Deutschland, Frankfurt/Main

Frankfurt / Main - Der Dax ist kaum in Tritt gekommen und unter 12 000 Punkten geblieben.

07.03.2017 - 15:23:23

Börse in Frankfurt - Dax tut sich schwer - Unternehmenszahlen im Fokus. Dabei bewegte sich der deutsche Leitindex in einer engen Handelsspanne von weniger als 50 Punkten. Am Nachmittag notierte er 0,07 Prozent höher bei 11 967,23 Punkten.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax sank um 0,09 Prozent auf 23 360,16 Zähler. Besser erging es dem Technologiewerte-Index TecDax, der um 0,51 Prozent auf 1940,35 Punkte stieg - das höchste Niveau seit 2001. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,12 Prozent nach unten.

Die etwas ins Stocken geratene Wall Street, die sich abzeichnende US-Leitzinserhöhung und politische Risiken ließen die Anleger derzeit etwas vorsichtiger agieren, kommentierte Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Auch der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag sorgten laut Börsianern vorerst für Zurückhaltung.

Aus dem Dax berichtete der Immobilienkonzern Vonovia über die jüngste Geschäftsentwicklung. Mit der Einordnung der Zahlen taten sich Händler schwer. Zunächst schwächer gestartet, drehten die Papiere zwar rasch ins Plus, doch zuletzt standen sie wieder 0,73 Prozent tiefer. Es sei positiv, dass das umfangreiche Investitionsprogramm von Vonovia spürbares Wachstum für die Zukunft bringe, hieß es von der DZ Bank.

Auto-Werte waren gefragt, sie stehen aktuell wegen des Genfer Autosalons im Fokus. An der Dax-Spitze gewannen Daimler-Papiere 0,85 Prozent. Zudem legten die Anteile des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental um 0,60 Prozent zu.

Die Aktien der Deutschen Bank setzten ihren Negativtrend mit einem Minus von gut 2 Prozent fort, nachdem sie am Vortag nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung von 8 Milliarden Euro und einer neuen Strategie bereits um fast 8 Prozent abgerutscht waren. «Die erneuten Kursverluste deuten darauf hin, dass Investoren sich die Frage stellen, ob 8 Milliarden Euro genug sind, um die Bank auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen», meinte Jochen Stanzl von CMC Markets. Denn gleichzeitig sorge die EZB mit ihrer Geldpolitik dafür, dass die Zinsen auf bedrohlich tiefem Niveau verharrten.

Im MDax sackten die Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag mit einem Minus von 2,75 Prozent auf den letzten Platz. Die Zahlen für 2016 seien eher durchwachsen, wenngleich der Ausblick überzeuge, sagte ein Händler. Die Papiere waren in den vergangenen Monaten gut gelaufen. Im TecDax gab den Aktien der Software AG die Ankündigung eines Aktien-Rückkaufprogramms Auftrieb. Sie gewannen fast 3 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,08 Prozent am Vortag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,14 Prozent auf 142,58 Punkte. Der richtungweisende Bund Future (März-Kontrakt) gewann 0,13 Prozent auf 164,41 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0572 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0592 (Freitag: 1,0565) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9441 (0,9465) Euro gekostet.

@ dpa.de

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