Vermischtes, PHOENIX

Bonn - Der Iran hat jahrelang vor allem wegen seines Atomprogramms im öffentlichen Interesse gestanden.

05.10.2017 - 18:17:04

phoenix Thema: WeltTour Iran - Samstag, 07. Oktober 2017, um 13:00 Uhr

Bonn - Der Iran hat jahrelang vor allem wegen seines Atomprogramms im öffentlichen Interesse gestanden. Das Land der Ajatollahs, von US-Präsident Bush als sogenannter Schurkenstaat eingestuft, schlägt seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani im Sommer 2013 einen etwas moderateren Kurs ein. Gerade im Iran selbst hoffen viele junge Menschen auf eine Lockerung der Sanktionen und eine Öffnung zum Westen hin. Luc Walpot vom ZDF-Studio Istanbul stellt das vielfältige und oft widersprüchliche Land vor und berichtet über den Alltag von Iranerinnen und Iranern jenseits der Schlagzeilen.

Er begleitet die Fischer am Indischen Ozean, in Tschabahar im südöstlichen Zipfel des Iran, die ihre Hoffnungen auf eine Freihandelszone setzen, die aber nicht recht in Gang kommen will. Die Ölanlagen am Persischen Golf hingegen laufen wieder auf Hochtouren. Die Wirtschaft ist das bestimmende Thema für die Menschen im Land, denn junge Leute finden kaum Arbeit. Korruption und Schwarzmarkt blühen weiter. Die Mehrheit der Bürger will Reformen, bleibt aber skeptisch, so lange der Einfluss der Religion überall groß ist.

In den Gassen von Kaschan, einer Stadt zwischen Teheran und Isfahan, nimmt Luc Walpot die Zuschauer mit in die berühmten Teppich-Manufakturen. Hier lebt die Tradition des Knüpfens nach handkolorierten Vorlagen weiter.

Vor allem Iranerinnen versuchen, mit der Realität so gut es geht zurechtzukommen. Frauen müssen um Rechtssicherheit und Selbstbestimmung kämpfen - und das tun sie. Der ZDF-Korrespondent stellt die erste Motocrossfahrerin des Landes vor. In Aktion treten darf sie nur in einer Wüstenregion westlich von Teheran in abgeschlossenem Gelände, das der Verband zur Verfügung stellt. Frauen dürfen in der Öffentlichkeit zwar Auto, aber nicht Motorrad fahren.

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