Belgien, Nahrungsmittel

Die Behörden in Belgien haben offenbar bereits seit zwei Monaten von einer von einer möglichen Belastung von Eiern mit dem Insektizid Fipronil erfahren.

05.08.2017 - 16:18:28

Sprecherin: Belgische Behörden wussten seit Juni von Fipronil-Verdacht

Man habe seit Anfang Juni gewusst, dass es möglicherweise ein Problem mit Fipronil in der Geflügelzucht gebe, sagte eine Sprecherin der belgischen Agentur für Lebensmittelsicherheit dem Fernsehsender VRT. Dies sei jedoch wegen der Einleitung von Ermittlungen wegen Betrugs nicht öffentlich gemacht worden. Nachdem man die Staatsanwaltschaft informiert habe, habe das Ermittlungsgeheimnis gegolten.

In Eiern aus Belgien und den Niederlanden war in den vergangenen Tagen Fipronil nachgewiesen worden. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind mindestens zehn Millionen kontaminierte Eier aus den Niederlanden nach Deutschland geliefert worden, ein Teil davon ist in den Handel gelangt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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Geflügelbranche geht von Millionen-Schaden wegen Fipronil aus. Neben Eiern hätten auch Eierprodukte nicht ausgeliefert werden können, sagte der Vorsitzende der niedersächsischen Geflügelwirtschaft und Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, der Deutschen Presse-Agentur in Oldenburg. Außerdem sei ein großer Imageschaden entstanden. OLDENBURG - Die Geflügelbranche rechnet damit, dass durch den Fipronil-Skandal für deutsche Betriebe Schäden in Millionenhöhe entstanden sind. (Wirtschaft, 21.08.2017 - 05:20) weiterlesen...

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