VDA Verband der Automobilindustrie e.V.

Die IAA macht's möglich: Messebesucher können zum ersten Mal in ihrem Leben vollautonom Auto fahren

15.09.2017 - 11:37:09

Die IAA macht's möglich: Messebesucher können zum ersten Mal in ihrem Leben vollautonom Auto fahren. Frankfurt - - Querverweis: Audiomaterial ist unter http://www.presseportal.de/audio abrufbar - Auf der Agora, dem Freigelände der IAA kann jeder die unterschiedlichen Formen des selbstfahrenden Autos ausprobieren MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN Anmoderation: Ich glaube, kaum einer von uns ...

Frankfurt -

- Querverweis: Audiomaterial ist unter http://www.presseportal.de/audio abrufbar -

Auf der Agora, dem Freigelände der IAA kann jeder die unterschiedlichen Formen des selbstfahrenden Autos ausprobieren MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN

Anmoderation:

Ich glaube, kaum einer von uns ist schon einmal vollautonom gefahren. Ohne selbst Gas zu geben, ohne zu lenken oder beim Parken mühsam zu kurbeln. Aber wissen würden wir es schon gerne, wie sich so ein autonomes Auto fährt. Kein Problem: Auf der IAA in Frankfurt ist es für jedermann möglich. Auf der Agora, dem Freigelände vor den Hallen zwei, drei und vier sind Parcours angelegt, auf denen mit verschiedensten Fahrzeugen das autonome Fahren ausprobiert werden kann. Francesco Lopez, Ingenieur von Bosch betreut die Interessenten:

O-Ton Francesco Lopez

Wir sitzen jetzt in einem Golf GTE, mit der AEB Cyclist-Funktion, das heißt eine Notbremsung auf kreuzende oder querende Fahrradfahrer. Man muss sich das so vorstellen, wir fahren jetzt durch die Stadt, der Parcours ist so aufgebaut und plötzlich kommt ein Fahrradfahrer aus der Verdeckung, sprich ich sehe ihn gar nicht. Dann gibt es einen kurzen Warnton, das heißt ichkönnte noch eingreifen, mach ich natürlich nicht. Mein System erkennt, der Fahrer ist nicht aktiv. Dann starten wir, beschleunigen auf ungefähr vierzig km/h, fahren diese Landstraße entlang: Da kommt der Fahrradfahrer. Auto übernimmt die Bremsung und Fahrradfahrer kommt heile davon. (0:39)

Ohne Zutun von Francesco Lopez kommt der Golf zum Stehen, der Radfahrer kann ganz gemütlich an uns vorbeifahren. Als Beifahrer ist das Ganze schon sehr ungewohnt. Unwillkürlich tritt man nämlich beinahe das Bodenblech durch. Nächste Station: Mercedes. Bei Jürgen Zachlot erleben die Mitfahrer, wie die Distronic funktioniert:

O-Ton Jürgen Zachlot

Wir stellen uns jetzt bitte einfach vor, wir fahren gemeinsam durch den Stadtverkehr. Ich aktiviere einmal meinen Abstandsregeltempomat auf eine Stadtgeschwindigkeit von vierzig km/h. Ich nehme die Füße von der Pedalerie und vor uns taucht jetzt ein an der Ampel wartendes Fahrzeug auf. Mein Fahrzeug bremst wunderbar sanft, sehr komfortabel ab, bis zum Stillstand und hält an. Sobald sich das vor uns wartende Fahrzeug wieder in Bewegung setzen würde, startet auch mein Fahrzeug wieder rund fährt los. (0:31)

Eine Traum-Erfindung, für all jene Autofahrer, die häufig im Stau stehen. Mit der Distronic kann der Autofahrer, das Anfahren, Abbremsen, Neustarten ganz seinem Fahrzeug überlassen. Aber das ist noch nicht alles. Eine im Mercedes verbaute Stereokamera erfasst die Umgebung des Fahrzeugs und liest in Echtzeit Straßenschilder. Diese Informationen werden dann auf dem Display im Wagen angezeigt und das Auto passt die Geschwindigkeit automatisch dem Tempolimit an. Aber die Kamera kann noch mehr:

O-Ton Jürgen Zachlot

Wir sind aber schon so weit, dass wir Verkehrsschilder situativ erkennen und auswerten können. Hier vor uns zum Beispiel haben wir jetzt ein Schild: Fußgängerüberweg, es würde auch reichen, wenn ich einen Zebrastreifen hätte und an diesem Schild steht im Moment eine Person. Leicht durchnässt, der steht schon den ganzen Tag da. Mein Fahrzeug sieht das, ich bekomme sofort die Meldung in meinem Head-Up-Display, in meinem Zentral-Display: Achtung Fußgängerüberweg. (0:27)

In einer heute veröffentlichten Untersuchung wurde festgestellt, dass 52 Prozent der deutschen Autofahrer sich sehr gut vorstellen können, autonom unterwegs zu sein. Das hat selbst Fachleute überrascht. Wobei autonomes Autofahren nicht nur den Stress im Stau oder im Stadtverkehr abbauen hilft, sondern auch ein wichtiger Schritt zum unfallfreien Autofahren ist, betont Francesco Lopez:

O-Ton Francesco Lopez

Vor allem in Großstädten sehen wir das häufig, dass Personen auch einmal aus der Verdeckung kommen, sprich hinter parkenden Fahrzeugen einfach hervorlaufen. Und wenn man da nicht gut oder rechtzeitig reagiert, kommt es zwangsläufig zu einem Unfall. Genau diese Situationen wollen wir minimieren und dafür sind solche Systeme natürlich optimal geeignet. (0:19)

Abmoderation:

Wer sich selbst einmal in ein autonom fahrendes Auto setzen möchte, kann das noch bis zum 24. September auf der IAA in Frankfurt tun. Verschiedene Hersteller sind hier auf der Agora, dem Freigelände der IAA, mit ihren Prototypen vertreten.

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