Transport, Verkehr

BERLIN - Vor den Verhandlungen der USA und ihrer Nachbarländer Kanada und Mexiko über das Freihandelsabkommen Nafta warnt die deutsche Industrie vor neuen Barrieren im grenzüberschreitenden Handel.

16.08.2017 - 06:14:24

BDI mahnt: Offener Nafta-Markt muss auch für USA Priorität haben. "Auch für die US-Regierung muss oberste Priorität sein, dass der Nafta-Markt offen bleibt und noch bestehende Hürden für Handel und Investitionen weiter abgebaut werden", forderte am Mittwoch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang. Eine Modernisierung des Nafta-Abkommens könne "positive Impulse für Investitionen der deutschen Industrie in Kanada, Mexiko und den USA setzen".

Die drei amerikanischen Länder verhandeln von diesem Mittwoch an ihr gemeinsames Freihandelsabkommen neu. US-Präsident Donald Trump hatte von einer ursprünglich erwogenen Aufkündigung im Zuge seiner nationalistischen Wirtschaftspolitik abgesehen und erklärt, er wolle das Abkommen aus dem Jahr 1994 modernisieren.

Das Niveau der Marktöffnung müsse dabei mindestens aufrechterhalten werden, mahnte Lang. "Ziel darf nicht sein, den grenzüberschreitenden Handel mit neuen Barrieren auszubremsen." Viele deutsche Unternehmen produzierten für die Märkte Nordamerikas. Vor allem die Autoindustrie nutze die im Nafta garantierte Zollfreiheit. Nach der Europäischen Union ist Nordamerika laut BDI die wichtigste Zielregion für deutsche Direktinvestitionen.

@ dpa.de

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