Haushalt, Steuern

BERLIN - Vor dem G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer vor nationalen Alleingängen gewarnt.

13.06.2017 - 12:14:25

Schäuble warnt: 'Isolationismus ist immer das falsche Mittel'. Die globalen Herausforderungen könnten niemals durch Nationalismus und Protektionismus gelöst werden, sagte Schäuble am Dienstag in Berlin auf einer Veranstaltung der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Isolationismus ist immer das falsche Mittel." Die Staaten der Weltgemeinschaft seien so abhängig wie nie zuvor.

Die G20-Gruppe hat sich aus Sicht Schäubles trotz der aktuellen Dissonanzen als robuste und zuverlässige Plattform erwiesen. "Trotz einiger Differenzen" werde der Dialog am Laufen gehalten, sagte Schäuble. Die Möglichkeit künftiger Turbulenzen auf den Finanzmärkten sei nicht auszuschließen. Daher seien stärkere Puffer nötig, um künftige Krisen besser abfedern zu können. Schäuble plädierte erneut dafür, Staatsschulden "allmählich" abzubauen: "Wir müssen aufhören, mit Krediten die Wirtschaft anzukurbeln." Nötig sei eine wachstumsfreundliche Konsolidierung.

Auch die Politik des billigen Geldes müsse "rechtzeitig" verlassen und die Geldpolitik wieder auf einen "normalen Kurs" zurückgeführt werden. Mit Blick auf den von US-Präsident Donald Trump verkündeten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen sagte Schäuble, man werde sich auch durch neue Formen der Kommunikation nicht davon abhalten lassen, das Vernünftige zu tun. "Also werden wir weiter daran arbeiten, den Klimawandel zu verlangsamen." Wenn einige Länder nicht mitmachten, könne dies für andere Staaten nicht bedeuten, keinen Beitrag zu leisten.

@ dpa.de

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