Prozesse, Konsumgüter

Die Rasierer-Hersteller Gillette und Wilkinson streiten sich am Düsseldorfer Landgericht: Es geht um preisgünstige Ersatzklingen für einen weit verbreiteten Nassrasierer, um Patentrecht - und um viel Geld.

18.07.2017 - 07:49:23

Billige Ersatzklingen - Gillette vs. Wilkinson: Showdown im Rasiererkrieg

Düsseldorf - Das Düsseldorfer Landgericht entscheidet heute in einem Patentstreit zwischen den Rasiererherstellern Gillette und Wilkinson.

Gillette hat beantragt, dem Rivalen und dessen US-Mutterkonzern Edgewell per einstweiliger Verfügung zu untersagen, weiter preisgünstige Ersatzklingen für den Gillette-Nassrasierer «Mach3» herzustellen und zu verkaufen.

Gillette sieht wegen des Vorgehens des Rivalen eines seiner Patente verletzt, das die Verbindung zwischen den Klingen-Einsätzen des «Mach3» und den Griffstücken betrifft. Wilkinson weist diesen Vorwurf zurück und will die Produktion fortsetzen. Nach Einschätzung von Wilkinson ist das Patent von Gillette nichtig, weil die darin beschriebene Mechanik schon zum Zeitpunkt der Erteilung des Patents 1998 nicht wirklich neu gewesen sei.

Der amerikanische Wilkinson-Mutterkonzern Edgewell hat vor kurzem damit begonnen, Klingen, die auf den «Mach3» passen, als Eigenmarke für mehrere Handelsketten herzustellen. Dort werden sie in der Regel zu Preisen verkauft, die spürbar unter denen des Originalzubehörs liegen.

@ dpa.de