Frauen, Kabinett

Eine Pflicht für Firmen, ihre Vorstände ausgeglichen zu besetzen, gibt es nicht - und so ist die Leitung von Unternehmen überwiegend weiter Männerdomäne.

16.08.2017 - 08:50:24

Bald Pflicht? - Ministerin bringt Frauenquote für Vorstände ins Gespräch. Ändern Unternehmen dies nicht, könnten sie möglicherweise schon bald dazu gezwungen werden.

Berlin - Familienministerin Katarina Barley (SPD) will auf absehbare Zeit eine stärkere Beteiligung von Frauen in Unternehmensvorständen gesetzlich erzwingen.

«Ich gebe der Wirtschaft noch ein Jahr Zeit, die Sache selbst zu regeln. Wenn sich bis dahin nichts tut, werden wir gesetzlich eingreifen», sagte Barley dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Ich hätte kein Problem mit einer verpflichtenden Frauenquote auch für Unternehmensvorstände», sagte sie weiter. «Wir konnten jahrzehntelang beobachten, dass Selbstverpflichtungen nicht funktionieren.» Gut zwei Jahre nach Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für die Privatwirtschaft zieht die Bundesregierung heute eine Bilanz.

Eine Pflicht für Firmen, ihre Vorstände ausgeglichen zu besetzen, gibt es bislang nicht. Eine gesetzliche Frauenquote gilt nur für Aufsichtsräte. Dort sind die deutschen Unternehmen nach früheren Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) auf einem guten Weg. Frühere Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bestätigten das. Demnach lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 106 Unternehmen, die seit Anfang vergangenen Jahres zur Quote verpflichtetet sind, bei rund 27 Prozent. Anders sah es bei den Vorständen aus. Bei denselben 106 Unternehmen lag der Anteil der weiblichen Führungskräfte 2016 nur bei 6,5 Prozent, so das DIW. «In den Vorständen ist fast gar nichts passiert», kritisierte Barley. «Gerade mal sechs Prozent der Vorstände sind weiblich. Das geht so nicht weiter.»

Das Bundeskabinett befasst sich am Mittwoch mit einem gemeinsamen Bericht von Familien- und Justizministerium zum Frauenanteil in den Aufsichtsräten großer Unternehmen. Das lange umstrittene Gesetz trat im Mai 2015 in Kraft. Es verpflichtet rund 100 börsennotierte, mitbestimmungspflichtige Großunternehmen seit Anfang 2016 zu einer festen Frauenquote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten.

@ dpa.de

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