Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag von seinen jüngsten Verlusten im Zuge des US-Polit-Chaos erholt.

19.05.2017 - 18:36:24

Börse in Frankfurt - Am Aktienmarkt erholen sich vor allem MDax und TecDax. Vor allem die Indizes aus der zweiten Reihe zogen merklich an.

So gewann der MDax als Repräsentant der mittelgroßen Unternehmen 1,54 Prozent auf 25 025,63 Punkte. Das Technologiewerte-Barometer TecDax stieg um 1,18 Prozent auf 2221,59 Zähler.

Dagegen ging der Dax mit einem vergleichsweise moderaten Aufschlag von 0,39 Prozent auf 12 638,69 Punkte ins Wochenende. Auf die gesamte Woche gesehen verlor der Leitindex damit 1 Prozent. Noch am Dienstag hatte er bei 12 841 Punkten ein Rekordhoch erreicht, war danach aber wegen der politischen Unsicherheit in den USA zeitweise bis unter 12 500 Punkte abgesackt.

Insgesamt hätten am Freitag die Anleger die zuletzt tieferen Kurse wieder zum Einstieg genutzt, so der Tenor an den Handelsplätzen. Solange mit Blick auf US-Präsident Donald Trump das Wort «Amtsenthebungsverfahren» nicht überstrapaziert werde, gingen Investoren wieder mehr Risiken ein, sagte Analyst David Madden von CMC Markets UK.

Wieder hochgekochte Spekulationen über einen möglichen Teilverkauf der RWE-Ökostromtochter Innogy trieben die Aktien beider Energiekonzerne an. Die Papiere von RWE schnellten an der Dax-Spitze um 5,40 Prozent hoch auf 16,97 Euro. Die Innogy-Papiere rückten als einer der MDax-Favoriten um 3,43 Prozent auf 34,65 Euro vor und näherten sich damit wieder der Marke von 36 Euro. Zu diesem Preis hatte RWE die Papiere im vergangenen Herbst platziert.

Die Aktionäre der Deutschen Telekom setzen offenbar weiterhin auf eine Branchenkonsolidierung in den USA. An der Wall Street legten die Papiere von T-Mobile US zuletzt um eineinhalb Prozent zu. Die Tochter des Bonner Konzerns macht sich für die erwartete Fusionswelle auf dem US-Mobilfunkmarkt bereit. Logischer Partner sei der Mobilfunkrivale Sprint, sagte Finanzchef Braxton Carter. Die Aktien der Deutschen Telekom stiegen am Freitag im Dax um 2,39 Prozent auf 17,80 Euro und in der Spitze sogar bis auf 17,845 Euro, dem höchsten Stand seit Anfang 2002.

Der EuroStoxx 50 legte um 0,70 Prozent zu auf 3587,01 Punkte. Der Pariser Leitindex CAC 40 sowie der Londoner FTSE 100 schlossen ebenfalls höher. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann zum europäischen Handelsschluss 0,60 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,14 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,10 Prozent auf 141,57 Punkte. Der Bund Future verlor 0,12 Prozent auf 161,30 Punkte. Der Euro kletterte am Freitag mit 1,1197 US-Dollar auf den höchsten Stand seit November. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1190 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1179 (Donnerstag: 1,1129) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8945 (0,8986) Euro.

@ dpa.de

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