GWQ ServicePlus AG

Berlin - Wenn die Krankenkassen die Digitalisierung des Gesundheitssystems zugunsten der Versicherten gestalten sollen, brauchen sie wirksame Investitionsanreize und vor allem die Möglichkeit, die vorhandenen Daten für neue digitale Versorgungsangebote zu nutzen.

15.11.2017 - 14:21:49

8. GWQ-Symposium - 10 Jahre GWQ: Qualitätswettbewerb durch Digitalisierung - wenn Kassen Daten nutzen und investieren dürfen. Diese von der GWQ-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.

Berlin - Wenn die Krankenkassen die Digitalisierung des Gesundheitssystems zugunsten der Versicherten gestalten sollen, brauchen sie wirksame Investitionsanreize und vor allem die Möglichkeit, die vorhandenen Daten für neue digitale Versorgungsangebote zu nutzen. Diese von der GWQ-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Gertrud Demmler formulierte Forderung fand den Beifall der rund 180 Gäste des 8. Berliner Symposiums der GWQ. Die Veranstaltung machte den Nachholbedarf bei der Digitalisierung nochmals deutlich. Sie zeigte aber auch die Offenheit für Digital Health bei Versicherten wie Akteuren und dass die digitale Transformation so einen echten Qualitätswettbewerb der Krankenkassen anfeuern kann.

Für die Bereitschaft und Fähigkeit der Kassen zum Wettbewerb steht nicht zuletzt die zehnjährige Erfolgsgeschichte der GWQ ServicePlus AG. 2007 von 14 mittelständischen Betriebskrankenkassen gegründet, hat das Unternehmen seinen Aktionären und Kunden bis heute Einsparungen von rund 2 Mrd. Euro gebracht, die neben den zahlreichen qualitativen Verbesserungen im Versorgungsgeschehen der Versichertengemeinschaft wieder zu Gute kamen. Mittlerweile zählt jede zweite Krankenkasse zu den GWQ-Kunden. Dieser Erfolg, so GWQ-Vorstand Dr. Johannes Thormählen in seinem Grußwort zu dem Symposium in der Bertelsmann Repräsentanz, wurde trotz der stark eingeschränkten wettbewerblichen Möglichkeiten der GKV erzielt. Die Chancen der Digitalisierung könnten GWQ und Kassen ebenfalls im Interesse der Patienten nutzen, und zwar umso besser, je mehr Wettbewerb zugelassen wird.

Diese Einschätzung bestätigte Dr. Demmler bei ihrem Rückblick auf Gründung und erstes Jahrzehnt der GWQ. Sie bezeichnete die GWQ als Reaktion der Kassen auf die damalige Gesundheitspolitik, die statt auf Vielfalt auf immer weniger, größere Kassen gesetzt habe. Die GWQ ist für sie eine typische mittelständische Antwort auf diese Herausforderung: Das Unternehmen bündelt die Marktmacht der kleinen und mittelgroßen Aktionärs- und Kundenkassen und stellt ihnen Kompetenzen auf einem Niveau zur Verfügung, über die die einzelnen Kassen in der Regel nicht verfügen. Dazu kommt, dass die GWQ mit der Flexibilität einer privatwirtschaftlichen Organisation den wichtigsten Auftrag der Kassen unterstützt, nämlich die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu verbessern.

Dabei wäre mehr möglich, wenn es "mehr Wettbewerb in der GKV" gäbe, wie Prof. Achim Wambach erläuterte, der sich unter anderem als Vorsitzender der Monopolkommission der Bundesregierung mit diesem Thema befasst. Auf dem notwendigen Weg der Kassen vom Zahler zum Gestalter von Gesundheitsleistungen müssten aber verschiedene Hürden ausgeräumt werden. Dazu zählte er z. B. den RSA, der in Richtung Vollmodell entwickelt werden sollte, also nicht nur einzelne Krankheiten einbezieht. Außerdem dürfe die Finanzierungsstruktur die Kassen nicht für Investitionen bestrafen, sondern müsse zusätzliche Anreize setzen, auch wegen des enormen Rückstands bei der Digitalisierung. Das Gesundheitssystem bilde im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen wie zu anderen Gesundheitssystemen das Schlusslicht beim Digitalisierungsindex. Digitalisierung aber sei Voraussetzung für einen intensiven Wettbewerb über Selektivverträge und Wahltarife - der noch verstärkt werden könnte, wenn die Gründung neuer Krankenkassen ermöglicht bzw. erleichtert würde.

Die Frage, wie die "digitale Perspektive 2027" konkret aussieht, wurde in der abschließenden Podiumsrunde lebhaft diskutiert. Dr. Markus Müschenich als Start-up-Förderer und Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin ist davon überzeugt, dass "Big Data" auf Dauer bessere Ergebnisse bringen wird, als jeder Arzt, dass die Patienten das nicht nur akzeptieren, sondern auch einfordern würden. Dagegen forderten Dr. Thomas Aßmann, Erfinder des von der GWQ realisierten TeleArzt-Konzepts, und Birgit Bauer, Patient Expert und Social Media Expert, zwar den schnellen und konsequenten Einsatz digitaler Instrumente; für beide steht aber außer Zweifel, dass die Patienten von morgen digitale Angebote und den persönlichen Arztkontakt wünschen und brauchen.

Einigkeit herrschte auf dem Podium wie unter den Gästen bei Einschätzung von Status und Chancen der Entwicklung, wie Umfragen unter den Anwesenden zeigten. Für rund 90 Prozent steht die Digitalisierung in Deutschland noch am Anfang oder zeigt nur erste Lösungen; aber zugleich würden rund 80 Prozent bei entsprechendem Nutzen auf Big Data setzen bzw. sehen darin schon heute sehr große Chancen. Allerdings, darauf verwies Bart de Witte, Director Digital Health DACH IBM Deutschland GmbH, könnten die allein mit deutschen Daten nicht genutzt werden. Der Markt sei zu klein, Internetkonzerne könnten heute weltweit ein Vielfaches an Daten generieren.

Das ist laut de Witte jedoch kein Grund, diesen Konzernen den Markt zu überlassen. Es sei jedoch notwendig, jetzt schnell und konsequent zu handeln. Er sieht ein Zeitfenster von fünf bis sieben Jahren, in dem eigene Alternativen auf den Markt gebracht werden können. Würden jährlich 10 Mrd. Euro in die digitale Transformation investiert, könnte man digitale Versorgungsangebote auf den Weg bringen.

Die GWQ, so Dr. Thormählen in seinem Schlusswort, hat in ihren ersten zehn Jahren ein Fundament geschaffen, das auch für das kommende Jahrzehnt eine Erfolgsgeschichte verspricht, auch ohne grünes Licht für digitale Innovationen auf breiter Basis. Wünschenswert insbesondere im Interesse einer versichertenfreundlichen Entwicklung sei es trotzdem, dass GWQ und Kassen mehr Gestaltungsspielraum erhielten. Sie bräuchten mehr Möglichkeiten für Investitionen, um die digitale Transformation im Interesse - und gemäß den Erwartungen - der gesetzlich Krankenversicherten voranzutreiben.

Die GWQ ServicePlus AG ist ein von Betriebskrankenkassen gegründetes Dienstleistungsunternehmen. Sie versteht sich als Gemeinschaft mittelständischer Krankenkassen, für die sie innovative Lösungen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung entwickelt. Die Verträge und Dienstleistungen der GWQ können von allen Krankenkassen als Aktionärs- oder Kundenkasse in Anspruch genommen werden.

OTS: GWQ ServicePlus AG newsroom: http://www.presseportal.de/nr/76900 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_76900.rss2

Pressekontakt: Bettina Middendorf-Piniek, Hauptbereichsleiterin Administration & Service Telefon: 02 11 75 84 98 23 E-Mail: bettina.middendorf-piniek@gwq-serviceplus.de GWQ ServicePlus AG Tersteegenstraße 28 40474 Düsseldorf www.gwq-serviceplus.de

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