diesem Jahr angehoben werden könnte.

Im Dax gab es zum Wochenauftakt fast nur Verlierer. Schlusslicht mit einem Abschlag von 1,64 Prozent waren die Papiere von Thyssenkrupp, die unter schwächelnden Rohstoffpreisen litten. Im MDax gaben die Aktien des Stahlkonkurrenten Salzgitter mit minus 1,96 Prozent ebenfalls deutlich nach.

Derweil begrüßten die Anleger offenbar den Ausgang des Machtkampfs bei Stada: Bereinigt um die Dividende von 0,70 Euro je Aktie, die der Arzneimittelhersteller ausgeschüttet hatte, gehörten die Aktien zu den klaren Gewinnern im schwachen Markt. Mit den Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand «kommen erneut Übernahmefantasien auf», sagte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Der Großaktionär Active Ownership Capital (AOC) hatte am späten Freitagabend die Abwahl von Aufsichtsratschef Martin Abend durchgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,20 Prozent am Freitag auf minus 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 144,11 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,12 Prozent auf 167,21 Zähler. Der Euro sank auf 1,1171 US-Dollar. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs unverändert zum Vortag auf 1,1290 Dollar festgesetzt; der Dollar kostete damit 0,8857 Euro.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

DAX-FLASH: Politische Krise um Katalonien und Quartalsergebnisse belasten. Der Dax drei europäische Schwergewichte zum Beginn der Berichtssaison mit ihren Zahlen enttäuscht hätten. FRANKFURT - Die wieder zugespitzte politische Krise um das abspaltungswillige Katalonien hat am Donnerstagvormittag die Aktienbörsen unter Druck gesetzt. (Boerse, 19.10.2017 - 12:07) weiterlesen...

Zweiter Anlauf - Varta-Aktien mit erfolgreichem Börsendebüt Frankfurt/Main - Die Anleger des frisch an der Börse gestarteten Batterieherstellers Varta können sich über Zeichnungsgewinne freuen: Für die zu 17,50 Euro ausgegebenen Papiere des Batterieherstellers wurden zuletzt 20,50 Euro bezahlt. (Wirtschaft, 19.10.2017 - 11:07) weiterlesen...

Verhaltene Marktreaktion auf jüngsten Schlagabtausch im Katalonien-Konflikt. Im Vormittagshandel fiel der Kurs des Euro zunächst auf ein Tagestief bei 1,1768 US-Dollar, stieg dann aber wieder auf 1,1794 Dollar. Am Morgen konnte der Euro noch an die Kurserholung vom Mittwoch anknüpfen und war zeitweise bis auf 1,1822 Dollar gestiegen. FRANKFURT/MADRID - Eine weitere Zuspitzung im Katalonien-Konflikt hat am Donnerstag nur vergleichsweise verhaltene Reaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst. (Wirtschaft, 19.10.2017 - 11:05) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Hauck & Aufhäuser senkt Dürr auf 'Hold' - Ziel 112 Euro. Die Probleme im Geschäft mit Lackieranlagen für die Automobilindustrie seien hartnäckiger als gedacht, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Donnerstag. HAMBURG - Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Dürr-Aktie nach einer Investorenveranstaltung von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 117 auf 112 Euro gesenkt. (Boerse, 19.10.2017 - 10:37) weiterlesen...

ANALYSE: Morgan Stanley sieht bei BMW Gewinnrisiken - Runter auf 'Underweight'. Analyst Harald Hendrikse stufte die Aktien des Autobauers deshalb in einer Studie vom Donnerstag von "Equal-weight" auf "Underweight" ab. Das Kursziel blieb weiter bei 81 Euro. Aktuell notieren die Anteilsscheine bei gut 87 Euro. NEW YORK - Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht BMW bis 2020 mit deutlichen Risiken für den Gewinn konfrontiert. (Boerse, 19.10.2017 - 10:36) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Citigroup belässt Kion auf 'Buy' - Ziel 93 Euro. Enttäuschende Auftrags-, Umsatz- und Gewinnkennzahlen für das dritte Quartal seien größtenteils dem Geschäft mit Lösungen zur Optimierung von Lieferketten (Supply Chain Solutions) anzulasten, schrieb Analyst Martin Wilkie in einer ersten Einschätzung vom Donnerstag. Der nun für 2017 avisierte Auftragseingang liege deutlich unter den Erwartungen. LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Einstufung für Kion nach einem verdüsterten Geschäftsausblick auf "Buy" mit einem Kursziel von 93 Euro belassen. (Boerse, 19.10.2017 - 10:29) weiterlesen...