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Der Daimler-Chart sieht langsam brenzlig aus.

01.11.2016 - 17:17:37

Daimler: Aufpassen, es könnte brenzlig werden!. Und die Gründe, warum die Aktie heute Druck abbekommt, sollte man nicht zu gering einschätzen.

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Der Daimler-Chart sieht langsam brenzlig aus. Und die Gründe, warum die Aktie heute Druck abbekommt, sollte man nicht zu gering einschätzen.

Zum einen mag es sein, dass die ernüchternden Absatzzahlen von VW in den USA, die für Oktober frisch auf den Tisch kamen, trotz der Gründe dafür (d.h. die Abgas-Affäre) fürchten lassen, dass auch Daimler in dem wichtigen US-Markt zuletzt keine Lorbeeren hat ernten können. Nun, das wird man abwarten müssen, diese Sorge kann sich genauso gut in Luft auflösen. Aber etwas anderes wiegt schwerer: ein steigender Euro.

Fallender US-Dollar behindert die Exportperspektive

Der Euro legt zum US-Dollar zu, weil letzterer fällt. Und das nicht, weil man erwartet, dass die US-Notenbank morgen die Zinsen anhebt. Das wird sie so knapp vor der US-Wahl am 8. November wohl kaum wagen. Aber er fällt, weil die Nachrichtenlage für Hillary Clinton immer unerfreulicher wird und aktuelle Umfragen andeuten, dass ihr Vorsprung vor Trump jetzt nicht mehr existiert. Und vor einem US-Präsidenten Trump graust es vielen, vor allem außeramerikanischen Anlegern. Ein fallender US-Dollar ist Symbol eines potenziell sinkenden Sterns USA, aber:

 

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Er ist eben auch ein Problem für den Export europäischer Unternehmen in die USA, da der Euro teurer wird und damit auch die europäischen Waren teurer werden ? wie zum Beispiel Autos. Man könnte zwar auch die Preise konstant halten ? aber dann würde die ungünstigere Währungsrelation eben in Form sinkender Gewinnmargen statt über einen sinkenden Absatz auf den Gewinn drücken. Und dass der Euro zugleich auch noch zum Pfund und zum Yen steigt, macht diese Perspektive nicht rosiger. Man sieht den Euro aktuell als ?sicheren Hafen?. Und da es hier um die Politik geht und nicht um die US-Notenbank, kann sich diese für Daimler ungünstige Entwicklung durchaus einige Zeit hinziehen.

Der ?Keil? sollte tunlichst halten!

Was darf nicht passieren? Die Aktie sollte nicht aus der im Chart gut erkennbaren, aufwärts gerichteten Keilformation nach unten herausrutschen, sprich nicht unter 63,80 Euro schließen. Käme es so, würde die nächste Auffangzone erst zwischen 60,15 und 61,65 Euro warten. Für mittelfristige  Anleger nicht tragisch, aber wer kurzfristiger agiert, könnte sich schon überlegen, ob er aussteigt, wenn Daimler diesen Keil bricht. Und unterhalb 60 Euro ? da könnten dann sogar Short-Positionen eine Überlegung wert sein. Noch ist nichts angebrannt, aber jetzt sollte man ganz genau hinsehen, was die Aktie macht!

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