Deutschland

Der deutsche Aktienmarkt bleibt unberechenbar.

01.11.2016 - 10:36:24

Dax verliert Schwung und dreht ins Minus. Aus Gewinnen wurden am Dienstagmorgen binnen Minuten Verluste. Dabei gab es gute Nachrichten vom wichtigen Handelspartner China.

Frankfurt/Main - Nach einem starken Auftakt ist dem deutschen Aktienmarkt schnell wieder die Luft ausgegangen. Der Dax gab seine Gewinne im frühen Handel komplett ab und stand zuletzt um 0,04 Prozent tiefer bei 10.661,13 Punkten.

Damit setzt der deutsche Leitindex auch zum November-Auftakt seinen bereits seit fast drei Monaten andauernden Schaukelkurs fort, bei dem es stetig auf und ab geht.

Auch der Index der mittelgroßen Werte MDax konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten, er stand zuletzt 0,31 Prozent tiefer bei 21 080,52 Punkten. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,28 Prozent auf 1719,06 Zähler nach. Ähnlich war die Kursbewegung in Europa: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 dämmte seine Gewinne auf 0,06 Prozent auf 3056,94 Punkte ein.

Zu Handelsbeginn hatten noch vielversprechende Wirtschaftsdaten vom wichtigen Handelspartner China für Rückenwind gesorgt. Dort hatte sich die Stimmung in der Industrie des Landes im Oktober überraschend aufgehellt, was Hoffnungen auf eine Besserung der chinesischen Konjunktur nährte.

Rund um den Globus stehen die Notenbanken in dieser Woche weiter im Blick: So bestätigten die japanischen Währungshüter ihren sehr lockeren Kurs der Geldpolitik. Auch die australische Notenbank bleibt auf ihrem bisherigen Weg. Wenngleich von der US-Notenbank Fed zur Wochenmitte keine Leitzinsänderungen erwartet werden, bleibt insbesondere dieser Termin jedoch ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte.

Auf der Konjunkturseite stehen an diesem Dienstag aber zunächst vor allem die ISM-Einkaufsmanagerindizes aus den USA im Mittelpunkt. Mit Interesse dürften die Anleger auch die Zahlen zum Pkw-Absatz in den Vereinigten Staaten verfolgen, da sie Rückschlüsse auf Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion zulassen.

Im Dax setzten die Papiere des Fernsehsenders ProSiebenSat.1 ihre Erholung nach dem Zwischentief Mitte Oktober mit einem Aufschlag von mehr als 1 Prozent fort. Die Anteile am Versorger Eon landeten mit mehr als 2 Prozent Kursplus an der Index-Spitze, während die Deutsche-Bank-Anteile mit einem Abschlag von knapp einem Prozent das Schlusslicht bildeten.

Bei Fielmann sorgte die am Vortag gesenkte Ergebnisprognose für Nachwehen: Nach dem Kurseinbruch standen die Papiere der Optikerkette weiter auf den Verkaufszetteln der Investoren - im frühen Handel betrug der Kursverlust rund ein halbes Prozent.

@ dpa.de

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