Auto, Umwelt

China will es vormachen, die EU klappert voraussichtlich hinterher: eine Quote für Elektroautos.

16.08.2017 - 12:56:05

Umwälzung in der Autoindustrie - Umweltministerium erwartet europäische E-Auto-Quote

Berlin - Das Bundesumweltministerium erwartet im Herbst einen Vorstoß der EU für eine verbindliche Quote abgasfreier Autos auf Europas Straßen. Über die Höhe der Quote werde man noch sprechen, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth in Berlin.

Die Autobauer selbst gingen derzeit von einem Anteil von etwa 25 Prozent bis 2025 aus. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Anfang der Woche eine verbindliche Quote für die Zulassung von E-Autos in den EU-Ländern gefordert. Vorreiter in Sachen Elektroquote ist China, dort soll diese schon ab 2018 gelten - wogegen die Bundesregierung wegen befürchteter Nachteile für die deutsche Industrie protestiert hatte.

Flasbarth geht davon aus, dass es in der EU keine Absatzprobleme geben wird, da Elektroautos schon bald deutlich günstiger würden als heute. Das sei eine Frage der Preisgestaltung und der Produktpalette, «das hat bei den Herstellern bisher nicht geklappt.» Dass der Staat die Finanzierung übernehme, schloss er aus.

Deutschlands Autohersteller investieren derzeit große Summen in die Entwicklung von E-Autos, getrieben unter anderem von der Entwicklung in China. Beispiel Audi: «Wir wollen 2025 - das sind immerhin noch acht Jahre - einen Anteil an Elektrofahrzeugen von etwa einem Drittel am Gesamtabsatz haben», sagte Technik-Vorstand Peter Mertens der «Heilbronner Stimme». Die anderen zwei Drittel würden weiter konventionell unterwegs sein. Deswegen wird auch nach Einschätzung des Managers auch der Diesel nicht verschwinden: «Ich stimme da nicht in den Abgesang mit ein, der Diesel ist und bleibt sehr wichtig.»

Umweltsstaatssekretär Flasbarth erwartet keine reine E-Auto-Quote: Neben Elektroautos mit Batterien kämen auch Antriebe mit Brennstoffzellen in Frage, so Flasbarth. Der Staatssekretär geht aber davon aus, dass Batterien sich durchsetzen, da sie am effizientesten seien und auf den wichtigen Automärkten bereits auf dem Vormarsch. Wenn der Staat in den Ausbau etwa von Lade-Infrastruktur investiere, müsse es «irgendwann eine Weichenstellung» geben.

Als Folge des Dieselgipfels soll Flasbarth zufolge eine der vier angekündigten Expertengruppen kommende Woche zum ersten Mal tagen. Am Donnerstag kommender Woche sollen staatliche und nichtstaatliche Experten über Umrüstungen von Taxis und dem öffentlichen Personennahverkehr beraten. Die Expertengruppe wird vom Umweltministerium und der Stadt Hamburg geleitet.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Gewerbliche Kunden - Fuhrparkmanager: Dieselautos nicht so leicht zu ersetzen. Fuhrparkmanager spielen dabei eine wichtige Rolle - und sagen klar, dass sie auf den Diesel nicht verzichten können. Besonders gewerbliche Kunden kaufen nach wie vor Diesel-Fahrzeuge. (Wirtschaft, 16.12.2017 - 10:39) weiterlesen...

Grüne: «Judas»-Vergleich von Beer zu VW «inakzeptabel». «Müller dafür zu kritisieren, dass er das Tricksen und Betrügen seines Unternehmens bei Millionen Dieselfahrern ablädt, ist völlig richtig. Ihn mit einem Judas-Vergleich zu belegen, ist völlig inakzeptabel», sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Da ist eine Entschuldigung fällig.» Dass sich die FDP in dieser Weise für das Beibehalten von staatlichen Subventionen einsetzt, verwundere sehr. Berlin - Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer hat in der Diesel-Debatte die Äußerung von FDP-Generalsekretärin Nicola Beer über VW-Chef Matthias Müller scharf kritisiert. (Politik, 14.12.2017 - 05:56) weiterlesen...

Auch Kfz-Gewerbe verärgert - FDP-Generalsekretärin attackiert VW-Chef als «Diesel-Judas». Auch VW-Chef Müller hat nun Zweifel. Kritik kommt nun von der FDP. Das Kraftfahrzeuggewerbe nennt Aussagen Müllers befremdlich. Hat der Diesel noch eine Zukunft? Seit langem sind Subventionen beim Sprit in der Kritik. (Wirtschaft, 13.12.2017 - 13:57) weiterlesen...

FDP-Generalsekretärin attackiert VW-Chef Müller als «Diesel-Judas». Müller hatte die bestehenden Steuervorteile für Dieselsprit in Zweifel gezogen. Beer schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf Müller: «Frage an den Diesel-Judas: Was tragen Sie denn dazu bei, damit neue Technologien und emissionsfreie Kraftstoffe schneller kommen? Oder nur Abgreifen von noch mehr Subventionen?» In dem Tweet war ein Artikel zu den Aussagen Müllers verlinkt. Berlin - FDP-Generalsekretärin Nicola Beer hat VW-Chef Matthias Müller nach dessen Vorstoß zur Zukunft des Diesel attackiert und ihn als «Diesel-Judas» bezeichnet. (Politik, 13.12.2017 - 12:12) weiterlesen...

Subventionen noch sinnvoll? - VW-Chef: Steuervorteile für Dieselkraftstoff «hinterfragen». Grund ist die Subventionierung des Kraftstoffs. Doch nun werden weitere Zweifel am Diesel-Privileg laut - von einem Top-Automanager. Bei der Kfz-Steuer ist der Betrieb eines Dieselautos in der Regel teurer, beim Sprit dagegen billiger als der eines Benziners. (Wirtschaft, 10.12.2017 - 14:37) weiterlesen...

VW-Chef rückt von Steuervorteilen für Dieselkraftstoff ab. «Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten», sagte der Manager dem «Handelsblatt». «Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden.» Konkret schlug Müller eine schrittweise Umschichtung der Steuererleichterungen vor. Wolfsburg/Düsseldorf - Nach vielen Fachleuten und Umweltexperten wendet sich nun auch Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller gegen die bestehenden Steuervorteile für Dieselkraftstoff. (Politik, 10.12.2017 - 13:44) weiterlesen...