Handel, Deutschland

Das Thema Sonntagsöffnung bleibt umstritten.

17.06.2017 - 10:28:06

Attraktiv für große Händler - Experte: Sonntagsöffnung überschätzt. Neben der Gewerkschaft Verdi und den Kirchen wird der Vorstoß einiger großer Händler auch von Experten kritisch gesehen. Vor allem kleine Händler könnten große Probleme bekommen.

Köln - Von einer möglichen Freigabe der Sonntagsöffnung würden nach Experten-Einschätzung vor allem die großen Handelsunternehmen profitieren.

«Kleine Händler könnten die größten Probleme bekommen«, sagte der Geschäftsführer des Kölner Handelsforschungsinstituts IFH, Kai Hudetz. Nicht ohne Grund sei der Anstoß zu einer neuerlichen Debatte über eine Freigabe der Sonntagsöffnung von den großen Kauf- und Warenhäusern gekommen.

Auch wenn es zu einer Freigabe käme, würden sich nach Einschätzung von Hudetz längst nicht alle Einzelhändler an einer solchen Initiative beteiligen. Für viele Läden vor allem in den Vororten sei eine Sonntagsöffnung schlicht nicht wirtschaftlich. Ein großes Problem für die Kunden seien jedoch uneinheitliche Öffnungszeiten.

Der gesamtwirtschaftliche Effekt einer Öffnung am Sonntag werde zudem überschätzt. «Die Frage ist, kommt der an Online verloren gegangenen Umsatz zurück? Ich fürchte, in vielen Fällen ist das nicht der Fall», so der Experte. Die Initiatoren der Aktion «Selbstbestimmter Sonntag» hatten vor allem mit dem Kampf des stationären Einzelhandels in den Innenstädten gegen den boomenden Onlinehandel argumentiert.

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, wies darauf hin, dass - trotz bestehender Regelungen zu Sonntagsöffnungen - Klagen der Gewerkshaft Verdi eine Öffnung der Läden zu diesen Terminen «de facto» derzeit unmöglich machten. «Das schadet unseren Unternehmen, den Mitarbeitern und den Innenstädten, die mit rückläufigen Besucherfrequenzen kämpfen», sagte Genth.

Der HDE setzt sich derzeit dafür ein, die heutzutage je nach Bundesland unterschiedliche Gesetzeslage zur Sonntagsöffnung auch in der Praxis umzusetzen. Neben der Gewerkschaft kommt auch von den christlichen Kirchen Kritik an der Sonntagsöffnung.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Zeitpunkt offen - Amazon will Ladengeschäfte in Deutschland eröffnen. «Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann», sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef des Konzerns, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. München - Der US-Onlinehändler Amazon plant Ladengeschäfte für den deutschen Markt. (Wirtschaft, 18.12.2017 - 09:05) weiterlesen...

Amazon will Ladengeschäfte in Deutschland eröffnen. «Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann», sagte Ralf Kleber, Deutschland-Chef des Konzerns, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der klassische Handel in Deutschland mache noch immer 90 bis 95 Prozent des Gesamtumsatzes aus und sei sehr beliebt. Amazon werde sich dem deshalb nicht verschließen. Zudem schloss Kleber Sondergebühren für die künftige Zustellung an die Haustür aus. München - Der US-Onlinehändler Amazon plant Ladengeschäfte für den deutschen Markt. (Politik, 18.12.2017 - 01:56) weiterlesen...

Drohende Zahlungsunfähigkeit - Beate Uhse insolvent - Geschäfte laufen weiter. Der Erotik-Konzern hat die Wende ins Internet-Zeitalter verpasst. Die meisten Deutschen kennen Beate Uhse, doch die goldenen Jahre des Flensburger Sex-Unternehmens sind schon lange vorbei. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 13:47) weiterlesen...

Hintergrund - Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Schon bei drohender Zahlungsunfähigkeit sowie bei Überschuldung ist der Antrag Pflicht. Berlin/Flensburg - Wenn ein Unternehmen dauerhaft kein Geld mehr hat, muss es einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht stellen. (Politik, 15.12.2017 - 12:44) weiterlesen...

Drohende Zahlungsunfähigkeit - Beate Uhse stellt Insolvenzantrag. Doch in den vergangenen Jahren stand es um die Finanzen des 1946 gegründeten Konzerns schlecht - jetzt macht er endgültig schlapp. Kaum ein anderes Unternehmen stand so für Sex und Freizügigkeit in Deutschland wie Beate Uhse. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 10:50) weiterlesen...

Finanzprobleme - Beate Uhse stellt Insolvenzantrag. «Der Vorstand der Beate Uhse AG, Michael Specht, hat sich zu diesem Schritt entschlossen, um die Sanierung der gesamten Gruppe in Eigenverwaltung nachhaltig umzusetzen», teilte die Beate Uhse AG in Flensburg mit. Flensburg - Der Erotikhändler Beate Uhse will Insolvenz beantragen. (Wirtschaft, 15.12.2017 - 10:43) weiterlesen...