Produktion, Absatz

FRANKFURT / BERLIN - Ein Online-Portal nutzt die Zinsflaute für eine Marketingaktion: Auf der Vergleichsplattform Smava können Verbraucher seit Montag einen Ratenkredit mit negativem Zinssatz abschließen.

17.07.2017 - 12:57:25

Marketing in der Zinsflaute: Anbieter schenkt Kreditkunden Geld. Heißt: Der Kreditnehmer bekommt Geld geschenkt, wenn er sich welches leiht.

"Wer einen Kredit in Höhe von 1000 Euro aufnimmt, muss nur 994 Euro zurückzahlen", erklärt Smava-Geschäftsführer Alexander Artopé. Den Kredit selbst vergibt die Fidor Bank. Er ist pro Person auf 1000 Euro gedeckelt, hat eine Laufzeit von 36 Monaten und einen effektiven Jahreszins von minus 0,4 Prozent. Zunächst gilt das Angebot bis Ende dieses Monats.

"Das ist eine reine Marketingaktion, um Kunden zu locken", sagt Verbraucherschützer Niels Nauhauser. Dass das Angebot Signalwirkung für die gesamte Branche haben wird, glaubt der Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg nicht: "Keiner sollte die Erwartung haben, dass Banken nun anfangen werden, das Geld mit beiden Händen an Verbraucher zu verteilen."

Nullzins-Angebote gibt es schon länger. Bei Autos und Möbeln gab es als Lockangebote faktisch auch bereits negative Zinsen. Förderbanken haben ebenfalls die extrem günstigen Zinsen teils eins zu eins an ihre Kreditnehmer weitergegeben. Umgekehrt müssen erste Sparer Strafzinsen zahlen - vor allem, wenn sie höhere Beträge bei ihrer Bank parken.

Hintergrund ist die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), mit der die Notenbank versucht, Wirtschaft und Inflation in der Eurozone anzukurbeln. Derzeit liegt der Leitzins bei null Prozent. Für Gelder, die Geschäftsbanken bei der EZB parken, wird sogar ein Strafzins von 0,4 Prozent fällig.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

KORREKTUR: Osram will deutsche Standorte sichern. (Im zweiten Absatz wurde die Mitarbeiterzahl in Schwabmünchen berichtigt: 300 - statt: 400) KORREKTUR: Osram will deutsche Standorte sichern (Boerse, 26.07.2017 - 10:19) weiterlesen...

Osram will deutsche Standorte sichern. Das hat die Unternehmensleitung nach dpa-Informationen in einem Eckpunktepapier "Zukunftskonzept Osram" mit den Arbeitnehmervertretern in der IG Metall vereinbart. Dabei geht es insbesondere um zwei Werke in Schwabmünchen und Berlin, denen ansonsten mittelfristig wohl die Schließung gedroht hätte. MÜNCHEN - Der Beleuchtungshersteller Osram will seine Traditionswerke in Deutschland durch die Umwandlung in High-Tech-Standorte sichern. (Boerse, 26.07.2017 - 10:01) weiterlesen...

KORREKTUR: Telefonica Deutschland schneidet beim Ergebnis besser ab (Im letzten Satz des ersten Absatzes wird der Umsatzrückgang aus Mobilfunkdienstleistungen berichtigt, dieser betrug 3,0 Prozent rpt. (Boerse, 26.07.2017 - 10:00) weiterlesen...

Kion steigert Ergebnis überraschend kräftig - Aktie auf Rekordhoch. Analysten hatten zwar im zweiten Quartal neben dem steigenden Umsatz mit höheren Auftragseingängen gerechnet. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 wurde zudem entgegen einiger Erwartungen nicht angehoben. Unter den Anlegern sorgte aber das gute Abschneiden beim operativen Ergebnis für Zuversicht: Die Aktie legte um mehr als 4 Prozent zu und erreichte ein neues Rekordhoch. WIESBADEN - Bei Kion macht sich die Milliarden-Übernahme des US-Logistikunternehmens Dematic aus dem letzten Jahr langsam bezahlt. (Boerse, 26.07.2017 - 09:51) weiterlesen...

Daimler wächst weiter kräftig - E-Klasse und SUVs geben Schwung. Im zweiten Quartal kletterten Umsatz und Gewinn dank des anhaltenden Aufschwungs bei Mercedes-Benz kräftig, wie der Dax -Konzern am Mittwoch mitteilte. Das lag vor allem an der neuen E-Klasse sowie den Stadtgeländewagen (SUV), die bei den Kunden gut ankommen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 15 Prozent auf 3,75 Milliarden Euro, der Umsatz um 7 Prozent auf 41,2 Milliarden Euro. Das lag vor allem am weiter schwungvollen Absatz im Kerngeschäft mit Autos. STUTTGART - Der Autobauer Daimler legt trotz der Debatten um Diesel-Manipulationen und Fahrverbote weiter kräftig zu. (Boerse, 26.07.2017 - 09:20) weiterlesen...

Infineon-Konkurrent STMicro profitiert weiter von hoher Chip-Nachfrage. "Wir sind sehr gut positioniert, die im Mai veröffentlichten Ziele für die zweite Jahreshälfte zu erreichen", sagte Unternehmenschef Carlo Bozotti bei der Veröffentlichung der Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal. Demnach soll sich das Umsatzwachstum in er zweiten Jahreshälfte weiter beschleunigen und die operative Marge über die Marke von zehn Prozent steigen. GENF - Der Halbleiterhersteller STMicro sieht sich dank florierender Geschäfte mit Chips für Autos und Smartphones auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen. (Boerse, 26.07.2017 - 08:52) weiterlesen...