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DÜSSELDORF - Bundesbank-Präsident Jens Weidmann könnte laut einem Pressebericht einer Verlängerung und gleichzeitigen Verringerung der umstrittenen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) zustimmen.

24.10.2017 - 18:51:24

'HB': Weidmann könnte Verlängerung der EZB-Anleihekäufe zustimmen. Das schreibt das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf zwei Personen, die mit der Diskussion in der Bundesbank vertraut sind. Auf ihrer Ratssitzung am Donnerstag entscheidet die Notenbank über die Zukunft ihrer vor allem in Deutschland umstrittenen Anleihekäufe.

Bislang kauft die EZB für monatlich 60 Milliarden Euro vor allem Staatsanleihen der Euro-Länder. Mit den Käufen soll die niedrige Inflation angefacht werden. Sie sind bisher bis Dezember 2017 befristet. An den Finanzmärkten wird mittlerweile fest von einer Verringerung der Käufe ab Januar ausgegangen.

Bundesbank-Präsident Weidmann gilt als prominentester Gegner der Anleihekäufe. Andererseits hat er sich jedoch für ein schrittweises Auslaufen der Käufe ausgesprochen und gegen ein sofortiges Ende. "Je deutlicher wird, dass die Käufe auslaufen, desto eher wird er zustimmen", schreibt das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen der Insider. Hierbei gehe es nicht zwingend um ein verbindliches Enddatum.

Weidmann könne auch der derzeit am meisten diskutierten Variante einer Halbierung der Käufe auf 30 Milliarden Euro bei gleichzeitiger Verlängerung um neun Monate zustimmen, schreibt das Blatt. Es komme aber auf die Nuancen an. Die Vorstellungen im EZB-Rat würden nicht weit auseinander liegen. Die Bundesbank wollte das nicht kommentieren.

Für eine Verringerung der Käufe spricht laut Ökonomen das robuste Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Experten verweisen zudem darauf, dass die EZB bei unverändert hohen Käufen ihre eigenen Vorgaben verletzten könnte. Für einen vorsichtigen Ausstieg spricht die immer noch schwache Inflationsentwicklung. Eine Erhöhung des Leitzinses ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Erst geraume Zeit nach dem Ende der Käufe will die EZB über Zinserhöhungen nachdenken.

@ dpa.de

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