Haushalt, Steuern

BRÜSSEL - Die Europäische Union versucht, weitere Schlupflöcher in der Unternehmenssteuer ab 2020 zu stopfen.

29.05.2017 - 18:19:23

EU stopft Schlupfloch bei Unternehmenssteuern. Dann soll es unmöglich werden, dass Konzerne andere Steuerregeln außerhalb der EU bei grenzüberschreitenden Geschäften ausnutzen. Den Beschluss fassten die EU-Länder am Montag im Ministerrat in Brüssel.

Es geht um die Verschiebung von Gewinnen oder Verlusten über Ländergrenzen hinweg, je nachdem, wo gerade die günstigsten Steuerregeln gelten. Fachleute sprechen von "hybriden Gestaltungen". Innerhalb der EU soll dies die Richtlinie gegen Steuervermeidung von 2016 unterbinden. Nun geht es darum, solche Steuersparmodelle auch bei Geschäften in Staaten außerhalb der EU zu kippen.

Die EU-Länder werden verpflichtet, Abschreibungen nicht anzuerkennen beziehungsweise von Steuerzahlern zu verlangen, Gewinne mit dem Einkommen zu versteuern. Die Mitgliedsländer sollen dies bis Ende 2019 in nationales Recht umsetzen.

Die EU-Kommission hatte die Regelung im Oktober vorgeschlagen und begrüßte den Beschluss der Mitgliedsländer jetzt. Einen Grundsatzbeschluss hatten die EU-Finanzminister schon im Februar gefasst. Steuertricks von Unternehmen kosten die öffentlichen Kassen in der EU Schätzungen zufolge 50 bis 70 Milliarden Euro im Jahr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Erste Jamaika-Runde schneller als gedacht zu Ende. Am kommenden Dienstag sollen nun - nach der konstituierenden Sitzung des neuen Bundestages - die schwierigen Themen Steuern, Finanzen und Haushalt sowie Europa intensiver beraten werden, wie aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war. BERLIN - CDU, CSU, FDP und Grünen haben am Freitagabend ihre erste große Sondierungsrunde schneller als gedacht abgeschlossen. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 21:37) weiterlesen...

US-Haushaltsdefizit zieht deutlich an - Zahlen sind aber keine Überraschung. In den zwölf Monaten bis Ende September habe das Minus knapp 666 Milliarden Dollar betragen und damit fast 14 Prozent höher als das Jahr davor. Es ist zudem der höchste Stand seit dem Fiskaljahr 2012/13, wie das Finanzministerium am Freitagabend mitteilte. WASHINGTON - In den USA ist das Haushaltsdefizit im vergangenen Fiskaljahr stark gestiegen. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 21:22) weiterlesen...

Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien. Diese Zahl nannte am Freitag die Handelsregisterstelle in Madrid. Einen Rekord gab es allein am Donnerstag mit 268 Firmensitzverlegungen. Ein tatsächlicher Umzug ist damit aber meist nicht verbunden. Im Fall einer Unabhängigkeit von Katalonien könnten sich die Unternehmen mit einem rechtlichen Sitz an anderen Orten aber weiter nach spanischen Bestimmungen richten. MADRID - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 17:50) weiterlesen...

Umstrittene Dividendengeschäfte: Fiskus holt 436 Millionen zurück. Insgesamt seien der Bundesregierung 259 Fälle bekannt, von denen bereits 23 abschließend geprüft worden seien - "jeweils mit positivem Ausgang für die Finanzverwaltung", heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. In 35 Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet. Geprüft werde auch, wie viele der Fälle bereits verjährt seien, schreibt die Bundesregierung. Zuvor hatte das "Handelsblatt" (Freitag) darüber berichtet. BERLIN - Im Steuerskandal um umstrittene Dividendengeschäfte hat sich der Fiskus 436 Millionen Euro Steuergeld zurückgeholt. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 16:56) weiterlesen...

Macron lässt bei Steuer für Internet-Giganten nicht locker. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bislang keine Mehrwertsteuer zahlten. BRÜSSEL - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 16:00) weiterlesen...

Grybauskaite fordert Beginn echter Brexit-Verhandlungen. Die britische Premierministerin Theresa May müsse jetzt "von Worten zu Taten" kommen, sagte Grybauskaite zu Beginn des zweiten EU-Gipfeltags am Freitag in Brüssel. "Und sicherlich ist es für uns alle, nicht nur für Großbritannien, sondern auch für uns, an der Zeit, zu richtigen Verhandlungen zu kommen und nicht nur in den Medien zu reden." Nötig seien konkrete Vorschläge der Briten. "Ich denke, es ist jetzt Zeit, sich geradewegs an den Tisch zu setzen und zu verhandeln", sagte die litauische Präsidentin. BRÜSSEL - Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite hat einen Beginn konkreter Brexit-Verhandlungen verlangt. (Wirtschaft, 20.10.2017 - 09:20) weiterlesen...