Konjunktur, Deutschland

Die Wirtschaftsforscher sind sich einig: Mit der Konjunktur in Deutschland geht es weiter bergauf.

20.06.2017 - 12:20:07

Ifo-Institut erhöht Prognose - Konjunktur gewinnt an Stärke. Im kommenden Jahr könnte das Wachstum noch einmal spürbar zulegen.

München - In Deutschland kommt der Aufschwung stärker in Fahrt und immer mehr Konjunkturexperten erhöhen ihre Wachstumsprognosen. Am Dienstag hat auch das Ifo-Institut die Konjunkturerwartungen spürbar nach oben geschraubt.

In diesem Jahr erwarten die Ifo-Forscher ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent, nachdem sie zuvor nur mit 1,5 Prozent gerechnet hatten. Für 2018 erhöhte das Institut die Prognose auf 2,0 Prozent, nach zuvor 1,7 Prozent.

«Der Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr 2013 befindet, gewinnt an Stärke und Breite», hieß es in der Mitteilung des Ifo-Instituts. Als Wachstumstreiber sehen die Forscher die lebhafte Konsumnachfrage der privaten Haushalte und die rege Bautätigkeit. Ein zunehmender Beitrag am robusten Aufschwung komme aber auch von der Exportwirtschaft, die von besseren Konjunkturaussichten in der Eurozone profitiere. Außerdem werde der Export durch eine anziehende Weltwirtschaft gestützt.

Im Windschatten der starken Konjunktur rechnen die Ifo-Ökonomen auch mit einer weiter dynamischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Demnach dürfte die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2017 stärker zulegen als im Jahr zuvor.

In der zuletzt enttäuschenden Entwicklung in der Industrie sehen die Ifo-Experten kein Problem. Wegen der vergleichsweise starken Exportwirtschaft dürften auch die bisher etwas schleppende Industriekonjunktur und die ebenfalls enttäuschenden Unternehmensinvestitionen anziehen, hieß es.

Mit ihrer Prognose folgen die Ifo-Ökonomen Einschätzungen aus anderen führenden Forschungsinstituten. Zuvor hatte bereits das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI seine Wachstumsprognose 2017 angehoben, auf 1,6 Prozent nach zuvor 1,3 Prozent. Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hatten in ihrer Prognose sogar vor einer konjunkturelle Überhitzung gewarnt. Sie rechnen mit der stärksten gesamtwirtschaftlichen Auslastung seit dem Boom-Jahr 2007.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die deutsche Wirtschaft auf einem robusten Wachstumskurs. Die OECD-Ökonomen hatten zuletzt für dieses Jahr ein Plus von 1,7 Prozent und von 2,0 Prozent im kommenden Jahr erwartet. Sie waren damit optimistischer eingestellt als die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Frühjahrsgutachten.

@ dpa.de

Vergessen Sie den DAX und Co.!

Diese 7 Top-Trades dürfen Sie sich jetzt nicht entgehen lassen: Auf Sie wartet mit nur 7 Aktien das Geschäft Ihres Lebens. Selbst wenn die Börse crashen sollte, sind Sie mit diesen 7 Aktien top positioniert. Sichern Sie sich die Namen dieser 7 Aktien jetzt kostenfrei UND schlagen Sie den DAX dieses Jahr um Längen.

>> Jetzt HIER die Namen der 7 Aktien erfahren! GRATIS!

Weitere Meldungen

Devisen: Draghi-Aussagen beflügeln Eurokurs. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am frühen Nachmittag mit 1,1266 US-Dollar gehandelt. Vor den Aussagen von Draghi hatte der Euro noch unter 1,12 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,1187 (Freitag: 1,1173) Dollar festgesetzt. FRANKFURT - Der Eurokurs ist am Dienstag von zuversichtlicheren Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi beflügelt worden. (Wirtschaft, 27.06.2017 - 13:46) weiterlesen...

WDH/EZB-Chef Draghi: Inflation nur zeitweise gedämpft. (Wiederholung: Wochentag im zweiten Satz wurde korrigiert.) WDH/EZB-Chef Draghi: Inflation nur zeitweise gedämpft (Wirtschaft, 27.06.2017 - 11:44) weiterlesen...

EZB-Chef Draghi: Inflation nur zeitweise gedämpft. "Zwar gibt es immer noch Faktoren, die auf dem Inflationstrend lasten", sagte Draghi am Montag zur Eröffnung der jährlichen Notenbankkonferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) im portugiesischen Sintra. Zurzeit seien dies aber vor allem temporäre Faktoren, durch die eine Zentralbank normalerweise "hindurchsehen" könne. SINTRA - Die schwache Inflation im Euroraum ist aus Sicht von EZB-Präsident Mario Draghi vor allem auf zeitlich begrenzte Entwicklungen zurückzuführen. (Wirtschaft, 27.06.2017 - 10:59) weiterlesen...

Sentix: Griechenland so sicher im Euro wie seit Jahren nicht. Bei einer regelmäßigen Umfrage hätten zuletzt nur noch 5,3 Prozent der Investoren angegeben, dass sie binnen eines Jahres mit einem "Grexit" rechnen, teilte das Marktforschungsinstitut Sentix am Dienstag mit. Dies seien knapp drei Prozentpunkte weniger als zuletzt, womit das niedrigste bislang gemessene Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2012 erreicht sei. FRANKFURT - Nach dem jüngsten Schulden-Kompromiss mit den Gläubigern ist die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Austritts Griechenlands nach Einschätzung von Investoren deutlich gesunken. (Wirtschaft, 27.06.2017 - 10:10) weiterlesen...

Ifo-Geschäftsklima setzt Höhenflug fort. Das vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklima erreichte den höchsten Stand seit der Deutschen Wiedervereinigung. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft stieg um 0,5 Punkte auf 115,1 Zähler, wie das Institut am Montag im München mitteilte. Damit wurde der Rekordwert vom Vormonat überboten. Bankvolkswirte hatten dagegen mit einem leichten Rückgang auf 114,5 Punkte gerechnet. MÜNCHEN - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat ihren Höhenflug im Juni fortgesetzt. (Wirtschaft, 26.06.2017 - 17:07) weiterlesen...

EZB hat weiter Bedenken wegen griechischer Staatsschulden. Es gebe weiterhin ernsthafte Bedenken mit Blick auf die Tragfähigkeit der griechischen Staatsschulden, heißt es in dem am Montag von der EZB veröffentlichten Schreiben an einen EU-Parlamentarier. Grund seien fehlende Informationen über weitere Schuldenerleichterungen für Athen. Die Euro-Partner Griechenlands hatten diese Mitte Juni nur im Grundsatz zugesagt. FRANKFURT - Ein Brief von EZB-Präsident Mario Draghi an EU-Parlamentarier deutet nicht auf baldige Notenbankkäufe griechischer Staatsanleihen hin. (Wirtschaft, 26.06.2017 - 16:44) weiterlesen...