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Erst passiert wochenlang rein gar nichts, dann steigt die Commerzbank-Aktie (ISIN DE000CBK1001) in nur zwei Wochen um 20 Prozent.

10.07.2017 - 10:35:54

Commerzbank: Auf diesem Niveau ist das Eis dünn!. Das mag die Aktionäre erfreuen, sicher. Aber die Frage muss erlaubt sein, woher diese plötzliche Begeisterung kommt. Denn eigentlich fehlt es diesem Anstieg an Substanz.

Erst passiert wochenlang rein gar nichts, dann steigt die Commerzbank-Aktie (ISIN DE000CBK1001) in nur zwei Wochen um 20 Prozent. Das mag die Aktionäre erfreuen, sicher. Aber die Frage muss erlaubt sein, woher diese  plötzliche Begeisterung kommt. Denn eigentlich fehlt es diesem Anstieg an Substanz. Was zuletzt auch die Analysten von ?Independent Research? so sahen, die zwar ihr Kursziel am Donnerstag auf 9,50 Euro anhoben, die Empfehlung aber bei ?verkaufen? beließen. Logisch, immerhin notiert die Aktie auf einmal weit über diesem Kursniveau.

Zwei Aspekte waren es, die diese Käufe auslösten: Zum einen die Bemerkung des Privatkunden-Vorstands, er könne sich die Eröffnung von 100 neuen Filialen vorstellen. Was einige gleich als Fakt interpretierten und das Wort ?vorstellen? vom Tisch wischten. Und die angeblich von Mario Draghi zwischen den Zeilen angedeutete Zinswende in der Eurozone, für die es aber aus Sicht von Wachstum und Inflation gar keine Basis gibt. Den Rest erledigte die Charttechnik:

 

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Nachdem die Aktie dadurch aus der vorherigen, nervigen Handelsspanne zwischen 9,00 und 9,80 Euro nach oben ausgebrochen war, sprangen kurzfristige Trader natürlich auf den Zug auf und verlängerten die Rallye. So weit, dass der Kurs jetzt sogar mittel- und längerfristige Charthürden wie das Zwischenhoch von Ende 2015 und die 2014er-Abwärtstrendlinie überwunden hat. Wäre da nicht der sogar auf Wochenbasis überkaufte RSI-Indikator und das Fehlen eins wirklich vertrauenerweckenden fundamentalen Unterbaus, man müsste konstatieren: Da ist noch viel Luft nach oben.

Aber eben dieser Unterbau ist nicht da, daher lautet die Conclusio im Gegenteil: Da ist jetzt viel Luft nach unten. Es wäre dringend geraten, sich hier lieber nicht reich zu rechnen, sondern besser regelmäßig nach unten zu schauen und bestehende Long-Trades konsequent eng abzusichern. Hierfür würde sich derzeit die nach oben mitlaufende 20-Tage-Linie als Basis anbieten. Die (in diesem langfristigen Chart nicht abbildbar) liegt derzeit bei 10,05 Euro und steigt, so dass man den Stopp mit dem Anstieg dieser Linie sukzessive nachführen könnte.

 

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