Aktien

Es ist schon bemerkenswert, dass die Anleger bei einigen Aktien kein Halten kennen und völlig ungehemmt weit über das Ziel hinausschießen, das die Entwicklung der Umsätze und Gewinne vorgeben würden ? und im Gegenteil einige andere Aktien so in Ungnade gefallen sind, dass man sie behandelt wie eine heiße Kartoffel.

18.05.2017 - 11:07:29

Nordex: Übertriebener Pessimismus - ja. Aber jetzt einsteigen?

Es ist schon bemerkenswert, dass die Anleger bei einigen Aktien kein Halten kennen und völlig ungehemmt weit über das Ziel hinausschießen, das die Entwicklung der Umsätze und Gewinne vorgeben würden ? und im Gegenteil einige andere Aktien so in Ungnade gefallen sind, dass man sie behandelt wie eine heiße Kartoffel. Bestes Beispiel aus der zweiten Kategorie: Nordex (ISIN DE000A0D6554).

Die Mitte vergangener Woche veröffentlichen Ergebnisse des ersten Quartals waren nicht wirklich schlecht. Dass Nordex an der im Vorfeld reduzierten Perspektive für 2017 festhält, ist ja schon mal besser, als hätte man da noch mehr zusammenstreichen müssen. Klar, das war nun wirklich kein Grund, die Aktie wieder zur ?Kursrakete? zu befördern. Aber muss der Kurs, der vor genau einem Jahr mehr als doppelt so hoch lag, deswegen weiter gedrückt werden? Muss er nicht, wird er aber, weil ?

 

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? die letzten die Hunde beißen ? in Person von Leerverkäufern, die sich bei Nordex absolut sicher fühlen. Dass die Aktie seit der negativen Reaktion auf die Quartalsbilanz unterhalb der 20-Tage-Linie gehalten wird, deutet an, dass diese Klientel hier weiterhin aktiv agiert. Die Frage ist: Kommen nicht doch irgendwann eben diese Bären unter die Räder, wird die Aktie nicht bald durch eine ?Short Squeeze? massiv steigen, weil die Leerverkäufer blitzschnell diese Aktien eindecken müssen und den Kus dadurch dann selbst immer höher treiben?

Gut möglich. Aber kann man es wagen, darauf zu setzen? Richtig ist, dass die Unterstützungszone in Form der Tiefs vom Februar und März bei 12,451/12,65 Euro jetzt nahe liegt. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass solche Tiefs in einem von Leerverkäufern dominierten Umfeld keineswegs halten müssen. Auch, wenn die Abwärtsdynamik nachgelassen hat, würde man hier noch in ein ?fallendes Messer? greifen. Daher wäre es unverändert besser abzuwarten, bis sich Anzeichen ergeben, dass die Bären auf die Verliererstraße geraten. Mindestanforderung (!) dafür wäre selbst für risikofreudige Trader ein Schlusskurs, der mit 13,75 Euro klar über der bei aktuell 13,67 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie läge.

 

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