Analyse, Empfehlungen

FRANKFURT - Die US-Notenbank bleibt auf Kurs.

04.05.2017 - 10:32:23

Ökonomen-Stimmen zum US-Zinsentscheid: Fed bleibt auf Kurs. So lautet das Credo der Einschätzungen, die Volkswirte zur jüngsten Zinsentscheidung der Federal Reserve abgegeben haben. Viele Ökonomen rechnen damit, dass in diesem Jahr - wie von der Fed signalisiert - zwei weitere Zinsanhebungen kommen werden. Als nächster Zeitpunkt dafür wird häufig die kommende Zinssitzung im Juni genannt. Einige Fachleute können sich aber auch eine Straffungspause bis September vorstellen.

Dirk Gojny, National-Bank:

"Die Erklärung nach der Tagung des FOMC brachte gestern nichts substanziell Neues. Die US-Notenbanker bleiben ihrem eingeschlagenen Kurs treu, so dass man sich auf eine nächste Leitzinsanhebung im Juni einstellen darf, sollte nichts Unvorhergesehenes passieren."

Viola Julien, Helaba:

"Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß eine abwartende Haltung eingenommen und zudem keine klaren Signale für einen Zinsschritt im Juni gegeben. Die Tatsache, dass die Wachstumsdelle im ersten Quartal als vorübergehend bezeichnet wurde, lässt die Tür hierfür aber offen. Graduelle Anpassungen sind weiterhin zu erwarten, denn die Konjunkturperspektive in den USA bleibt günstig und der Arbeitsmarkt robust."

Research BayernLB:

"Der FOMC macht mit dem gestrigen Statement deutlich, dass sich die Fed nicht von den schwächeren Konjunkturdaten der letzten Wochen beirren lässt und an ihrer Zinsanhebungsstrategie für 2017 (zwei Zinsschritte bis Jahresende) festhält. Unsere Volkswirte erwarten zwei weitere Zinsschritte in Höhe von 25 Basispunkten im Juni und September dieses Jahres, gefolgt von der Ankündigung zum Beginn der Bilanzkürzung im Dezember."

Bastian Hepperle, Bankhaus Lampe:

"Die US-Notenbank hat gestern ihren geldpolitischen Kurs nicht verändert. (...) Die nächste Zinsanhebung ist für Juni oder September zu erwarten. (...) Doch bereits nur ein schwach ausfallender Arbeitsmarktbericht kann rasch zu einer Neueinschätzung führen. (...) Wir rechnen nicht mit deutlich höheren Leitzinsen, denn zu einer kräftigen Belebung der Binnennachfrage und Reflationierung der US-Wirtschaft wird es auch wegen der anhaltenden Unsicherheit über den Kurs der US-Regierung nicht kommen."

Harm Bandholz, Unicredit:

"Die Zinssitzung brachte keine Neuigkeiten zum geldpolitischen Ausblick. (...) Zwar nahmen die Fed-Mitglieder das schwache Wachstum des ersten Quartals zur Kenntnis, sie sahen die Verlangsamung aber als vermutlich vorübergehend an. Damit bleibt der Ausschuss auf dem Weg einer allmählichen Straffung der Geldpolitik im Laufe dieses und nächsten Jahres."

Friedrich Heinemann, ZEW:

"Der nächste Zinsschritt der Fed ist nur noch eine Frage der Zeit. Aufgrund der nicht einmal ansatzweise gegenfinanzierten Steuersenkungspläne von US-Präsident Donald Trump droht ab 2018 eine drastische Ausweitung des US-Haushaltsdefizits. Dies wird das Zinserhöhungstempo der Notenbank noch beschleunigen."

@ dpa.de

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