Indikatoren, Deutschland

FRANKFURT - Die Menschen in Deutschland sind trotz mickeriger Sparzinsen in der Summe so vermögend wie nie zuvor.

13.10.2017 - 12:52:24

Privates Geldvermögen in Deutschland steigt auf Rekordwert. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank vom Freitag kletterte das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 0,8 Prozent auf den Rekordwert von rund 5723 Milliarden Euro. Berücksichtigt werden dabei Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien. Dank des robusten Arbeitsmarktes und steigender Reallöhne konnten viele Menschen mehr auf die hohe Kante legen. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus der Studie nicht hervor.

Mehr Geld als zu Jahresbeginn horteten die privaten Haushalte als Bargeld oder parkten es als Sichteinlagen bei Banken - also etwa auf Girokonten, deren Bestände man rasch umschichten kann. Insgesamt 31 Milliarden Euro waren es den Angaben zufolge Endes des zweiten Quartals. Aus Spareinlagen, Sparbriefen und Termineinlagen wie beispielsweise Festgeld zogen sie hingegen Geld ab. Insgesamt belaufen sich die Bestände der privaten Haushalte an Bargeld und Einlagen nun auf rund 2248 Milliarden Euro.

In Versicherungen und Pensionseinrichtungen, die ähnlich wie Bankeinlagen als risikoarm gelten, investierten die Bundesbürger mehr als 18 Milliarden Euro. Die Bestände summierten sich Ende des zweiten Quartals auf rund 2157 Milliarden Euro. Die Vorliebe der privaten Haushalte "für als besonders liquide und/oder risikoarm wahrgenommene Anlageformen ist damit weiterhin ausgeprägt", erklärte die Bundesbank.

Allerdings engagierten sich die als börsenscheu geltenden Bundesbürger den Angaben zufolge stärker als zu Jahresbeginn an den Kapitalmärkten. Sie kauften für gut 10 Milliarden Euro Anteile an Investmentfonds. Zudem steckten sie wie im Vorquartal unter dem Strich knapp 2 Milliarden Euro in Aktien und sonstige Anteilsscheine. Allerdings sorgte die durchwachsene Entwicklung an den Börsen für Bewertungsverluste, die für sich genommen das Geldvermögen um etwa 8 Milliarden Euro verringerten, wie die Notenbank erläuterte.

Zugleich nutzten die Bundesbürger die niedrigen Zinsen, um sich günstig Kredite zu verschaffen - vor allem für den Wohnungsbau. Die gesamten Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stiegen um 1,1 Prozent auf 1695 Milliarden Euro. Unter dem Strich erhöhte sich das Nettogeldvermögen im zweiten Quartal damit um 0,7 Prozent auf 4027 Milliarden Euro.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Starker Arbeitsmarkt spricht für weitere US-Zinserhöhungen - Coba. "Die Fed will eine Überhitzung des Arbeitsmarktes verhindern", schreibt Bernd Weidensteiner, USA-Experte bei der Commerzbank am Mittwoch. Daher seien Zinserhöhungen trotz der immer noch schwachen Inflation eine Vorsichtsmaßnahme. Die Fed erwarte weiterhin, dass die Engpässe am Arbeitsmarkt und das hohe Wachstum die Inflation antreiben würden. FRANKFURT - Die US-Notenbank wird laut Commerzbank angesichts des starken Arbeitsmarktes die Zinsen weiter anheben. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 22:25) weiterlesen...

Inflation legt in den USA zu - Kernrate überraschend gesunken. Die viel beachtete Kerninflationsrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, gab hingegen etwas nach. Die US-Notenbank dürfte sich daher bei ihrer vorsichtigen Zinserhöhungspolitik bestätigt sehen. WASHINGTON - In den USA hat der Preisauftrieb im November wie erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 17:10) weiterlesen...

USA: Inflation legt wie erwartet zu. Die Verbraucherpreise erhöhten sich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten mit dieser Rate gerechnet. Im Oktober hatte die Inflation bei 2,0 Prozent gelegen. WASHINGTON - In den USA hat der Preisauftrieb im November wie erwartet zugelegt. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 14:51) weiterlesen...

EU verzeichnet Beschäftigungsrekord. Nach Schätzungen des europäischen Statistikamtes Eurostat waren im dritten Quartal dieses Jahres insgesamt 236,3 Millionen Männer und Frauen erwerbstätig. Dies sei der höchste Wert, der jemals verzeichnet wurde, teilte die Behörde am Mittwoch mit. LUXEMBURG - Die Zahl der Beschäftigten in der EU ist auf ein Rekordhoch gestiegen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 14:27) weiterlesen...

Deutsche Inflation zieht etwas an - Energie im November teurer. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Verbraucherpreise um 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Oktober hatte die Rate bei 1,6 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im November um 0,3 Prozent. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. WIESBADEN - Getrieben von höheren Energie- und Nahrungsmittelpreisen hat die Inflation in Deutschland im November etwas angezogen. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:51) weiterlesen...

DIW: Aufschwung in Deutschland gewinnt an Breite. Neben dem privaten Konsum und der Exportstärke nehmen auch die Investitionen der Unternehmen zu. Die Beschäftigung steigt weiter, die Einkommen der Arbeitnehmer ziehen an. Das sind Kernpunkte einer am Mittwoch in Berlin vorgelegten aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Deutschland sei auf dem Weg in die Hochkonjunktur, sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher. BERLIN - Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland hält aus Sicht des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW an und gewinnt an Breite. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 11:14) weiterlesen...